Hundeschwimmtag mit tragischem Ausgang – Dackel von Golden Retriever gebissen (+Update)

Hundeschwimmtag, eine tolle Sache, wenn nichts passiert. Damit nichts passiert, muss Vorsorge getroffen werden. So ein Tag im Schwimmbad kann ein pädagogisch wichtiger Faktor für Hund und Halter sein. Er kann gegenseitiges Vertrauen schaffen oder stärken.

Dackel von Golden Retriever gebissen – Auch und gerade Familien-Hunde beißen

Die Besitzerin des Dackels schreibt bei Facebook vorgestern Abend: „Der Badespaß endete für unseren Ferdi mit einer Katastrophe, wurde von einem großen Hund angefallen und schwer verletzt, liegt in der Klinik und kämpft um sein Leben.“

„Ferdi hatte Verletzungen an der Luftröhre und wurde operiert. Ist noch in der Tierklinik“ schrieb sie dann am nächsten Tag. Weitere Infos lagen bis zum Redaktionsschluss nicht vor, wir wünschen dem kleinen Ferdi  alles Gute!

Bis auf diesen Zwischenfall gab es nur kleinere Raufereien, die Mehrzahl der Hunde war friedlich, auch wenn es teilweise recht chaotisch zuging.

+++++ UPDATE #1 19.09.2019 +++++

Dackel Ferdi  – „Er ist wieder daheim. Der Schock sitzt noch tief“
schreibt die Besitzerin bei Facebook.
Sowie…
„Danke nochmals an Ferdis Retter in der Not 👍😊 ohne das beherzte Eingreifen wäre es noch schlimmer ausgegangen 🐾

Foto: Facebook Inge W.

+++++ UPDATE #2 20.09.2019 +++++

Durch das beherzte und couragiertes Eingreifen einer Tierarzthelferin konnte schlimmeres vermieden werden. Gekonnt und routiniert ging diese zwischen die Hunde, mit einem sog. Maulgriff oder Schnauzengriff konnte die den Dackel sozusagen befreien. Wir haben heute mit ihr telefoniert. Wie es zu dem Vorfall kam, konnte sie nicht beobachten. Erst als die Hunde in Aktion waren wurde sie darauf aufmerksam und schritt ein nach dem sie sah, dass die umherstehenden Personen die Hunde nicht auseinander bekommen.

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Olympia Champion Qualitäten

Olympia Champion Qualitäten im Weitsprung

Für die tierischen Besucher ist das Gelände des Schwimmbads unbekanntes Territorium, dazu kommen noch die überwältigenden Eindrücke durch die Anwesenheit von vielen Menschen und Hunden.

Es gibt von jeder Größe und jeder Rasse welche, die stänkern und welche, die sich das nicht gefallen lassen. Es liegt nicht daran, ob ein Hund groß oder klein ist, ob seine Rasse auf einer Liste steht oder nicht, wenn es um eine Rauferei oder einen ernsten Kampf geht.

Die Hundebesitzer müssen zu jeder Zeit achtsam sein. Sie müssen Zeichen erkennen und ihren Hund lesen können. Das alles lernt der Hundebesitzer im Hundeverein.

Fast alle Unfälle, so Experten, hängen damit zusammen, dass die Leute ihre Hunde nicht einschätzen können. Es kommt für sie wie aus heiterem Himmel, wenn Hunde beißen. Die Ohren sind zurückgelegt, die Augen weit aufgerissen. Der Hund fletscht seine Zähne und friert ein. Auch offensive Warnzeichen können hinzukommen, beispielsweise das Fixieren mit den Augen oder drohendes Knurren.

Geschirr hilft beim Rausziehen am Beckenrand

Geschirr hilft beim Rausziehen am Beckenrand (Foto: Sabrina Petri)

Es muss Regeln für den Hundeschwimmtag geben, die unbedingt zu beachten und einzuhalten sind. Die Aufsicht für den Hund sollte dem Hundehalter obliegen. Er muss zu jeder Zeit auf seinen Hund achten und darf ihn nicht unbeaufsichtigt lassen, so dass zu keiner Zeit eine Gefahr für den Hund (z.B. Ertrinken) oder eine Gefahr durch den Hund entsteht, indem er andere Hunde oder gar Menschen angreift.

Am Veranstaltungstag bestand keine Leinenpflicht. Es ist aber empfehlenswert, dass die Hunde ein Geschirr tragen. So lassen sie sich leichter aus dem Wasser heben.

Auch in der Klasse der Fortgeschrittenen

Auch in der Klasse der Fortgeschrittenen

Es gibt auch Flexleinen mit 5 und 8 Metern länge, einige Hundehalter hatten eine solche dabei. Wer seine Hunde rennen lassen will, der kann das ja in einem Hundefreilauf tun oder ganz hinten in einem Eck auf der Wiese.

Aber der Weg zu den Schwimmbecken sollte für alle sicher sein und auch der Bereich um die Schwimmbecken herum. Wäre es so geregelt gewesen, dann hätte man Schlimmes vermeiden können.

Geraufe war vorwiegend auf den Wiesen und um die Becken herum zu beobachten, dort wo die Bälle liegen oder die Hunde mit ihrer Beute aus dem Wasser kommen.

Einigen Hundehaltern war scheinbar gar nicht bewusst, dass ein Spielzeug eine Ressource ist. Eine, um die es sich zu kämpfen oder zu verteidigen lohnt und und zu dem sich mancher Hund im Eifer des Jagdtriebes womöglich hinreißen lässt. Ein Hund ist und bleibt ein Beutegreifer.

Da werden Bälle wild rumgeworfen, Hunde rennen rum und man weiß nicht, zu wem sie gehören. Andere rammeln irgendwelche fremden Hunde und der, wo gerammelt wird, sucht Hilfe. Die Besitzer stehen daneben und lachen nur blöde … muss man sich nicht wundern, wenn Hund sich dann selbst wehrt“ schilderte eine Besucherin.

Eine andere äußert sich bei Facebook wie folgt: „Wir waren ca. 20 Minuten am Rande des Getümmels. Habe dann für meinen Hund entschieden, dass wir wieder gehen. Sehr viele, vor allem große Hunde im Freilauf und tratschende Besitzer. Das war mir dann einfach zu riskant und deshalb bin ich wieder gegangen. Wenn ich das jetzt so lese, war die Entscheidung vielleicht richtig, auch wenn ich gerne etwas mit meinem Hund geplanscht hätte.“ so das Frauchen von Dexter (Wieslocher Listenhund – wir berichteten).

Mehr Ordnung und Disziplin, wie im Hundeverein, scheint beim Hundeschwimmtag angebracht. Neben Bademeistern, die wie sonst auch für die Sicherheit und das Wohl der Badegäste da sind, sollten auch Hundeprofis anwesend sein. Diese können im Notfall eingreifen und  – falls es nötig wäre – Erste-Hilfe-Maßnahmen leisten.

Damit mehr Besucher sagen können: „Es war super toll und wir hatten wieder jede Menge Spass! Wir freuen uns schon aufs nächste Mal 🤩

Ein Wiedersehen mit dem „kleinen Schäferhund“

Ein schöner Kerl ist er geworden. Im letzten Jahr traf ich diesen Deutschen Schäferhund, als er noch ein kleiner süßer Welpe war. Damals war er noch zu klein, um im Becken der Großen mitzuschwimmen. In diesem Jahr durfte er als halbstarker Jugendlicher nicht einfach ungestüm darauf losrennen und toben. Sein Herrchen entschied, abzuwarten. So sah man die beiden am Mäuerchen sitzen, zu hektisch die Situation mit den wild umher rennenden Hunden und den umherfliegenden Bällen und Spielzeugen.

Der Jagdhund, im Foto unten, schwimmt  total entspannt, ohne das man ein Spielzeug braucht, dort hin, wo es sein Herrchen sagt. Beeindruckend. Im Gegensatz zu einigen unerzogenen Hunden beim Hundeschwimmtag traf ich auch sehr wohlerzogene Hunde wie diesen.

Herrchen sagt, schwimm da rüber, wird wohl wissen wo die Ente is

Herrchen sagt, schwimm da rüber, wird wohl wissen wo die Ente is

Die jungen Wilden am Kinderplanschbecken. Während am Olympiabecken nur die fortgeschrittenen Schwimmer Mut zu spektakulären Sprüngen fanden, lernten am Planschbecken die kleinen, jungen und noch wasserscheuen Vierbeiner das kühle Nass kennen. Beim Familienbecken waren jedoch die meisten zwei- und vierbeinigen Besucher.

Zum knuddeln und liebhaben

Zum knuddeln und liebhaben

Kommentar des Autors: Anmerkung: Es ist einerseits schön, wenn ein Hundeschwimmtag Menschen aus der Region nach Wiesloch zieht. So kamen z.B. auch Besucher aus Heidelberg. Andererseits ist es sehr schade, wenn die in Wiesloch steuerpflichtigen Hunde zu kurz kommen. Wäre es nicht ein positives Zeichen der Stadt, wenn sie die Wieslocher Hunde bevorzugen würde? Insbesondere die sog. Listenhunde?!

Einige Impressionen des Hundeschwimmtages in Wiesloch

Text und Fotos: Robert Pastor

Veröffentlicht am 19. September 2019, 05:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=273958 

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