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Walldorf: Gemeinderat beschließt Kreisverkehr und Unterführung

10. Juli 2026 | > Walldorf, Allgemeines, CDU Walldorf, Das Neueste, Die Grünen Walldorf, FDP Walldorf, Gemeinderat Walldorf, Politik, SPD Walldorf

 

Maßnahmenbündel am Gutenbergring zur Verbesserung der Verkehrssituation

Die Ausbauplanung des Kreisverkehrsplatzes Gutenbergring, der begleitenden Fuß- und Radwege, der Unterführung im Bereich des Anschlusses der L723 und der Geh- und Radwegeverbindung westlich des Kreisverkehrs ins Gewerbegebiet – der Gemeinderat hat am Dienstagabend einstimmig ein ganzes Bündel an eng miteinander zusammenhängenden Baumaßnahmen beschlossen. Damit sind mehrere Ziele verbunden: eine bessere Erschließung des Gewerbegebiets, eine Lösung der problematischen Abbiegeregelung am Gutenbergring sowie mehr Verkehrssicherheit und attraktivere Wege für Radfahrer und Fußgänger. Insgesamt sollen alle Verkehrsteilnehmer von der Maßnahme profitieren. Stadtbaumeister Andreas Tisch, der sie dem Gemeinderat vorstellt, rechnet aktuell mit Kosten von rund 5,8 Millionen Euro. „Wir werden aber Fördermittel beantragen“, sagt er. Dazu stehe man bereits mit dem Regierungspräsidium in Kontakt.

Aktuell stellt sich die Verkehrssituation am Gutenbergring unter anderem deshalb problematisch dar, weil hier häufig unerlaubt nach links abgebogen wird, was die Unfallgefahr erhöht, die Erschließung des Gewerbegebiets und des geplanten „Digital Campus“ bislang nicht ausreichend ist und die Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer, besonders zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf, vergleichsweise unattraktiv und umständlich sind. „Radfahrer müssen fünf Fahrspuren überqueren“, spricht der Stadtbaumeister die Lage am Knoten Gutenbergring/L723 an. Letzteres soll mit einer Unterführung gelöst werden, die eine sichere Querung ohne Ampel ermöglicht. Damit soll laut Tisch die Radwegführung des derzeit laufenden temporären Verkehrsversuchs einer Fahrradstraße im Kleinfeldweg „verstetigt“ werden, das Potenzial sei im Radverkehrskonzept hinterlegt. Gleichzeitig wird die Unterführung, für die allein 2,6 Millionen Euro veranschlagt sind, schon im Vorgriff auf den vierspurigen Ausbau der L723 geplant.

Im Gutenbergring soll ein vierarmiger Kreisverkehr die Situation verbessern. Erste Planungen dafür hatte es bereits im Jahr 2018 gegeben. Jetzt ist vorgesehen, dass es zusätzlich zu den bestehenden Armen einen neuen Anschluss nach Süden zum „Boulevard Nord“ des Digital Campus und einen direkten Bypass auf der Nordseite geben wird, damit der Verkehr von der L723 direkt ins Gewerbegebiet fahren kann. Rund um den Kreisverkehr sollen die angrenzenden Straßenabschnitte angepasst und neu angebunden werden. Für den Fuß- und Radverkehr sind neue beziehungsweise ausgebaute Geh- und Radwege geplant. Die Gesamtkosten für den Straßenbau sollen nach aktuellem Stand bei 3,2 Millionen Euro liegen.

„Eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer“ sieht Uwe Lindner (CDU) in der vorgestellten Planung, der er eine „sehr hohe Bedeutung“ einräumt. Die Konzeption sei „planungs- und beschlussreif“, sie erhöhe die Attraktivität der Wege für Radfahrer und Fußgänger und allgemein die Verkehrssicherheit. Eine deutliche Verbesserung ergebe sich vor allem durch die Unterführung.
Für Manfred Zuber (SPD) ist der neue Kreisverkehr notwendig, da derzeit Linksabbiegen verboten ist und man deshalb Umwege fahren müsse. Die Führung der Radwege habe man ausführlich diskutiert, in Verbindung mit der Unterführung steigere man die Attraktivität. Mit Blick aufs Land fügt Zuber an: „Es wäre schön, wenn wir auf den vierspurigen Ausbau der L723 nicht mehr so lange warten müssten.“
Für die FDP kann Günter Lukey die Zustimmung zur Planung erteilen. „Entscheidend ist, dass die Baumaßnahmen zeitnah beginnen“, sagt er. Der Verkehr habe in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen, man erhoffe sich eine deutliche Verbesserung der Situation. „Wir erwarten gleichzeitig den vierspurigen Ausbau der L723“, sagt auch Lukey.
„Der Kreisverkehr macht die Zufahrt sicherer“, sagt Maximilian Himberger (Bündnis 90/Die Grünen). Seine Fraktion freue sich, dass der Fokus nicht nur auf den Autofahrern liege, sondern auch der Fuß- und Radverkehr profitiere. „Die Unterführung schafft eine deutliche Verbesserung der Radverbindung zum Bahnhof“, erklärt Himberger.
Mihriban Gönenç (Zusammen für Walldorf) sieht in der Gesamtmaßnahme einen „wichtigen Baustein, um die Verkehrssicherheit zu verbessern“. Gleichzeitig werde die Bauphase zur Herausforderung, weshalb man die Einschränkungen für alle Betroffenen möglichst gering halten müsse.

 

Text und Plan: Stadt Walldorf

 

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