Walldorf: Ehrung der oftmaligen Blutspender

„Sie alle sind Lebensretter“, sagte der Walldorfer Bürgermeister Matthias Renschler in seiner Laudatio auf die oftmaligen Blutspender der Stadt, die jetzt im Rathaus ausgezeichnet wurden. Sie alle hätten mit ihrem wertvollen Blut anderen Menschen geholfen und Leben gerettet, das zudem anonym getan und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. „Sie haben Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft bewiesen, ohne Ihre Blutspenden wäre unser medizinisches System nicht zu erhalten.“
Mit „Des Menschen Leben lebt im Blut“ zitierte der Bürgermeister Johann Wolfgang von Goethe und wies darauf hin, dass die Forschung seit längerer Zeit vergeblich daran arbeitet, einen künstlichen Ersatz für Blut zu finden. Deshalb bleibe die Blutspende unersetzlich, jeder Beitrag sei „eine enorme Leistung“, so Renschler. „Ich würde mich freuen, wenn Sie der Blutspende die Treue halten“, appellierte der Bürgermeister an die Blutspender.

Ein großes Dankeschön von Matthias Renschler ging ans Deutsche Rote Kreuz (DRK), „insbesondere an den Ortsverband Walldorf, der auch in anderen Bereichen tolle Arbeit leistet“. Die Ehrenamtlichen seien immer zur Stelle, wenn man sie brauche, „ganz herzlichen Dank dafür“. Für den DRK-Ortsverband wohnten der Vorsitzende Thorsten Antritter und Thorsten Bruckmeier, stellvertretender Bereitschaftsleiter und stellvertretender Vorsitzender, der Ehrung bei.
Antritter freute sich über die Bereitschaft der Geehrten, „etwas für die Gesellschaft zu tun und als Vorbild zu wirken“. Er sagte: „Ihre Mitmenschlichkeit praktizieren Sie mit dem Blut, das Sie spenden.“ Dafür gelte allen Blutspendern der Dank des Ortsverbands.
Darüber hinaus dankte der Vorsitzende allen Mitgliedern und ehrenamtlichen Helfern, ohne die „gar nichts“ gehe.

Geehrt wurden mit Urkunde, Ehrennadel und Präsent für 75-maliges Blutspenden: Thomas Graef und Roland Schreier; für 50-maliges Blutspenden: Rainer Kempf und Uwe Lackner; für 25-maliges Blutspenden: Frank Back, Mona Back, Ilse Heger und Andrea Schneider; für zehnmaliges Blutspenden: Zahide Camtosun, Andre Fischer, Heike Hornig, Christine Ingerfurth-Koln, Andrea Klemm, Katharina Minack, Bernd Neugebauer und Claudia Schneider.

Nach der Ehrung gab es bei Laugenstangen, Sekt und Orangensaft noch die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Viermal im Jahr finden in Walldorf Blutspendentermine statt, besucht werden sie üblicherweise von etwa 170 bis 220 Spendern. Laut dem DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen werden in Deutschland jeden Tag über 15.000 Blutspenden für die medizinische Versorgung benötigt. Auch das perfekteste medizinische Versorgungssystem ist bei schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Krankheiten ohne Blut nicht funktionsfähig. Viele Operationen, Transplantationen und die Behandlung von Patienten mit bösartigen Tumoren sind nur dank Blutspenden und moderner Transfusionsmedizin möglich.
Jeder Mensch kann innerhalb seines Lebens in Situationen kommen, in welchen er auf eine Blutspende angewiesen ist. Deshalb ist es wichtig, dass immer ausreichend Blutkonserven zur Verfügung stehen.
Statistisch gesehen wird laut DRK das meiste Blut zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Sport- und Verkehrsunfälle.

 

Bürgermeister Matthias Renschler (li.) mit Thorsten Bruckmeier (2.v.li.) und Thorsten Antritter (re.) vom DRK-Ortsverband und allen geehrten Blutspendern.

 

Text: Stadt Walldorf
Foto: Helmut Pfeifer

 

 

Veröffentlicht am 1. Dezember 2022, 06:00
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