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Für mich ist das mein Traumjob

2. November 2023 | Leitartikel, Malsch, Photo Gallery

Malschs Bürgermeister Tobias Greulich ist seit einem Jahr im Amt und zieht eine erste Bilanz

Malsch. Seit genau einem Jahr ist Tobias Greulich, der sich bei der Bürgermeisterwahl am 25. September 2022 mit fast 58 Prozent direkt im ersten Wahlgang gegen fünf Mitbewerber klar durchsetzte und als Bürgermeister von Malsch am 2. November 2022 seinen ersten Arbeitstag hatte, im Amt. Wer sich mit dem 33-jährigen Rathauschef unterhält, der merkt, dass dieser im Weinort angekommen ist, „mittendrin statt nur dabei“ bringt es sicherlich auf den Punkt.

„Für mich ist das mein Traumjob“, strahlt der junge Familienvater, „in einer solch schönen und lebenswerten Gemeinde Bürgermeister sein zu dürfen, das ist wirklich etwas ganz Besonderes.“ Und weiter: „Meine Arbeit macht mir großen Spaß und auf das Thema Bürgernähe lege ich großen Wert. Die Bürgerinnen und Bürger von Malsch sind herzlich und offen. Ich versuche, alle Termine beispielsweise bei den Vereinen selbst wahrzunehmen, was bei mehr als 50 Vereinen allerdings leider nicht immer möglich ist. Aber auch, wenn einer meiner Bürgermeisterstellvertreter, denen ich herzlich für ihr großes Engagement danke, für mich einen Termin wahrnimmt, versuche ich dennoch, zumindest kurz persönlich vorbeizuschauen. Das Ehrenamt und die Vereine sind große Säulen unserer Gemeinde und haben die entsprechende Wertschätzung seitens der Verwaltung verdient.“

Ebenso wichtig sei es für ihn, Anliegen von Bürgern effektiv und zügig zu bearbeiten: „Natürlich muss geprüft werden und es kann auch nicht immer allem zugestimmt werden. Aber ich bin nicht derjenige, der Probleme sucht, sondern der Lösungen erarbeitet und anbietet.“

Ein Jahr im Amt: Tobias Greulich

Bereits in seinem Bürgermeisterwahlkampf habe er darauf hingewiesen, dass es für Malsch existenziell sei, sowohl die Innen- als auch die Außenentwicklung weiter voranzutreiben. Gefreut habe er sich, dass mit dem Sanierungsgebiet Ortsmitte IV die Gemeinde vom Land Baden-Württemberg einen Zuschuss in Höhe von 600.000 Euro erhalten habe: „Das ist für unseren Ortskern eine sehr wichtige Maßnahme. Die Innenentwicklung muss für die Bürger attraktiv gestaltet werden.“

Weitergekommen, wenn auch noch nicht am Ziel sei man auch mit Blick auf das ehemalige Creatongelände mit der Entwicklung des Gewerbegebiets. Greulich: „Seit Jahren herrschte hier Stillstand und wir haben jetzt die Chance, uns für die nächsten 30 Jahre hier zu positionieren. Diese Fläche ist für uns sehr wichtig, auch bezüglich der Gewerbesteuer und der Schaffung von Arbeitsplätzen.“

Arbeitsplätze gibt es auch in der Gemeindeverwaltung, derzeit sind von den elf vorhandenen Stellen nur neun besetzt, nur wenige Mitarbeiter sind ganztags tätig. „Es kommt nicht selten vor, dass ich die Rathaustür nachmittags selbst aufmache, wenn es klingelt, weil gerade niemand anders da ist. Aber an diesen Anblick haben sich die Bürger schon gewöhnt“, lacht Greulich. Um die vielen Projekte, vor denen Malsch stehe und die er auch initiiere, bewältigen zu können, sei auch entscheidend, Fachkräfte für das Rathaus zu gewinnen, „um über die entsprechende Manpower zu verfügen.“

Ein weiteres Schwerpunktthema ist für das Gemeindeoberhaupt das Thema Digitalisierung, ob bezüglich der Verwaltung oder der Grundschule. „In der Verwaltung haben wir hier enormen Nachholbedarf, weder das Dokumenten- noch das Ratsinformationssystem ist digital. Bis Ende nächsten Jahres möchte ich das erfolgreich abgeschlossen haben“, so Greulich. Mit der Schulrektorin arbeite er nicht nur beim Thema Digitalisierung eng und bestens zusammen. Beide eint ferner unter anderem das gemeinsam gesetzte Ziel, dass jedes Kind, das die Malscher Letzenbergschule verlässt, auch schwimmen kann. „Demzufolge ist auch das Lehrschwimmbecken von entsprechender Bedeutung“, sagte Greulich.

Wohnraum für junge Familien zu schaffen, sei ebenfalls für die Zukunftsfähigkeit des Weinorts entscheidend und ein „ganz großes Thema“: „Die Gemeinde kann hier selbst leider gar nichts anbieten. Wenn wir uns heute für ein neues Baugebiet entscheiden, dann wird dort auch erst in vier oder fünf Jahren gebaut werden können. Unsere Einwohnerzahl sinkt weiter und ohne junge Familien bricht die Einkommensteuer ein. Im November wird sich der Gemeinderat im Rahmen einer Klausurtagung mit der Thematik `Bevölkerungszuwachs und Baugebiete´ intensiv beschäftigen.“

Das Fundament aller Planungen und Aktivitäten seitens der Gemeinde seien die Finanzen. „Auf dem Papier steht Malsch gut da, aber angesichts dessen, was unsere Gemeinde zu unterhalten hat, stehen wir unter einem enormen Kostendruck. Derzeit wird zudem über eine Erhöhung der Kreisumlage diskutiert. Für Malsch würde das aktuell eine sechsstellige Summe an jährlichen Mehrkosten bedeuten“, so der Bürgermeister. Sein Appell: „Man darf weder die Familien überlasten noch die Kommunen.“ Wenn es in Berlin möglich sei, Kita und Kindertagespflege für alle Kinder kostenfrei anzubieten, dann müsse das auch in Baden-Württemberg machbar sein. Weiter gelte es, die ärztliche Versorgung im Ort zu sichern und nach Möglichkeit um eine Apotheke zu ergänzen. 

Auch die Stärkung des Einzelhandels und die stetige Suche nach Fördermöglichkeiten und Zuschüssen hat Tobias Greulich auf seiner Agenda stehen. „Unsere beiden Waldsofas am Letzenberg und am Aussichtspunkt `Ruhende Kraft´ wurden zu 80 Prozent durch das Regionalentwicklungsprogramm LEADER gefördert. Für uns eine kleine Investition, aber mit großem Nutzen für unsere Bevölkerung und natürlich auch den Tourismus.“

www.malsch.de

(Text/Foto: Matthias Busse)

Aus dem Archiv:

Bürgermeisterkandidat Tobias Greulich: Informationsgespräche in der Grundschule und im Letzenberg Tierpark / Teilnahme am Feldgottesdienst auf dem Sommerfest der Vogelfreunde

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