„Wir brauchen einen langen Atem“: SV Sandhausen erwartet den VfR Aalen
Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Kickers Offenbach steht für den SV Sandhausen die nächste Herausforderung an, indem sie einen langen Atem brauchen. Am Samstag, 24. Oktober, empfangen die Schwarz-Weißen den Aufsteiger VfR Aalen zum 13. Spieltag der Regionalliga Südwest. Anpfiff im Stadion am Hardtwald ist um 14 Uhr. Cheftrainer Markus Kauczinski warnt vor der Qualität des Gegners, zeigt sich mit der Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden und gibt Einblicke in die personelle Situation.
Kauczinski warnt vor selbstbewusstem Aufsteiger
Der SV Sandhausen geht mit Rückenwind in das nächste Heimspiel. Nach dem Erfolg gegen Kickers Offenbach wartet mit dem VfR Aalen allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. Kauczinski warnt davor, den Aufsteiger zu unterschätzen.
„Die sind richtig gut. Man darf sich überhaupt nicht davon blenden lassen, dass sie Aufsteiger sind“, betont der Cheftrainer. Aalen sei eine variable und eingespielte Mannschaft, die mit Ball überzeugenden Fußball spiele und mit viel Selbstbewusstsein auftrete. Der aktuelle Tabellenstand sei kein Zufall. Kauczinski traut dem VfR deshalb zu, auch weiterhin eine wichtige Rolle zu spielen.
Die Begegnung zählt für den Trainer zu den bislang schwierigsten Aufgaben der Saison. Gemeinsam mit Heilbronn-Freiberg gehöre Aalen zu den stärksten Gegnern, mit denen sich Sandhausen bisher messen musste. Um erfolgreich zu sein, müsse die eigene Mannschaft guten Fußball spielen und sich auf die Variabilität des Gegners einstellen. Zudem verfüge Aalen über mehrere Spieler, die jederzeit für Tore sorgen könnten.
Positive Entwicklung trotz Tabellenmittelfeld
Mit der bisherigen Arbeit seiner Mannschaft ist Kauczinski zufrieden. In seinen ersten sieben Spielen holte Sandhausen vier Siege und drei Unentschieden. Das entspricht einem Punkteschnitt von mehr als zwei Zählern pro Partie. Dennoch steht das Team weiterhin im Tabellenmittelfeld.
Für den Trainer ist das kein Grund zur Ungeduld. „Wir brauchen einen langen Atem“, erklärt Kauczinski. Er sei nicht nur mit den Ergebnissen zufrieden, sondern vor allem mit der sportlichen Entwicklung und der Einstellung seiner Spieler.
Besonders die tägliche Trainingsarbeit stimmt ihn positiv. Die Mannschaft nehme die Vorgaben an und setze diese um. Energie, Freude und Leidenschaft seien deutlich spürbar. Auch im Alltag habe sich inzwischen eine gute Atmosphäre entwickelt.
Marco Kehl-Gómez bleibt in der Dreierkette
Auch taktisch sieht Kauczinski seine Mannschaft auf einem guten Weg. Die Entscheidung, Marco Kehl-Gómez in der Dreierkette einzusetzen, habe sich aus seiner Sicht bewährt. Das positive Gefühl innerhalb des Teams spreche dafür, an dieser Lösung festzuhalten.
Darüber hinaus begründet der Trainer die Verpflichtung eines weiteren Spielers mit der personellen Situation im Mittelfeld. Mit Niklas Tarnat und Max Christiansen verfüge Sandhausen über zwei Spezialisten für das Zentrum. Ken Gipson sei zwar vielseitig einsetzbar, dahinter fehle jedoch ein weiterer ausgewiesener Spezialist. Da Yanis Outman und Leon Ampadu derzeit verletzt sind, habe der Verein sowohl kurz- als auch mittelfristig zusätzlichen Bedarf gesehen.
Florian Engelhardt als zusätzliche Option
Neuzugang Florian Engelhardt hat in seinen ersten Tagen einen guten Eindruck hinterlassen. Trotz seines jungen Alters bringe der Mittelfeldspieler bereits Erfahrung aus der 3. Liga mit. Kauczinski hebt insbesondere seine Spielstärke, seine technischen Fähigkeiten und seine Fähigkeit hervor, gute Lösungen am Ball zu finden.
„Die ersten Tage haben uns schon überzeugt, sodass wir froh sind, dass wir uns auf dieser Position breiter aufstellen können“, sagt der Trainer.
Für einen Einsatz über die gesamte Spielzeit sei Engelhardt allerdings noch nicht bereit. Er komme jedoch als Einwechselspieler infrage. Zunächst müsse er sich weiter mit der Mannschaft und den Abläufen vertraut machen.
Rückkehrer und offene Personalfragen
Personell gibt es beim SV Sandhausen einige positive Nachrichten. Niklas Tarnat kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. David Mamutovic, der zuletzt leicht angeschlagen war, hat wieder trainiert. Auch Felix Lohkemper ist einen Schritt weiter. Wer von beiden gegen Aalen in der Startelf stehen wird, soll sich am Freitag entscheiden. Einer der beiden werde beginnen, der andere voraussichtlich im Laufe der Partie zum Einsatz kommen.
Bei Maxi Wagner, der sich von einer Mandelentzündung erholt hat, ist noch offen, ob es bereits für einen Einsatz reicht. Er konnte zuletzt Teile des Mannschaftstrainings absolvieren.
Weiterhin nicht zur Verfügung stehen Tim Korzuschek, Phil Halbauer und Stefan Maderer.
Yanis Outman vor Rückkehr ins Einzeltraining
Bei Yanis Outman verläuft die Genesung nach Angaben des Trainers schneller als zunächst erwartet. Der SV Sandhausen rechnet damit, dass der Spieler in der kommenden Woche wieder ins Einzeltraining einsteigen kann. Kauczinski hofft, dass Outman möglicherweise in zwei bis drei Wochen wieder auf dem Platz stehen wird.
Zunächst richtet sich der Fokus jedoch auf das Heimspiel gegen Aalen. Trotz der guten Serie und der positiven Entwicklung erwartet Sandhausen eine anspruchsvolle Begegnung, in der die Mannschaft ihre bisherigen Fortschritte bestätigen muss.














