Großer Andrang beim 13. Kunst- und Handwerkermarkt in der Astoria-Halle

„Die Leute sehen, dass alles wirklich Handarbeit ist“

Nach zwei Jahren Pause kann der Kunst- und Handwerkermarkt wieder stattfinden. Das Interesse an der Veranstaltung ist gleich zu Beginn riesig. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag strömen zahlreiche Besucher in die Astoria-Halle. Die 86 Aussteller lassen das Herz eines jeden Freunds von handgemachten Arbeiten höherschlagen.

Wer sich in aller Ruhe die große Vielfalt der Aussteller anschauen will, muss auf jeden Fall viel Zeit einplanen. Thematisch gibt es (fast) keine Grenzen. Überall ist etwas zu entdecken: Kissen, Etageren, Accessoires, Dekoratives aus Holz, Metall und Glas. Hier duftet es nach Seife, dort glitzert Schmuck in der Auslage. Wer sich bei all der Angebotsvielfalt ein wenig überfordert fühlt, hat in der Cafeteria im Eingangsbereich Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen ein wenig zu verschnaufen und zu verweilen. Wenn dann der Kopf wieder frei ist für die nächste Entdeckungsreise, wird man eventuell bemerken: Auch in der Astoria-Halle kündigt sich Weihnachten schon an. Zahlreiche Stände bieten Krippen, Engel, Kerzen, Weihnachtsmänner, Weihnachtskarten und vieles mehr, was thematisch in diese Zeit passt. Kleidung für die kalte Jahreszeit gibt es auch, zum Beispiel Socken und Mützen.

Aber die Stände laden nicht nur zum Schauen ein. Die freundlichen Händler kommen gerne mit den Kunden ins Gespräch und geben einen Einblick in ihre Handwerkskunst. So wie Döndü Degirmenci, die sich in ihrer Freizeit ganz dem Häkeln verschrieben hat. An ihrem Stand gibt es unter anderem Puppen und bestickte Taschen. Schon als kleines Kind habe sie von ihrer Mutter gelernt, wie das Häkeln funktioniert. Viel habe sie sich im Laufe der Jahre dann selbst beigebracht. Die freien Minuten an ihrem Stand verbringt sie natürlich auch mit Häkeln, wie sie lachend zugibt. Sonja und Markus Rais aus Ludwigshafen gehen einer anderen Leidenschaft nach: Sie haben seit einiger Zeit das Upcycling für sich entdeckt. Dabei werden alte oder kaputte Gebrauchsgegenstände für einen neuen Zweck wiederverwertet, anstatt sie wegzuwerfen. Das können im Fall des Ehepaars Rais Milchverpackungen, Schlüssel oder Fahrradteile sein. Letztere dienen zum Beispiel als dekorative Elemente für Wanduhren aus Holz, die an ihrem Stand verkauft werden.

 

 

Regionalität, Nachhaltigkeit, Kreativität, Handarbeit – alles Aspekte des Kunst- und Handwerkermarkts, die auch Bürgermeister Matthias Renschler in seiner Begrüßung am Samstag lobend erwähnt. Renschler dankt außerdem der Werbegemeinschaft Walldorf, insbesondere Kerstin und Hans von Splényi, die federführend die Organisation der Veranstaltung übernommen hatten.
Für einen ausgiebigen Rundgang nimmt sich der Bürgermeister an diesem Tag ebenfalls Zeit. Dabei kommt er auch am Stand von Cornelia Schirmer vorbei. Sie gestaltet Weihnachtskugeln mit Wachs. Außerdem hat sie mit Acrylmalerei verzierte Glaskugeln im Angebot. Angefangen habe alles vor rund 20 Jahren mit der Gestaltung von Ostereiern. Dann habe sie ihr Handwerk auf die Weihnachtskugeln erweitert. Dazu wird das flüssige Wachs mit einem Stecknadelkopf auf die Kugel aufgetragen. Das muss zügig gehen, schließlich kühlt und härtet das Wachs schnell aus, weiß die Künstlerin, die sich vor Ort während ihrer Tätigkeit gerne über die Schulter schauen lässt. „Ich finde es wichtig, dass die Leute sehen, dass alles wirklich Handarbeit ist“, so Cornelia Schirmer. So kommt auch sie immer wieder ins Gespräch mit vorbeilaufenden Menschen, die nicht nur am Kauf ihrer Artikel interessiert sind. Schließlich bieten die zahlreichen Stände auch Inspiration, das Gesehene zu Hause selbst einmal auszuprobieren. Und wer ambitioniert genug ist, den sieht man vielleicht beim nächsten Mal in der Astoria-Halle auf der anderen Seite des Stands wieder.

 

 

Text: Stadt Walldorf
Fotos: Pfeifer

 

 

Veröffentlicht am 12. November 2022, 12:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=306002 

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