Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2013 verliehen

Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs: Bürgerstiftungen aus Landshut, Wiesloch, Neuss und München

(zg) Zum wurde 15. Mal der Förderpreis Aktive Bürgerschaft für beispielhaftes bürgerschaftliches Engagement verliehen. Aus dem bundesweiten Wettbewerb gingen diesmal die Bürgerstiftungen aus Landshut (Bayern), Wiesloch (Baden-Württemberg), Neuss (Nordrhein-Westfalen) und München (Bayern) als Gewinner hervor. Die mit insgesamt 40.000 Euro dotierte Auszeichnung nahmen sie im Forum der DZ BANK in Berlin entgegen. Prominente Laudatoren würdigten ihr Engagement.

Kategorie „mitStiften“: S.E. Philip D. Murphy, US-Botschafter in Deutschland, sagte: „Präsident Obama, der früher selbst als Community Organizer gearbeitet hat, würde sicher zustimmen, dass viele Organisationen von ihrem Vorbild lernen könnten. Präsident Obama weist auch oft darauf hin, dass der Staat die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, nicht allein bewältigen kann. Es erfordert die aktive Beteiligung engagierter, tatkräftiger und verantwortungsbewusster Bürger – wie die Mitglieder der Bürgerstiftung Landshut.“

Kategorie „mitGestalten“: Elisabeth Niejahr, Journalistin und Hauptstadtkorrespondentin DIE ZEIT, sagte: „Man kann sich nur wünschen, dass die Bürgerstiftung Wiesloch viele Nachahmer findet –  denn der Staat einerseits und die engere Familie andererseits werden in Zukunft weniger leisten können.“

Kategorie „mitMachen“: Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung, unterstrich: „Der Bürgerstiftung Neuss ist es gelungen, unter ihrem Dach einen Stiftungsfonds zu gründen, der maßgeschneidert ist für die Bedürfnisse der Stifterin, Frau Abeels-Koch, und für die Kinder, denen ihr Engagement zugutekommt. Erfahrene Seniorpartner helfen jungen Zuwanderern, sich in Deutschland zurechtzufinden. Ein mehrfach innovativer Ansatz – ein großartiges Vorbild. Bitte nachmachen!“

Kategorie „mitBestimmen“: Michaela May, Schauspielerin, betonte: „Die Bürgerstiftung München denkt weiter: Ihr Netzwerk Paten- und Mentorenprojekte organisiert den Austausch dieser vielen ehrenamtlichen Initiativen in der Stadt, ermöglicht gemeinsame Workshops und macht sie insgesamt bekannter. Das Netzwerk ist so wichtig, damit noch mehr junge Menschen noch bessere Förderung erfahren können – gerade in einer Gesellschaft, in der sich viele dafür keine Zeit nehmen möchten. Was die Bürgerstiftung München macht, finde ich ganz hervorragend!“

Werner Böhnke, Vorsitzender des Kuratoriums der Aktiven Bürgerschaft, Vorstandsvorsitzender der WGZ BANK, hob hervor: „Bürgerstiftungen sind eine großartige Bereicherung des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland. Sie wirken nachhaltig und arbeiten transparent. Jeder kann mitmachen und Stifter, Spender oder Botschafter für seine Bürgerstiftung vor Ort werden.“

„Steuern sparen ist nicht der Grund, warum sich Menschen engagieren. Stifter und Spender wollen ihr lokales und regionales Umfeld positiv mitgestalten“, betonte Dr. Peter Hanker, Vorsitzender des Vorstands der Aktiven Bürgerschaft, Sprecher des Vorstands der Volksbank Mittelhessen eG. „Mit dem Förderpreis Aktive Bürgerschaft zeichnen wir Projekte und Konzepte von Bürgerstiftungen aus, mit denen das besonders gut gelingt.“

Bürgerschaftliches Engagement wirkt besser, wenn es auf guten Strukturen aufbaut, war das Fazit des „Zwischenrufs“ der Aktiven Bürgerschaft. „Die besten Strukturen sind engagierte und kompetente ehrenamtliche Gremien. Sie ermöglichen es anderen, ohne großen Aufwand selbst aktiv zu werden und tragen maßgeblich dazu bei, dass das Engagement nachhaltig und wirkungsvoll ist“, betonte Prof. Dr. Annette Zimmer, Mitglied des Kuratoriums der Aktiven Bürgerschaft. Gleichzeitig machte sich die Politikwissenschaftlerin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster für mehr Entbürokratisierung und bessere Nachwuchsgewinnung zugunsten gemeinnütziger Organisationen stark. Im Zwischenruf diskutierte sie mit Holger Backhaus-Maul, Mitglied des Vorstands der Aktiven Bürgerschaft, Soziologe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer der Aktiven Bürgerschaft, Wirtschaftswissenschaftler, Positionen der „Denkschrift Bürgergesellschaft“.

Förderpreis Aktive Bürgerschaft: Seit 1998 wird die Auszeichnung an gemeinnützige Organisationen verliehen, die mit wegweisenden Beispielen aktiv Verantwortung für das soziale und kulturelle Leben in ihrer Region übernehmen.  Der nächste Wettbewerb startet im Sommer 2014.

Bundesweiter Wettbewerb 2013: Bewerben konnten sich Bürgerstiftungen aus Deutschland, die den „Zehn Merkmalen einer Bürgerstiftung“ des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen entsprechen. Der Förderpreis Aktive Bürgerschaft wurde in vier Kategorien vergeben, die das Leistungsspektrum von Bürgerstiftungen verdeutlichen. Die Preisträger unter den 67 Bewerbungen im Wettbewerbsjahr 2013 ermittelte eine Jury, der Experten aus Bürgerstiftungen, Medien, Nonprofit-Organisationen, Wirtschaft und Wissenschaft angehören. Die Entscheidung fiel anhand transparenter Bewertungskriterien und einer Jurysitzung, bei der die Finalisten ihr Engagement vorstellten.

Quelle: Aktive Bürgschaft e. V.

Veröffentlicht am 11. März 2013, 19:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=19079 

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