Vorwort:
Die Zahl der Toten nach Staaten im Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1939* bis 1945 führt in der Statistik die Sowjetunion mit ca. 24. Millionen Toten an. Davon 9,75 Millionen Soltaten und 14.250.000 zivile Opfer. An der zweiten Stelle steht China mit ca. 20.000.000 Toten, davon ca. 3.500.000 Soldaten und 16.500.000 zivile Opfer.
Auf Platz 3 der Statistik zu den Opferzahlen des 2. Weltkrieges steht das, wie manche heute noch sagen, Tätervolk. Der Schuldige am Zweiten Weltkrieg, d.h. Deutschland. Durch diesen Krieg starben 7,5 Millionen Deutsche, davon 5.533.000 Soldaten und 2.167.000 zivile Opfer.
Für die durch direkte Kriegseinwirkung Getöteten werden Schätzungen von 60 bis 65 Millionen angegeben. Die Schätzungen, welche Verbrechen und Kriegsfolgen einbeziehen, reichen bis zu 80 Millionen. Das muss man sich mal vorstellen: 80.000.000 Menschen alleine im Zweiten Weltkrieg. In 41 Ländern der Erde starben Menschen aufgrund dieses Krieges.
Vor allem wegen der von Deutschen geplanten und ausgeführten Massenverbrechen an der Zivilbevölkerung starben im Kriegsverlauf zwischen 24 und 40 Millionen Bewohner der Sowjetunion. Dieser Krieg gilt wegen seiner verbrecherischen Ziele, Kriegsführung und Ergebnisse allgemein als der „ungeheuerlichste Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg, den die moderne Geschichte kennt“.
Nach 1945 bestand unter den Völkern Europas und der Welt sowie auch insbesondere unter der Bevölkerung in Deutschland Konsens: „Nie wieder Krieg!“.
Berichterstattung zum Volkstrauertag:
Als Ausländer in Deutschland betrachtet man die Deutschen mit großer Aufmerksamkeit, speziell bezüglich ihrer Erinnerungskultur und der Vergangenheitsbewältigung.
Man hört auf ihre Worte und misst sie an ihren Taten. So standen am vergangenen Sonntag auch einige Vertreter verschiedenster Nationalitäten am Rande der städtischen Gedenkveranstaltung zum diesjährigen Volkstrauertag im Wieslocher Hauptfriedhof und lauschten aufmerksam.
(Eine Anmerkung am Rande: Leider wurde die vorhandene Lautsprecheranlage nicht eingesetzt, was zum Nachteil derjenigen war, die nicht so gut Deutsch verstehen und so noch genauer hinhören mussten. Nächsten Mal bitte mit Mikrofon und Lautsprecher!)
Offizieller Teil der Veranstaltung
Neben Herrn Oberbürgermeister Dirk Elkemann richtete Frau Judith Maier-Ortseifen als kirchliche Vertreterin einige Worte an die Zuhörer.
Ein Text der Totenehrung wurde von einer Wieslocher Jugendgemeinderätin vorgetragen.
Auch ein Bundeswehrsoldat war erschienen. Er blieb jedoch nur stiller Beobachter des Volkstrauertages.
Eine stille Beobachterin war auch eine ältere Dame, die aus China stammt. Mit ihrem Mann und dem Enkelkind machte sie einen Spaziergang über den Friedhof und kam so rein zufällig zur Gedenkveranstaltung.
Der Oberbürgermeister der Stadt Wiesloch äußerte seine Meinung. Er thematisierte einige Kriege auf der Welt.
OB Elkemann erzählte auch von seiner Begegnung mit den beiden Wieslocher Holocaustüberlebenden, die vor Kurzem Wiesloch besuchten.
Beim Volkstrauertag in Wiesloch waren nun auch ehemalige deutsche NS-Soldaten anwesend. Sogenannte Kriegsrückkehrer. So auch Helmut Bergdolt, er wurde 1944 im Alter von 15 Jahren zur Luftwaffe eingezogen. Ab Januar 1945 war er dann im Einsatz als Infanterist bei der Wehrmacht. Im Mai 1945 kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
„Nie wieder Krieg“ hieß es nach 1945 in Deutschland. Seit 1992 bzw. 1999 beteiligt sich die deutsche Bundeswehr wieder an Auslandseinsätzen.
„Im Jahr 2021 wurden 26 Soldatinnen und Soldaten in der Ausübung des Dienstes getötet, im Jahr 2020 waren es 16 Soldaten.“ berichten offizielle Quellen wie Statista.
Seit 1992 kamen bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr 116 Bundeswehrangehörige (Soldaten) nach Angaben der Bundeswehr (Stand Juli 2022) ums Leben.
Und so kann, traurigerweise, der Volkstrauertag heute auch im Gedenken an die bei Einsätzen gefallenen Bundeswehrsoldaten begangen werden.
Auf einem weiteren Kriegerehrenmal finden sich die Worte: „Den Heldentod für das Vaterland im Weltkrieg 1914-1918 starben:“ nachfolgend sind die Namen der gefallenen Soldaten aufgeführt.
In den Stadtteilen – Altwiesloch, Baiertal und Schatthausen:
Trotz fehlender Ankündigung seitens der Stadt wurde auch in Altwiesloch ein Kranz zum Gedenken der hiesigen Opfer der Kriege niedergelegt.
Die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag im Stadtteil Schatthausen fanden vor der evangelischen Kirche in Schatthausen statt. Unter Mitwirkung des Posaunenchors wurden Gedenkreden von Ortsvorsteher Lutz Römmer und Reiner Rösch vom VdK Ortsverband Schatthausen gehalten. Ein Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde sprach ein Friedensgebet. Anschließend wurden auch in Schatthausen die Kränze niedergelegt.
In Deutschland werden am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus sowie am Volkstrauertag die Flaggen auf halbmast gesetzt. In Wiesloch hat man das teilweise wohl einfach vergessen.
Weitere Impressionen vom Volkstrauertag:
P.S. „Selig sind, die Frieden stiften“ .
Quellen und weiterführende Informationen:
Todesfälle der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen
Statistische Zahlen:

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