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Stadt Walldorf: Förderprogramm Starkregenschutz wird ausgeweitet

15. Juli 2026 | > Walldorf, Allgemeines, CDU Walldorf, Das Neueste, Die Grünen Walldorf, FDP Walldorf, Gemeinderat Walldorf, Politik, SPD Walldorf

Das Förderprogramm Starkregen wurden nach dem schweren Unwetter Ende August 2022 ins Leben gerufen. 

 

Zuschüsse neben Beratung jetzt auch für kleinere Maßnahmen

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig das neu strukturierte Förderprogramm Starkregen- und Hochwasserschutz beschlossen. „Die Beratungsförderung bleibt bestehen“, sagte Alena Müller, Fachbereichsleiterin Ordnung und Umwelt, zu den Änderungen. „Wir schlagen vor, zusätzlich einfache Schutzmaßnahmen aufzunehmen.“ Damit reagiert die Stadt auf die bisher vergleichsweise geringe Nachfrage und möchte das Programm attraktiver gestalten. Ziel ist, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine dabei zu unterstützen, sich besser gegen die Folgen extremer Wetterereignisse zu wappnen. 

Das Förderprogramm war aus der Taufe gehoben worden, nachdem bei einem schweren Unwetter Ende August 2022 innerhalb weniger Stunden zahlreiche Gebäude, Straßen und Tiefgaragen überflutet wurden und rund 260 Feuerwehreinsätze anfielen. Es war auf Beratungen zum Starkregen- und Hochwasserschutz beschränkt, wurde allerdings bis heute nur fünfmal in Anspruch genommen. Nach Einschätzung der Verwaltung lag ein Grund dafür darin, dass zwar die Beratung gefördert wurde, nicht aber die anschließende Umsetzung konkreter Schutzmaßnahmen.

Das neue Programm setzt deshalb breiter an und umfasst drei Förderbereiche: Bezuschusst werden künftig fachliche Beratungen zum Starkregen- und Hochwasserschutz mit bis zu 500 Euro, kleine bauliche Schutzmaßnahmen mit 25 Prozent der Kosten bis maximal 1000 Euro sowie Objekt- und Notfallplanungen für Unternehmen und Vereine in gefährdeter Lage zu 100 Prozent mit bis zu 500 Euro. Damit will die Stadt einen stärkeren Anreiz schaffen, Vorsorgemaßnahmen nicht nur zu planen, sondern auch tatsächlich umzusetzen. Neben der Stärkung der Eigenvorsorge und einem geringeren Schadensrisiko erhofft man sich im Ernstfall eine spürbare Entlastung für Feuerwehr und Verwaltung. Jedes besser geschützte Gebäude könne daher künftig helfen, Einsätze und Folgeschäden zu reduzieren. Für das Jahr 2027 werden im städtischen Haushalt 15.000 Euro für das Programm eingestellt.

Für Katrin Siebold (CDU) ist die neue Struktur des Förderprogramms „der richtige Weg“. Das schaffe Anreize, etwas zur Vorsorge zu tun. „Jeder Euro, der in die Prävention investiert wird, kann ein Vielfaches an Folgeschäden vermeiden“, sagte sie.
Dass das bisherige Förderprogramm nur fünfmal in Anspruch genommen worden sei, so Lorenz Kachler (SPD), zeige den Handlungsbedarf. „Es ist richtig, nachzujustieren und den Bürgern unter die Arme zu greifen“, sagte er. Damit beweise Walldorf „echten Pioniergeist“. Kachler hob hervor, dass das Programm auch Vereinen und Unternehmen zugutekomme.
Auch für Paula Glogowski (FDP) ist es „folgerichtig, das Förderprogramm weiterzuentwickeln“. Man fördere die Eigenvorsorge und entlaste die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. „Wir hoffen, dass es künftig häufiger in Anspruch genommen wird“, sagte sie. 
Wilfried Weisbrod begrüßte für Bündnis 90/Die Grünen die Neustrukturierung und konnte den Zuschüssen für kleinere Maßnahmen zustimmen. Gehe es dagegen an größere Maßnahmen seien „die Leute selbst für einen gewissen Objektschutz verantwortlich“, erklärte er.
„Es ist sinnvoll, die bestehende Richtlinie weiterzuentwickeln“, meinte Mihriban Gönenç (Zusammen für Walldorf). Indem man nun auch Schutzmaßnahmen fördere, werde die Eigenvorsorge unterstützt.

 

Text und Archivfoto: Stadt Walldorf

 

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