Kaffeebohnen kaufen: Wie wählt man die richtigen Bohnen aus?

Welche Kaffeebohnen soll man wählen? Bei dieser Auswahl kann es sich um eine echte Herausforderung handeln, denn im Einzelfall gibt es viele Dinge zu beachten. Kaffeebohnen lassen sich anhand vieler Merkmale unterscheiden. Der Preis ist ein beliebtes Merkmal. Doch wenn Sie sich als Kaffeeliebhaberin oder als Kaffeeliebhaber bezeichnen, dann wird es Ihnen nicht allein auf den Preis ankommen. Sie wollen etwas über die Kaffeebohnen wissen, eventuell Hintergründe verstehen und die richtigen Bohnen für Ihren Geschmack finden.

Verschiedene Marken und Arten – Arabica oder Robusta? Fragen über Fragen, die überfordern können. Aus diesem Grund wollen wir die Qual der Wahl durch diesen Artikel ein wenig milder gestalten. Der Wuchs der Bohnen, das Heranreifen, das Rösten – woher sollen Sie überhaupt wissen, wo vorn und hinten ist? Wenn Sie sich dazu entschließen sollten, Kaffeebohnen online zu kaufen, wird Ihnen das im Normalfall die Möglichkeit geben, mit mehr Bedacht zu sortieren und zu recherchieren, ehe Sie kaufen. Im Supermarkt lassen Sie sich womöglich leichter durch Reize, Werbung, Positionierung der Waren etc. lenken. Dabei sind es eher andere Merkmale, die man zur Unterscheidung heranziehen sollte: die Methode der Vorbereitung, die Vielfalt, die Frage nach Arabica oder Robusta, der Röstprozess oder das Datum der Röstung.

Liberica, Robusta, Arabica

Kaffeebohnen sind ein weltweit begehrtes Gut. Kaffeebohnen erhält man von überall, zu jeder Jahreszeit und auch in jeder Preiskategorie. Natürlich erhält man auch verschiedene Geschmäcker, Sorten, Richtungen, Ausfertigungen und verschiedenste Herkunftsländer. Aroma, Stärke, Geschmack und Nachgeschmack hängen dabei nicht nur vom Prozess der Zubereitung ab, sondern von der Sorte, weshalb es auch so wichtig ist, die Bedingungen zu verstehen, unter denen Bohnen verarbeitet und angebaut werden. Um eins vorwegzunehmen: zu den wichtigsten Sorten lassen sich Liberica, Robusta und Arabica zählen. Sicherlich haben Sie von der einen oder anderen Sorte schon gehört. Doch was genau hat es mit einem solchen Typus an Kaffeebohnen auf sich?

Arabica

Arabica lässt sich zweifellos zur beliebtesten Kaffeebohne der Welt zählen. Der Geschmack der Arabica kann als süßlich, beinahe schokoladig bezeichnet werden. Auch Karamell bzw. Nuss sind Geschmacksrichtungen, die gern mit der Arabica in Verbindung gebracht werden. Aber auch Spuren von Beeren und Früchten lassen sich über den Geschmack nachvollziehen und verleihen den Kaffeebohnen eine gewisse Bitterkeit. Allerdings entscheiden der genutzte Boden, der Herkunftsort, letztlich auch die Röstung darüber, wie die Kaffeebohnen am Ende schmecken. Kaffeebohnen des Typs Arabica schmecken dann am besten, wenn sie nahe dem Äquator angebaut wurden. Die besten Arabica-Bohnen kommen demnach aus Afrika, Südamerika, vor allem Brasilien.

Robusta

Der Geschmack von Robusta ist im Vergleich zu Arabica stärker und bitterer. Getreide und Erdnüsse im Nachgeschmack und auch einen höheren Koffeingehalt verglichen mit den Arabica hat Robusta vorzuweisen. Deshalb passen diese auch sehr gut Kaffeegetränken, die mit Milch verfeinert werden. Denn trotz der verwendeten Mischung hat man am Ende immer noch etwas vom enthaltenen Koffein. Welche Rückschlüsse lassen sich vom Geschmack zum Herkunftsort ziehen? Wenn Kaffeebohnen stark und bitter sind, waren sie einst auch resistenter gegen über Schädlingen und konnten in geringen Höhen heranreifen. Vor allem in Vietnam wachsen die besagten Robusta-Bohnen bzw. werden sie hier für den Export bereit gemacht.

Liberica

Liberica ist im besagten Dreigespann der seltenste Typ. Man verwendet diese Sorte eher für Instant-Kaffee oder sogar für Kosmetika. Nur 1% Marktanteil fällt auf Liberica zurück, was daran liegt, dass man den Geschmack eher als unspektakulär bezeichnen könnte. Teilweise werden Kaffeebohnen des Typs Arabica aber auch mit Robusta gemischt. Robusta sind im Übrigen eher oval und im Vergleich zu Arabica auch kleiner. Auf diese Weise können Sie beide Bohnenarten voneinander unterscheiden.

Bessere Chancen im Web

Bei den verschiedenen Herstellerprodukten haben Sie im World Wide Web meistens die Chance, nach Geschmacksrichtungen zu filtern. Meistens finden Sie eine solche Vielfalt in einem herkömmlichen Supermarktregal nicht vor. Hart gesottene Kaffeetrinkende trauen sich an manche Geschmacksrichtungen auch nicht heran. Dabei sollte man die vorhandene Geschmacksvielfalt auf jeden Fall ausprovieren. Mild, fruchtig, bitter, ein Misch aus allem – Abwechslung ist auf dem Markt auf jeden Fall geboten. Letzten Endes muss man sich nur herantrauen.

Die Frische

Das Röstdatum verrät Ihnen eine Menge über die Frische des Kaffees und der Kaffeebohnen. Leider geht nicht jeder Hersteller dazu über, das Datum der Röstung auf der Verpackung zu verewigen. Sie finden auf der Verpackung ein kleines Loch. Durch dieses kann Kohlendioxid entweichen, während Sauerstoff nicht eindringen kann. Durch diese simple Technik kann man die Frische zum Positiven verändern. Finden Sie auf der Verpackung keine Angaben zum Röstdatum, können Sie dies als erstes Indiz deuten, das nicht für die Qualität eines Herstellers spricht.

Die Konsistenz

Sie haben die Möglichkeit, ganze Bohnen zu nutzen, zu kaufen und diese letztlich für Ihre Maschine zu nutzen. Allerdings müssen Sie nicht gleich auf Kaffeebohnen verzichten, wenn Sie den anderen Weg gehen. Was heißt das? Sie können sich für gemahlenen Kaffee entscheiden, der allerdings auch nur mittelmäßig gemahlen sein kann. In diesem Fall bedeutet das, dass der Kaffeesatz beim Brühen auf den Boden der Tasse absinkt, was sich letztlich positiv auf Ihr Geschmackserlebnis auswirken kann. Zwar waren Kaffeebohnen der Gegenstand dieses Artikels, jedoch sollten Sie andere Möglichkeiten und Variationen auch in Betracht ziehen. Vor allem, weil die bloße Unterscheidung zwischen Pulverkaffee und Bohnen in der Praxis nicht ausreicht!

Das Niveau der Röstung

Die Röstungsstufen machen für den späteren Geschmack der Kaffeebohnen eine Menge aus. Eine Leichte Röstung ist meistens mit Arabica-Bohnen assoziiert. Die mittlere Röstung ist hingegen die vermutlich beliebteste Röstung für Kaffeemischungen, was am Gleichgewicht liegt, welches durch diese Art der Röstung hergestellt wird. Eine durchgehend braune Farbe und ein natürlich öliger Glanz sind Nebenprodukte dieser Herstellung. Das sorgt dann letztlich auch dafür, dass das entstehende Aroma mit Karamell oder Bitterschokolade verglichen wird. Wenn es sich um stark geröstete Kaffeebohnen handelt, dann wird dies meistens mit dem Begriff Espresso assoziiert, was natürlich an der Intensität liegt. Normalerweise sind auch Robusta-Bohnen enthalten, was erklärt, warum der Koffeinspiegel nur noch mehr steigt, was für den Espresso natürlich sinnstiftend ist. Auch der Geschmack wird durch die enthaltene Variante nochmals intensiviert. Klicken Sie hier, wenn Sie mehr über Arabica oder Robusta erfahren wollen.

Veröffentlicht am 20. April 2022, 21:51
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=298117 

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