Wiesloch: Ball der Vampire 2020 – Große Fotogalerie plus Video

Vampire – Vom archaischen Dämon zu blutsaugenden Wesen. Fantastische Welten der kreativen Psyche der Menschen.

(rp) Wiesloch / Heidelberg / Rhein-Neckar, 24.02.2020 – Heidelbergs Kult-Faschingsball „Ball der Vampire“ erstmalig in Wiesloch.

Ein besonderes Highlight boten die Überraschungsgäste des Abends, Sascha Krebs & Francesca Galiano – es wurde theatralisch mit Szenen aus dem Musical „Tanz der Vampire“.

Sascha Krebs & Francesca Galiano

Sascha Krebs & Francesca Galiano

Unweigerlich musste man an Filmklassiker wie „Tanz der Vampire“ oder „Interview mit einem Vampir“ denken, wenn man so manchen aristokratischen Vampir in edlem Zwirn gekleidet sah.

Ebenso die Damen in Ballkleidern, wie anno dazumal. Wie im Europa zu Zeiten der Kaiser und Könige, des Blutadels, gekleidet sorgten für ein nobles Ambiente.

Doch die Mischung macht’s. Denn der „Ball der Vampire“ ist kein klassischer Ball wie beispielsweise der Wiener Opernball. Klassische Musik spielte beim „Ball der Vampire“ im Wieslocher Kongresszentrum Palatin kaum keine Rolle.

Me & the Heat

Me & the Heat

Hochkarätige Bands wie „The Wright Thing“, „Me and the Heat“, „Alien Brainsuckers“ und „Krüger Rocks“ sorgten für die Musik in den beiden Live-Music Bereichen.

DJane Simonè

DJane Simonè

Im dritten Bereich sorgte DJane Simonè für die richtige Stimmung auf der Tanzfläche. Dort musste man unweigerlich an die Eingangsszene des Filmes  „Blade“ denken –  also wenn man wie ein normal sterblicher gekleidet mitten im Raum steht.

Hätte der „Ball der Vampire“ den Anspruch ein klassischer Ball zu sein, so müsste ein strikter Dresscode vorgeschrieben sein und Heidelberg wäre der einzig gute „Place to be“.

Doch da das Thema Vampir soviel mehr umfasst als lediglich den sog. Gentleman-Vampir oder Graf Dracula, gerade wenn man weit zurück zu den Ursprüngen des Themas geht zu Dämonen, Monstern, übelsten Wesen wie dem Werwolf und weiterer Fantasiefiguren des menschlichen Geistes – so ist der „Ball der Vampire“ gut so wie er ist. Da stört es nicht wenn sich auf dem Ball auch „Pinhead“ (Film Hellraiser) rumtreibt. Oder untote Piraten etc.

Das Palatin eignet sich daher schon als Location für den „Ball der Vampire“. Es bietet ausreichend Platz für 3 Floors. Das Foyer bot auch ausreichend Platz zum Verweilen. Angenehm kühl vor allem nach dem Aufenthalt auf den überhitzen Tanzflächen. Für das leibliche Wohl war gesorgt. Blutbrunnen und Blutcocktails um den Durst nach Blut zu stillen und blutrotes zum Essen.


Treue Ballbesucher vermissten den Charme Heidelbergs, äußert sich jedoch grundsätzlich positiv zu den Räumlichkeiten des Palatins. Zwar sei das Palatin optisch sehr modern, was für die Stammgäste die schon seit Jahrzehnten auf den Ball gehen recht ungewohnt ist, doch gäbe es auch viele Vorteile bei dieser Location.

Auf Grund von mehrjährigen Bauarbeiten konnte die Heidelberger Stadthalle nicht weiter genutzt werden. Das Heidelberger Schloss, in dessen Räumen der Ball in der Vergangenheit auch schon veranstaltet wurde, biete nicht ausreichend Kapazitäten, um einen solchen Event kostendeckend durchzuführen, so der Veranstalter.

Das Altwieslocher Prinzenpaar

Das Altwieslocher Prinzenpaar

Rund 1.400 Besucher fanden sich in Wiesloch ein. Auf eine Wiederholung im nächsten Jahr darf man sich jetzt schon freuen.

Dem Fasching in Wiesloch tut dieser als Heidelberger Veranstaltung bekannte Faschingsball sicher gut, auch oder gerade weil die Wieslocher, so sagt man, eigentlich Faschingsmuffel sind. Der Zwischenstand unserer Umfrage bei Facebook bestätigt das auch. Jedoch nicht alle, so waren nicht wenige Wieslocher auf dem Ball.

Auch in Schatthausen gibt es Vampire. Der Meister Nosferatu wurde sicher in seinem Sarg vom Schloss zur modernen Burg Palatin transportiert.

Meister Nosferatu aus Schatthausen und seine ergebenen

Meister Nosferatu aus Schatthausen und seine ergebenen und verfallenen

Das Altwieslocher Prinzenpaar und Stefan Wolter von der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiss waren sozusagen als Vertreter für den Karneval in Wiesloch erschienen. Auch Stadtrat Michael Wanner ließ es sich nicht nehmen dem blutigen Spektakel beizuwohnen und seinen Blutdurst zu stillen.

Stefan Wolter und Michael Wanner

Stefan Wolter und Michael Wanner

Auch einige schaulustige Wieslocher Familien waren gekommen, um von Außen einen Blick auf das Geschehen zu werfen und die kostümierten und geschminkten Ballbesucher zu bestaunen.

Im Außenbereich könnte man auch diesen Zuschauern ohne Eintrittskarte etwas bieten. Der rote Teppich könnte etwas länger sein, der Einmarsch der Ballbesucher somit etwas spektakulärer.

Ein Hollywood-Red-Carpet-Feeling wäre eine wünschenswerte Steigerung. Den Innenbereich etwas düsterer gestalten. Ansonsten gibt es nichts zu kritisieren was man im kommenden Jahr nicht verbessern könnte.

Fazit: Wiesloch darf sich freuen eine solche Kult-Kulturveranstaltung zu Gast zuhaben. Den Veranstaltern darf man gratulieren zur erfolgreichen Bluttaufe.

Große Fotostrecke Ball der Vampire 2020:

(Fotos auch online bei https://www.facebook.com/RPpressefotografie)

Der menschliche Geist ist ein kreativer Geist, der sich gewissermaßen auch eine eigene Wirklichkeit schafft.

Der Vampir ein totes Wesen was sich vom Leben Energie saugt – durch das Blut. Das zentrale Element ist das Energie saugen von einem lebendigen Organismus, eines Wesens sei es ein Mensch oder ein Tier.

Symbolisch spielt das Blut eine zentrale Rolle im Vampirismus, es ist eine ganz besondere Flüssigkeit. Der Lebenssaft, die Lebenskraft jedoch auch der Träger von Genetik. Auch in den Weltreligionen spielt Blut eine wichtige Rolle, das Blut Jesu beispielsweise.

Das Wort Vampir stammt aus dem serbischen. Aus dem slavischen Sprachgebrauch verbreitete sich der Begriff über Europa. Die Serben kennen die Begriffe vampir, lampir, lapir, upir und upirina.

Die Idee des Wiedergängers, also dem der aus der Reich der Toten zurück in das Leben kommt, mag wohl so alt sein wie die Menschheit selbst.

Viele Kulturen in verschiedenen Varianten kennen den Vampirismus. Im 18. Jahrhundert wurden Vampir-Epidemien im Balkan berichtet. Der vom Vampirmythos abgeleitete Vampirismus geht auf den Aberglauben zurück, dass das Trinken von Blut, als Essenz des Lebens, lebenspendend sei.

Bekannt ist in diesem Zusammenhang die als „Blutgräfin“ berüchtigte Erzsébet Báthory (Elisabeth Bathory), die aus einer sehr einflussreichen ungarischen Adelsfamilie stammte.

Sie soll nach dem Tod ihres Ehemannes im Blut von über sechshundert durch Versprechen auf ihr Schloss gelockten jungfräulichen Dienstmädchen gebadet haben, um sich jung zu halten. Diese Frau fand Vergnügen junge Mädchen zu demütigen, zu quälen, zu töten – langsam töten, das alles auch immer verbunden mit einer sexuellen Energie.

Eine erotische Note macht den modernen Vampir aus, die Verführung und der Biss in den Hals. Im Gegensatz zum alten Vampirbild das vor allem von dem wildem dämonischen geprägt war.

Seit der Schriftsteller Bram Stoker (1847-1912) „Dracula“ zum Vater aller Vampire gemacht hat, ist dieser Synonym für das unbeschreibliche Grauen.

„Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1922 von Friedrich Wilhelm Murnau. Der Stummfilm ist eine – nicht autorisierte – Adaption von Bram Stokers Roman Dracula und erzählt die Geschichte des Grafen Orlok (Nosferatu), eines Vampirs aus den Karpaten, welcher in Liebe zur schönen Ellen entbrennt und Schrecken über ihre Heimatstadt Wisborg bringt. Nosferatu gilt als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms und übte mit seiner visuellen Gestaltung einen sehr großen Einfluss auf das Genre aus.

Video: „Ball der Vampire“ mit „Me & the Heat“

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Filmtipp:

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Weiterführende Informationen zu Vampirismus:

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I’ll protect you from the hooded claw
Keep the vampires from your door
#thepoweroflove
 
Text, Fotos und Videos: Robert Pastor
 

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Veröffentlicht am 24. Februar 2020, 12:40
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