SVS Spielbericht gegen Braunschweig

Eintracht wankte – fiel aber nicht / 30 starke Minuten

Braunschweig (sim). Es bleibt dabei: Der SV Sandhausen kann gegen Eintracht Braunschweig nicht gewinnen. Bislang gab es acht direkte Duelle und dabei holte der Spitzenreiter der zweiten Bundesliga 20 von 24 Punkten. Die Gäste müssen sich mit zwei Remis begnügen. Beim ersten Aufeinandertreffen im Profibereich gewannen die Gelb-Blauen im Stadion an der Hamburger Strasse mit 2:1 (1:0), wobei Dominik Kumbela den Aufsteiger im Alleingang „erköpfte bzw erschoss“. Der Kongolese markierte seine Saisontreffer drei (45.) und vier (50.). Die Eintracht ist seit nunmehr 16 Ligaspielen ungeschlagen, sodass die Rückkehr in die Bundesliga nach 28 Jahren einen Schritt näher gekommen ist. Der SV Sandhausen dagegen wartet in neuer Umgebung auf fremden Plätzen weiter auf das erste Erfolgserlebnis. Eine Stunde lang beherrschten die Gastgeber die Szenerie, gaben den Ton an, erspielten sich auch gute Einschussmöglichkeiten, vergaßen jedoch daraus einen beruhigenden Vorsprung zu erzielen. So stand es „nur“ 2:0 und als Frank Löning mit seinem ersten Ballkontakt sofort der Anschlusstreffer markierte (62.), wankte der Spitzenreiter. Aber 30 Minuten eine starke Leistung reichen eben nicht aus, um auf fremdem Terrain etwas zu holen. Der Pfälzer Torsten Lieberknecht, seit 2008 Trainer bei den Niedersachsen, war denn auch froh, „dass wir nicht gefallen sind“, um zu ergänzen: „Nach dem Anschlusstreffer war es ein Kraftakt, nach einer guten ersten Hälfte mit klarer Dominanz“. Nur Komplimente kann dagegen Gerd Dais fast nicht mehr hören: „Was nützt uns das alles, wenn die Punkte fehlen. Allerdings hatten die ersten 45 Minuten unsererseits mit der zweiten Bundesliga nichts zu tun. Es war ein Wahnsinn. Kein Zweikampf-Verhalten, viele Fehlpässe und in der Offensive überhaupt nichts zu sehen“. Die Spielstatistik hält nichts hinter dem Berg: Braunschweig hatte insgesamt 62 Prozent der Zweikämpfe gewonnen, die Gäste nur 38 Prozent. Deutlich auch das Verhältnis bei den Torschüssen: 22 zu 8 für die Platzherren. „Die letzte halbe Stunde hat gezeigt, was möglich gewesen wäre, wenn für anstatt 30 die gesamten 90 Minuten auf dem Platz gestanden hätten“. Jetzt hofft der Trainer, dass gegen die Berliner Hertha die anderen 2/3 der Spielzeit hinzukommen. Der Spitzenreiter begann wie die „Feuerwehr“, setzte den Neuling ständig unter Druck, sodass die Bälle entweder knapp neben dem Kasten vorbeizischten oder von Daniel Ischdonat entschärft wurden. Der SV-Keeper zog sich allerdings den Unmut der Eintrachtfans von Beginn an wegen „Zeitspiel“ zu, wofür er auch die einzige gelbe Karte (33.) sah. Nach dem die Drangperiode überstanden war, dann besonders ärgerlich für Führung der Hausherren. Sandhausen hatte einen Freistoß, den Torwart Davari abfing und mit einem weiten Abschlag Korte zum Flanken brachte. Dominik Kumbela konnte aus fünf Meter in der Nachspielzeit ungehindert einköpfen. Zuerst stand Achenbach und dann Pischorn vom Gegner weg. „Es hätte aber auch 3 oder 4:0 stehen können“, machte sich Gerd Dais vor seiner Kabinenpredigt nichts vor. Fünf Minuten nach Wiederbeginn schienen alle Fälle davon zu schwimmen. Schauerte verursachte einen Eckball, den Vrancic trat und aus dem Gewühl heraus machte Kumbela seinen zweiten Treffer. Nach einer Stunde dann noch fast die Wende der Begegnung. Ein weiter Freistoß von Achenbach nutzte Frank Löning mit seinem ersten Ballkontakt zum Anschlusstreffer. Er war noch keine Minute für den erneut verletzten Riemann gekommen. Zwar hatte Sandhausen einige brandgefährliche Konter zu überstehen (darunter auch ein Lapsus von Ischdonat, den Kumbela kläglich vergab), doch für den Spitzenreiter kam der Schlusspfiff des Unparteiischen wie eine Erlösung, nach dem zuvor die Pfeife bei einem Schubser von Bohl gegen Nico Klotz (Folge Freistoß und Rot) still blieb. Eintracht Braunschweig: Davari; Bohl, Bicakcic, Dogan, Reichel; Damir Vrancic, Theuerkauf; Korte (75. Erwig-Drüppel), Boland (76. Ademi), Kumbela (88. Merkle), Kruppke. SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Morena, Achenbach; Fießer (79. Danneberg), Tüting; Klotz, Ulm (62. Wooten), Riemann (61. Löning); Onuegbu. Tore: 1:0 (45.) Kumbela, 2:0 (50.) Kumbela, 2:1 (62.) Löning, Zuschauer: 18.900, Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock), gelbe Karte: Ischdonat.

Spielstatistik der Partie Braunschweig – Sandhausen

Torschüsse 22 Eintracht und 8 SVS Ballbesitz 52 % Eintracht und 48 % SVS

Zweikämpfe gewonnen 62 % Eintracht und 38 % SVS

Ecken 7 Eintracht und 2 SVS Abseits 4 Eintracht und 1 SVS

Torschüsse 7 Kumbela (Eintracht) und 3 Tüting (SVS)

Torschussvorlagen 5 Vrancic (Entracht) und 2 Achenbach (SVS) Ballkontakte 88 Vrancic (Eintracht) und 71 Schauerte (SVS)

Zweikämpfe gewonnen 90 % Bicakcic (Eintracht) u. 63 % Pischorn (SVS) Flanken 5 Boland (Eintracht) und 1 Fießer (SVS).

Veröffentlicht am 4. November 2012, 18:24
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