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Wildtiere in der Natur nicht einfach einsammeln

6. Mai 2026 | Das Neueste, Tierheim Tom Tatze, Wiesloch/Walldorf

Wildtiere

Wildtiere in der Natur nicht einfach einsammeln

Bei den warmen Temperaturen halten sich die Menschen viel draußen auf. Was die Natur zu bieten hat, ist ja auch extrem spannend, gerade im Frühling. Das ist dann auch die Zeit, in der die Mitarbeiter vom Tom-Tatze-Tierheim vermehrt Anrufe bekommen von Bürgern und Bürgerinnen, die ein allein gelassenes Jungtier oder Wildtiere entdecken und es aus Unkenntnis „retten“ wollen. Vielfach werden die vermeintlich in Not geratenen Tiere von den Spaziergängern angefasst oder sogar mitgenommen. Hier gilt es einfach mit Bedacht zu handeln.

Viele Jungvögel verlassen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgewachsen ist. Auch wenn sie dann hilflos wirken, die Eltern sind in der Regel trotzdem ganz in ihrer Nähe und versorgen sie weiter. Wenn die Vogelbabys wachsen und größer werden, wird das Nest unweigerlich für sie zu klein. Zudem müssen die Jungen sich auch mehr bewegen. Sie fallen aus dem Nest und lernen das Fliegen erst am Boden. Davor müssen sie aber erst einmal das Laufen lernen, dann das Hüpfen. Bei diesem spielerischen Herumhüpfen unternehmen sie schließlich auch erste Flugversuche. Um es noch einmal zu verdeutlichen: Jungvögel müssen aus dem Nest, um fliegen zu lernen.

Wenn sie aber doch mal ein Jungvögelchen entdeckt, das ihnen geschwächt vorkommt, verstecken sie es in einem nahegelegenen Gebüsch. Durch sein Schreien wird es mit den Eltern Rufkontakt halten. Dasselbe gilt auch, wenn so ein kleiner Vogel mitten auf dem Weg oder sogar auf der Straße sitzt. Auch dann sollte man ihn vorsichtig nehmen und zur Sicherheit in nächster Nähe ins Gebüsch oder auf die unteren Zweige eines Baumes setzen. Keine Sorge: Seine Eltern sind mit Sicherheit in der Nähe.

Bei Säugern, also Feldhäschen oder Rehkitze, darf man die Jungtiere nicht anfassen. Diese Tiere werden aber von Ihren Eltern auch oft mehrere Stunden alleine gelassen und daher gilt auch dort das Motto: Finger weg, es sei denn, das Tier ist offensichtlich verletzt.

Das Team vom Tom-Tatze-Tierheim wünscht allen eine schöne Frühlingszeit in der Natur.

Schon jetzt vormerken: Am Sonntag 21.06. findet von 11 – 17 Uhr das Sommerfest mit Bücherflohmarkt und Livemusik statt im Tom-Tatze-Tierheim.

Foto: Birgit Schneidewind

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