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Saruskranich neu im Zoo Heidelberg

25. Februar 2026 | Leitartikel, Zoo Heidelberg

Saruskranich

Der größte flugfähige Vogel der Welt: Saruskranich neu im Zoo Heidelberg

Saruskraniche zählen mit einer Körperhöhe von etwa 1,70 m nicht nur zu den größten Kranicharten, sondern sind auch die größten flugfähigen Vögel weltweit. Die monogamen Tiere leben vorwiegend in Feuchtgebieten wie Sümpfen und brüten im flachen Wasser. Aufgrund des zunehmenden Schwunds ihrer Lebensräume gelten sie als gefährdet. Seit Kurzem können Besucher einen jungen Saruskranich im Zoo Heidelberg bestaunen und die Entwicklung des Vogels aus nächster Nähe verfolgen.

Am Donnerstagnachmittag war das Zoo-Team gespannt auf die Ankunft von Kurator Joshua Förg und der Auszubildenden Leila Gerhardt, die einen ganz besonderen Neuzugang aus dem Zoo Neuwied brachten. Der junge, männliche Saruskranich war dort im vergangenen Jahr geschlüpft und kommt auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Heidelberg, das vom Zoo Karlsruhe koordiniert wird. „Perspektivisch wird noch ein weibliches Tier zu uns kommen, um eine mögliche Zucht zu ermöglichen“, erklärt Förg. Ziel ist es, den Bestand in menschlicher Obhut zu stabilisieren – ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz neben der Wiederherstellung natürlicher Feuchtgebiete.

Saruskraniche erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 2,80 m und sind in Südostasien bis Nordaustralien verbreitet. In Indien gelten sie als heilig und sind tief in Kultur und Mythologie verwurzelt. Auffällig ist die rote Färbung des Kopfes und oberen Halses bei erwachsenen Vögeln, während Jungtiere wie der neue Bewohner in Heidelberg noch hellbraun gefärbt sind. Besucher können den Vogel auf der Anlage am Geysirsee beobachten und verfolgen, wie sich das Gefieder mit der Zeit verändert.

Der Saruskranich symbolisiert viele Tierarten, die auf feuchte Lebensräume angewiesen sind. Um auf den Schutz dieser bedrohten Ökosysteme aufmerksam zu machen, beteiligt sich der Zoo Heidelberg an der internationalen Naturschutzkampagne „Wetlands for Life“. Die Initiative der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) macht auf Moore, Sümpfe, Auen und Teiche als wichtige Lebensräume für zahlreiche Tierarten aufmerksam.

Bildnachweis: Das im Zusammenhang mit dieser Pressemeldung bereitgestellte Bildmaterial ist ausschließlich zur Verwendung im entsprechenden Kontext bestimmt. Jede weitere Nutzung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung der Tiergarten Heidelberg gGmbH.

Foto: Der Kranich ist gut in Heidelberg angekommen. (Foto: Zoo Heidelberg)

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