Überraschende Entwicklung im Lizenzierungsverfahren

Sandhausen (pm/sim/zg). Der Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes hat im Rahmen der Prüfung der Bedingungserfüllung einstimmig entschieden, dass der MSV Duisburg den Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit für die Saison 2013/14 zum Stichtag 23. Mai 2013, 15.30 Uhr, nicht erbracht hat. Daher kann dem Club keine Lizenz für die 2. Bundesliga erteilt werden. Diese Entscheidung ist verbandsintern endgültig. Der MSV Duisburg hat nun noch die Möglichkeit, innerhalb einer Woche nach Zustellung der schriftlichen Entscheidung das ständige Schiedsgericht anzurufen. Sobald die Entscheidung rechtskräftig ist, würde der SV Sandhausen als 17. der 2. Bundesliga der Saison 2012/13 nicht absteigen und in der Liga verbleiben.

Alle anderen Bewerber, die sich sportlich für die Bundesliga und 2. Bundesliga qualifiziert haben, erhalten die Lizenz. Jene Clubs, die im ersten Teil des Lizenzierungsverfahrens mit Bedingungen belegt wurden, haben diese erfüllt. Der Erhalt einer Bedingung bedeutet: Der Club erhält die Spielberechtigung erst, wenn bestimmte Vorgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt vor der Saison erfüllt worden sind. Im Gegensatz dazu wird bei Auflagen festgelegt, welche Vorgaben nach erhaltener Spielberechtigung während der Saison zu erfüllen sind.

„Diese Entscheidung kam für uns alle am Mittwochabend überraschend“, erklärt der Geschäftsführer des SV Sandhausen, Otmar Schork, wobei er sich noch nicht als Zweitligist fühlt, „denn endgültig ist noch nichts. Zunächst müssen wir abwarten ob der MSV Duisburg das Schiedsgericht anruft und wenn ja, wie dieses Gremium dann abschließend entscheidet“. Für Otmar Schork ist natürlich klar, „dass wir ab sofort zweigleisig planen werden, denn bis zum eventuellen Schiedsgerichtsurteil bleibt es eine Hängepartie“. In einem ist man sich im gesamten Umfeld des SV Sandhausen einig: Sollte der Verbleib in der zweiten Liga doch noch möglich sein, so wäre es ein kleiner Ausgleich für das viele Pech, das der sportliche Auf- und sofortige Absteiger in seiner ersten Profisaison durch übermäßige Verletzungsausfälle aber auch durch äußerst unglückliche Resultate, erlebte.

Im Hardtwald heißt es jetzt zunächst einmal abwarten, denn ob in der Punkterunde 2013/14 in der zweiten Bundesliga oder dritten Liga gespielt wird, liegt zumindest in den nächsten Tagen in Händen anderer.

Quelle: SV Sandhausen

Veröffentlicht am 31. Mai 2013, 09:00
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