FC-Astoria Walldorf feiert 4:1-Heimsieg gegen Hessen Kassel
Karlo Kuranyi trifft doppelt, Kenny Freßle und Felix Kendel steuern die weiteren Tore bei. Mit dem Erfolg verkürzt Walldorf den Abstand auf die Nordhessen auf einen Punkt und verlässt die Abstiegszone.
Der FC-Astoria Walldorf hat sich mit einem 4:1-Heimsieg gegen den KSV Hessen Kassel drei wichtige Punkte gesichert. Vor 300 Zuschauern erwischte die Mannschaft von Trainer Andreas Schön einen Traumstart, musste zwischenzeitlich den Anschlusstreffer hinnehmen und machte nach der Pause mit zwei weiteren Toren alles klar. Karlo Kuranyi glänzte mit einem Doppelpack, außerdem trafen Kenny Freßle und Felix Kendel.
Frühe Führung und ein Elfmeter vor der Pause
Zum Auftakt der Herbstferien in Baden-Württemberg veränderte Walldorfs Cheftrainer Andreas Schön seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen. Marcel Carl und Joe-Joe Richardson nahmen zunächst auf der Bank Platz, dafür rückten Kuranyi und Freßle in die Anfangsformation. Emilian Lässig führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld.
Der FCA legte einen Blitzstart hin: Bereits in der zweiten Minute brachte Kenny Freßle die Gastgeber nach Zuspiel von Iosif Maroudis mit 1:0 in Führung. Anschließend überließ Walldorf den Gästen zunächst größere Spielanteile. Kassel kam zwar häufiger bis an den Sechzehnmeterraum, entwickelte daraus jedoch nur wenige zwingende Torchancen.
In der 19. Minute prüfte Sercan Sararer mit einem Abschluss aus knapp 20 Metern die Aufmerksamkeit von FCA-Torhüter Michel Witte. Der Schlussmann war beim Schuss des ehemaligen türkischen Nationalspielers zur Stelle. Nach einer halben Stunde setzte Marvin Mutz einen Kopfball nach einer Ecke knapp neben den Pfosten.
In der 36. Minute drang Freßle in den Kasseler Strafraum ein und wurde dort durch ein Foul gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Karlo Kuranyi sicher zum 2:0. Die Freude über den Zwei-Tore-Vorsprung währte allerdings nur kurz: Bereits in der 39. Minute verkürzte Cemal Kaymaz für die Gäste auf 1:2. Mit dieser knappen Führung ging Walldorf in die Halbzeitpause.
Kuranyi und Kendel sorgen für klare Verhältnisse
Kassels Trainer René Klingbeil reagierte zur Pause und wechselte den bereits mit einer Gelben Karte verwarnten Tobias Boche aus. Für ihn kam Aaron Liesche Prieto ins Spiel.
Wie schon in der ersten Hälfte erwischten die Gastgeber auch nach dem Seitenwechsel den besseren Start. In der 50. Minute traf Felix Kendel mit seinem Abschluss den Pfosten. Nur wenig später schlug Maroudis eine präzise Flanke, die Kuranyi am langen Pfosten per Kopf zum 3:1 verwertete (52.).
Anders als nach dem zweiten Walldorfer Treffer blieb eine deutliche Reaktion der Kasseler diesmal aus. Der FCA übernahm zunehmend die Kontrolle, ließ den Ball laufen und setzte den Gegner unter Druck.
In der 63. Minute belohnte sich die Mannschaft für ihren Auftritt: Nach einer Kombination bis zur Grundlinie legte Yannick Thermann für Kendel auf, der zum 4:1 einschob. Damit war die Partie frühzeitig entschieden.
In der verbleibenden Spielzeit blieb Walldorf dem fünften Treffer näher als Kassel einem weiteren Tor. Die Gäste kamen durch den eingewechselten Emre Boeyuekata noch einmal zu einer guten Möglichkeit, dessen Schlenzer in der 79. Minute jedoch am langen Eck vorbeiging. Auf der Gegenseite scheiterte Joe-Joe Richardson in der 86. Minute mit einem Schuss von der Strafraumkante an Kassels Torhüter Eric Oelschlägel.
Trainer sehen verdienten Sieg
Kassels Trainer René Klingbeil erkannte den Erfolg der Gastgeber an, zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach der Pause aber unzufrieden.
„Es war ein verdienter Sieg für Walldorf“, erklärte Klingbeil. Das frühe Gegentor sei ein heftiger Rückschlag gewesen, obwohl seine Mannschaft in der ersten Halbzeit großen Aufwand betrieben habe. Mit dem Zweikampfverhalten im zweiten Durchgang sei er nicht einverstanden gewesen. Mit Blick auf die Tabelle mahnte er sein Team, sich wieder auf die Grundlagen zu konzentrieren und entschlossen aufzutreten.
Auch Walldorfs Trainer Andreas Schön sah eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft nach der Pause. Nach der frühen Führung habe Kassel seine Spieler stark gefordert und mehr Spielanteile gehabt. „Nach der Pause sind wir gut rausgekommen und haben verhindern können, dass sich diese Partie vielleicht noch einmal wendet“, sagte Schön. Nach dem dritten Treffer sei es seinen Spielern zunehmend leichter gefallen. Insgesamt sei der Sieg verdient gewesen.
Walldorf verlässt die Abstiegszone
Durch den Heimsieg rückt der FC-Astoria Walldorf bis auf einen Punkt an den KSV Hessen Kassel heran. Mit nun drei weiteren Zählern belegt der FCA den 13. Tabellenplatz und verlässt damit die vermeintliche Abstiegszone.
Die nächste Aufgabe wartet bereits am kommenden Samstag, 31. Oktober. Dann gastiert Walldorf um 14 Uhr beim aktuellen Tabellenführer SGV Heilbronn-Freiberg.
Tore: 1:0 Freßle (2.), 2:0 Kuranyi (37., Foulelfmeter), 2:1 Kaymaz (39.), 3:1 Kuranyi (51.), 4:1 Kendel (63.)
FC-Astoria Walldorf: Witte – Mutz, Schieber, Lässig – Maroudis, Thermann (64. Grimmer), Waack (80. Erbe), Riehle (80. Baumert), Freßle (67. Richardson) – Kendel, Kuranyi (67. Carl)
KSV Hessen Kassel: Oelschlägel – Najjer (81. Podolski), Springfeld (60. Sezer), Duah, Boche (46. Prieto) – Kaymaz, Richter (60. Kopf), Pepic, Bravo Sanchez, Damer – Sararer (60. Boeyuekata)
Schiedsrichter: Kadir Yagci (Stuttgart)
Zuschauer: 300
Bilderquelle: Jan A. Pfeifer














