„Metamorphosen“ bei den Walldorfer Musiktagen

Die Walldorfer Musiktage vom 21. September bis 09. Oktober stehen im Zeichen der Metamorphosen, des immerwährenden Wandels, dem alles unterworfen ist.

(bb) Wie der Erste Beigeordnete Otto Steinmann mitteilt, hat die Stadt in diesem Jahr den Kulturbetrieb wieder hochgefahren und ist zuversichtlich, dass auch die Musiktage im Herbst durchgeführt werden können.
Wie bereits bei den Konzerten der Stadt im Frühjahr ist die Astoria-Halle – außer beim Auftakt im Rathaus – Veranstaltungsort, denn diese bietet ausreichend Platz, um evtl. dann geltende Abstandsregeln einzuhalten.

Auch der Musikbeauftragte der Stadt, Dr. Timo Jouko Herrmann, findet die Astoria-Halle „eine gute Option“, die sich schon bei vorherigen Konzerten bewährt hat.

Bei den diesjährigen Musiktagen bietet er besondere musikalische Leckerbissen in Form von „Metamorphosen“ an, denn auch die Klänge der Musik ändern sich.  

Den Auftakt macht am Mittwoch, 21. September, 20 Uhr, ein spartenübergreifendes Format in Kooperation mit dem Kunstbeauftragten der Stadt Hartmuth Schweizer.
Sebastian Raffelsberger an der Oboe spielt die 1951 entstandenen „Metamorphosen“ für Solo-Oboe op. 49 von Benjamin Britten, selten aufgeführte bezaubernde Klangbilder, die sich auf Mythen des antiken Dichters Ovid beziehen.
Daneben hat das Publikum im Gespräch mit dem Künstler die Möglichkeit, „tiefer in dessen Werkkosmos einzudringen“.
Wie immer findet der Auftakt der Musiktage im Rathaus-Foyer statt. Der Eintritt ist frei.

Für Sonntag, den 25. September, 18 Uhr, hat Timo Jouko Herrmann einen ganz besonderen Schatz ausgegraben: Die moderne Erstaufführung von „Pigmalione“, eine Kantate in zwei Teilen des in Mannheim geborenen Komponisten Peter von Winter (1754-1825).
Timo Jouko Herrmann hat die alten ursprünglichen Notenschriften sozusagen „übersetzt“ in Noten, die die heutigen Musiker spielen können. Da es sich um bedeutende Kompositionen handelt, die man sonst nicht hören könnte, wurde die Arbeit von Timo Jouko Herrmann durch ein Stipendium der GVL im Rahmen von NEUSTART KULTUR in Kooperation mit der Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg (GMG) gefördert.
Die „farbenreiche Komposition“ wird präsentiert vom Ensemble Operone und Chor unter der Leitung von Timo Jouko Herrmann. Als Solisten treten auf Joshua Whitener, Miriam Burkhardt und Diana Tomsche.  

Am Donnerstag, 29. September, 20 Uhr, taucht Dr. Timo Jouko Herrmann mit einem Vortrag in „Ovids Metamorphosen in der Musik“ ein. Seine Ausführungen werden mit Hörproben der Musikstücke untermalt und durch Projektionen historischer Druckgraphiken anschaulich gemacht.
Der Eintritt ist frei.

„Von den Wandlungen der Liebe“ erzählen am Donnerstag, 06. Oktober, 20 Uhr, die Kantaten und Instrumentalwerke von J. S. Bach und G. F. Händel aus der Barock-Musik. Gespielt wird auch die einzige italienische Continuo-Kantate „Amore traditore“ BWV 203 von Bach.
Mit den Musikern Matthias Lucht (Altus) und Jürgen Banholzer (Cembalo) sowie der Musikerin Isolde Winter (Viola da Gamba und Violoncello) geht es auf eine „musikalische Achterbahnfahrt der Gefühle, die vom süßen Schmerz der Liebe bis zur rasenden Verzweiflung reicht“.  
Diese Musik stammt aus der „Schatzkammer der Barockmusik“, so Timo Jouko Herrmann.

Zum Abschluss der Musiktage präsentiert Katharina O. Brand am Sonntag, 09. Oktober, 18 Uhr, „Klangmetamorphosen“ von Ludwig van Beethoven, Carl Philipp Emanuel Bach u. a.
Der Wechsel vom historischen Hammerflügel auf einen Konzertflügel ist laut Timo Jouko Herrmann „faszinierend und spannend“ und verspricht „spannende Klangfarbenvergleiche“.
Da die ursprünglichen Hammerflügel ob ihres Alters nicht mehr transportfähig sind, spielt Katharina O. Brand auf einem von Spezialisten original nachgebauten Hammerflügel im Wechsel mit einem Konzertflügel.
Dieses Konzert war ursprünglich bereits für 2020 geplant.

Die Gestaltung des passenden Plakates zu den Walldorfer Musiktagen hat wieder der Kunstbeauftragte Hartmuth Schweizer übernommen.

Bereits seit 2009, damals zum Händel-Jubiläum, gibt es die Walldorfer Musiktage, die im Gegensatz zu den Konzerten der Stadt im Frühjahr in den Herbst terminiert werden, wie Otto Steinmann mitteilt.
Er dankt Timo Jouko Herrmann für seine Geduld bei der Planung der Konzerte und Hartmuth Schweizer für die Gestaltung des treffenden Plakates.

Der Eintritt zu den Konzerten (außer 21.09. und 29.09.) kostet 15 €/ermäßigt 12 €.

Der Vorverkauf beginnt voraussichtlich am 01.09.2022 bei Bücher Dörner und an der Rathaus-Pforte.
Bei allen Veranstaltungen gibt es auch eine Abendkasse.

 

Timo Jouko Herrmann (li.), Heike Schweizer (Leitung Sport- und Kulturamt) und Otto Steinmann präsentieren das Plakat der Walldorfer Musiktage.

Text und Foto: BBinz

 

Veröffentlicht am 25. Juli 2022, 06:00
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