Klettern, weitspringen, balancieren im neuen Schulhof Schillerschule/Sambugaschule

Ausschuss für Technik, Umwelt, Planung und Verkehr befürwortet Planung
Der gemeinsame Schulhofbereich von Schillerschule und Sambuga-Schule soll schöner werden. Die Planung hierfür stellte Stadtbaumeister Andreas Tisch im Ausschuss für Technik, Umwelt, Planung und Verkehr am 7. Juni vor.

Wie der Stadtbaumeister ausführte, sei der Bereich des Schulhofs vor dem alten Gebäude der Schillerschule mit Sambuga-Schule bei der Realisierung der Außenanlagen in der Neuen Sozialen Mitte noch ausgeklammert gewesen. Nur das eingezäunte Kleinspielfeld für den Schulbetrieb sei ertüchtigt worden. Auch wenn es noch Überlegungen zur Sanierung des Schulgebäudes gebe, sei es an der Zeit, den Schulhof ansprechend zu gestalten, um den Kindern wieder aktivere Pausen zu ermöglichen, erklärte Tisch. Derzeit seien alle Spielgeräte abgebaut und die Oberflächen wiesen Niveauunterschiede auf, wodurch Handlungsbedarf bestehe. Künftig sollen die Kinder in den Pausen ihre Kletterkünste an einem großen Kletterspielgerät, der Kletterinsel, erproben können. Eine kleine Weitsprunganlage wird zum Springen animieren. Sie wird zwar nicht den Normen einer Leichtathletikanlage entsprechen, aber völlig ausreichen, um mit den Kindern die Bewegungsabläufe und den Weitsprung trainieren zu können. Da die Weitsprunggrube an das Kleinspielfeld anschließt, kann hier der Kunststoffbelag praktischerweise fortgeführt werden. Der vorhandene Schuppen bleibt bestehen und wird über Pflasterflächen an die asphaltierten Bereiche des Schulhofs angebunden. Die Grünbereiche mit Bäumen sollen neu zugeordnet und umgestaltet werden. Eine doppelte Funktion übernehmen Balanciersteine, die einerseits als Beeteinfassung dienen, andererseits als Sitzsteine und Balancierparcours für die Kinder. Das Tor zur Straße „Am Neuen Schulhaus“ bleibt als Zugang für die Kinder aus den östlichen Quartieren erhalten  und als wichtige querende Wegebeziehung. Wie Stadtbaumeister Andreas Tisch zusammenfassend erklärte, sei die Planung mit beiden Schulen abgestimmt worden und solle nun weiter ausgearbeitet und realisiert werden. Er ging noch darauf ein, dass in Hinblick auf mögliche Sanierungsmaßnahmen die Hauptflächen beim Schulgebäude asphaltiert bleiben sollten. „Mit dieser Planung wird ein gutes Verhältnis von zusammenhängender Fläche und differenzierten Bereichen erreicht und eine attraktive Außenfläche angelegt“, erklärte Andreas Tisch. Die Gesamtbaukosten für die Umgestaltung bezifferte er auf 165.000 Euro. Das Landschaftsarchitekturbüro Borst aus Leimen-St. Ilgen hat den neuen Schulhof geplant und soll auch mit der Bauleitung beauftragt werden.

Stadtrat Werner Sauer (CDU) begrüßte die Planung als „sehr gut“. Er wertete es als positiv, dass eventuelle Sanierungsmaßnahmen berücksichtigt würden. Stadtrat Lorenz Kachler (SPD) stimmte auch zu, gab aber zu bedenken, dass es noch keine Klarheit gebe, was die Zukunft der Sambuga-Schule angehe. Durch die neue Gestaltung des Schulhofs gebe es möglicherweise weniger Platz, um beispielsweise Container aufzustellen. Man sollte sich hier nichts verbauen, meinte er. Auch Stadtrat Dr. Günter Willinger (FDP) ging auf die Zukunft der Sambuga-Schule ein und empfahl, lieber zunächst abzuwarten, was mit der Sambuga-Schule geschehe. Nur einzelne Teile zu sanieren, passe nicht. Stadtrat Hans Wölz (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte, dass die weitere Verwendung des Gebäudes der Sambuga-Schule in Hinblick auf dessen Struktur fraglich sei. Aus seiner Sicht widerspreche die Planungsvorlage einer „Lösung zum Gebäude“ nicht. Stadtrat Dr. Gerhard Baldes (CDU) sagte, dass kleinere Maßnahmen vertretbar seien. Man müsse etwas tun, da sich aktuell Gefahrenstellen auftäten. Auf Nachfrage von Stadtrat Manfred Zuber (SPD) zur Zeitschiene gab Stadtbaumeister Tisch an, schnellstmöglich tätig werden zu wollen. Mit den Schulen sei abgestimmt worden, dass Arbeiten auch außerhalb der Ferien durchgeführt werden könnten. Tisch meinte zu den Bedenken, dass in Richtung Schloßweg genügend Platz für Container sei, er befürworte es sowieso, Container eher in Randlage des Schulareals als zentral aufzustellen. Er meinte weiterhin, dass es nicht sinnvoll sei, abzuwarten, welche der baulichen Konzeptionen für das alte Schulgebäude angegangen werden solle.  Die vorgestellte Maßnahme funktioniere sowohl als Teil- wie auch als Gesamtmaßnahme, man werde sich hier nichts verbauen. Bürgermeisterin Christiane Staab ergänzte, dass der betreffende Bereich des Schulhofs derzeit keine pädagogischen Qualitäten aufweise und man handeln solle. Mit dem abschließenden einstimmigen Votum kann die Neugestaltung nun in die Realisierungsphase gehen.

Text: Stadt Walldorf

auf dem Schulhof (Foto: BBinz)

auf dem Schulhof (Foto: BBinz)

 

 

Veröffentlicht am 18. Juni 2016, 12:00
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