Frust vorprogrammiert
Die Familie fährt in Urlaub und verliebt sich in einen Hundewelpen. Hatten sie zu Hause in letzter Zeit immer öfter von der Anschaffung eines Hundes gesprochen, war es nun einfach Schicksal, dass dieser kleine Welpe ihnen ausgerechnet im Urlaub begegnet. Er durfte mit nach Deutschland. Doch aus dem Ausland dürfen Hunde nur mit gültiger Tollwutimpfung einreisen, die frühestens mit einem Alter von 12 Wochen gemacht werden darf. Danach muss man noch 21 Tage warten bis der Weg ins neue Zuhause möglich ist. Der kleine Hund kam ohne weitere Gedanken daran mit nach Deutschland. Hier wollte man gleich von Anfang an alles richtig machen. Doch dann kam die harte Realität: Wegen fehlender Tollwutimpfung muss der Kleine nun erst einmal im Tierheim eine Quarantäne Zeit von mindestens noch 6 Wochen absitzen. Eine Katastrophe für einen Welpen, denn ausgerechnet in der wichtigen Prägephase lernen sie nichts. Gassigehen, Kontakte all das ist für diese Zeit verboten. Sein einziger Bewegungsradius ist der Tollwutquarantänebereich. Sämtliche normale Umweltreize fehlen. Für das Tierheim bedeutet es viel Arbeit, Geld und auch ganz viel Herzblut reinstecken, die Isolation für den Kleinen so angenehm wie möglich gestalten. Dennoch ist es für solch ein kleines Wesen eine schlimme Zeit. Es weint viel, ist mutterseelenallein. Eine Zeit, die hätte vermieden werden können, wenn man sich besser informiert hätte. So ist der Frust bei der Familie natürlich auch enorm. Die nun zusätzlich entstandenen Kosten müssen von ihr getragen werden.
Tollwut ist eine sehr ernste, nicht heilbare Infektionskrankheit, die für Hunde tödlich endet. Sie müssen aufgrund vom Seuchenschutzgesetzt im Falle eines Ausbruchs eingeschläfert werden. Im Rahmen des Krankheitsverlaufs werden das Gehirn und das zentrale Nervensystem gestört. Des Weiteren stellt die Erkrankung ebenfalls eine Gefahr für den Menschen dar, da diese über einen Biss, über Schleimhautkontakte oder Hautwunden durch das infizierte Tier auf den Menschen übertragen werden und ernste gesundheitliche Konsequenzen mit sich tragen kann.
Einladung vom Tom-Tatze-Tierheim
Am 28.08. ab 18 Uhr lädt das Tom-Tatze-Tierheim zum Tag der Regenbogenbrücke ein.
Lernen Sie die Tierschutzarbeit vom Tierheim auf eine andere Art kennen. Tauschen sie gemeinsam mit dem Tom-Tatze-Team Erinnerungen aus an die Tiere, die im Tierheim gestorben sind und an die Tiere, die in ihrem Für-Immer-Zuhause sterben durften.
Der Tierschutzverein Wiesloch/Walldorf ermutigt alle zu kommen. Es ist ein Abend voller Erinnerungen und Verbundenheit. In familiärer Atmosphäre bei kleinen Snacks werden diese ausgetauscht.
Du warst, du bist, du bleibst – im Herzen!
Das Tierheim kann am Abend nicht angeschaut werden.
Foto: Birgit Schneidewind















