Bleiben Sie informiert  /  Montag, 15. Dezember 2025

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Wiesloch und Walldorf

Lässt sich die Entwicklung des Industriegebiets in Walldorf steuern?

9. November 2025 | > Walldorf, Allgemeines, CDU Walldorf, Das Neueste, Die Grünen Walldorf, FDP Walldorf, Gemeinderat Walldorf, Politik, SPD Walldorf

 

SPD beantragt eine erneute Unternehmensbefragung und ein Konzept

Walldorf habe „ein gut funktionierendes Industriegebiet, das eigentlich intakt ist, aber eventuell sein Potenzial nicht voll ausschöpft“, sagte Dr. Andrea Schröder-Ritzrau (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das sei schon im Jahr 2014 die Begründung der Stadt für eine Unternehmens- und Eigentümerbefragung gewesen, deren Neuauflage jetzt von ihrer Fraktion beantragt wurde und aus der ein Flächen- und Ansiedlungsentwicklungskonzept abgeleitet werden soll. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Thema zur weiteren Bearbeitung in den Ausschuss für Technik, Umwelt, Planung und Verkehr zu verweisen.

2014 hatte die Stadt die Befragung mit Hilfe des Förderprogrammes „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg durchführen lassen. Den Handlungsempfehlungen der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH (KE) zur städtebaulichen Steuerung – so der Durchführung einer sogenannten „Städtebaulichen Sanierungsmaßnahme“ mit Treuhänderschaft oder einem Bodenfonds durch Erschließungsträger – wollte die Stadt aus verschiedenen Gründen allerdings nicht nähertreten. Aus Sicht der Stadtverwaltung, so die Vorlage zur jetzigen Sitzung, habe die damalige Untersuchung zwar „den Blick für das Industriegebiet geschärft“, jedoch bleibe „eine aktive Steuerung im Bestandsgebiet auch auf Basis der vorgenommenen Untersuchung schwierig“. Heute sei es „nicht damit getan, die Befragung zu wiederholen“, es müsste „auch eine grundlegende Analyse mit der gesamträumlichen Betrachtung durchgeführt werden, um ein Gesamtkonzept zu erhalten“ – was mit viel Aufwand verbunden sei, so die Verwaltung, die sich grundsätzlich skeptisch zeigt, ob sich unter den gegebenen Rahmenbedingungen mit den Ergebnissen „wirklich aktiv Entwicklungen steuern lassen“.

Es gehe der SPD mit ihrem Antrag auf eine neuerliche Analyse nicht um die großen Betriebe, so Andrea Schröder-Ritzrau. „Es geht uns um die Mittelständler und die vielen kleineren Unternehmen. Es geht uns auch um diejenigen, die vielleicht nur noch im Industriegebiet wohnen und ihr Unternehmen bereits aufgegeben haben, natürlich auch um diejenigen, die sich vielleicht mit einer Neustrukturierung oder einem Generationenwechsel befassen. Und um diejenigen, die im Energie- oder Digitalisierungsprozess stehen oder sonst einer Transformation ins Auge sehen.“ Es gehe darum, „am Ball zu bleiben“ und sich umfassend zu informieren, was gerade auch dann wichtig sei, wenn man wie die Stadt keine eigenen Flächen mehr habe.

„Wir halten den Antrag für äußerst wichtig“, sagte Uwe Lindner (CDU). Die Stadt müsse die Voraussetzungen schaffen, um Neuansiedlungen zu realisieren, und damit „die wirtschaftliche Zukunft unserer Kommune sichern“.

Für Dagmar Criegee (FDP) ist „der städtische Spielraum gering“, ungenutzte Gewerbegrundstücke seien überwiegend in privater Hand. Deshalb sei die Wiederaufnahme der Studie in ihrer Fraktion umstritten. Man könne sich aber dem Vorschlag anschließen, zunächst im Ausschuss die offenen Punkte zu klären.

Auch die Grünen stehen laut Wilfried Weisbrod „dem Antrag etwas kritisch gegenüber“. Da es kaum noch freie Gewerbegrundstücke gebe, könne er sich nicht vorstellen, dass man daraus „groß neue Erkenntnisse“ gewinnen werde.

Christian Winnes (CDU) erinnerte daran, dass 2014 der Rücklauf bei der Befragung nicht sonderlich groß gewesen sei. Auch deshalb müsse man Fragen wie „Wo wollen wir hin?“ und „Was wollen wir bezwecken?“ im Ausschuss vorberaten.

„Uns ist es wichtig, dass das Thema angegangen wird“, können die Antragsteller damit laut Andrea Schröder-Ritzrau gut leben.

 

Text und Foto: Stadt Walldorf

 

Das könnte Sie auch interessieren…

Walldorf: „Bilder des Jahres 2025“ werden verteilt

  Die Stadt Walldorf informiert: Wie im vergangenen Jahr wird die Broschüre „Bilder des Jahres 2025“ nicht direkt zusammen mit der Walldorfer Rundschau ausgetragen, sondern separat verteilt. Sollte ein Haushalt den beliebten Bilderrückblick der Stadt nicht bis...

Förderprogramm zum Dachständerrückbau war Thema im Gemeinderat Walldorf

  Inflationsausgleich soll Gleichbehandlung sicherstellen Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung zwei einstimmige Beschlüsse zum Thema Dachständerrückbau getroffen: Erstens werden die Stadtwerke Walldorf gebeten, in ihrem Förderprogramm zum sogenannten...

Verkehrsunfall auf der A5 – mehrere Personen leicht verletzt

Am Samstagvormittag, 13. Dezember 2025, kam es gegen 10.20 Uhr auf der A5 an der Anschlussstelle Walldorf in Fahrtrichtung Frankfurt zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw. Eine 25-jährige BMW-Fahrerin verlor beim Auffahren auf die Autobahn offenbar aufgrund...

Hier könnte Ihr Link stehen

Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv