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Starke Münchner hatten knapp verdient die Nase vorn

10. März 2013 | Das Neueste, SV Sandhausen

Sandhausen (sim/zg). Der Überlebenskampf von Neuling SV Sandhausen in der zweiten Bundesliga geht weiter: Gegen eine starke Truppe des TSV 1860 München gab es im Hardtwaldstadion eine knappe, aber verdiente 0:1 (0:0) Niederlage vor 6.200 Zuschauern. Schon wie bei der Heimniederlage gegen den SC Paderborn hatte das größte Lob der Gästetrainer parat. Alexander Schmidt: „Sandhausen ist mit der Vorrunde nicht mehr vergleichbar. Wir mussten voll dagegen halten, um den dritten Platz weiter im Auge behalten zu können. Zudem haben wir es sehr gut verstanden, den Gegner von unserem Gehäuse fern zu halten, denn die Standards der Gastgeber sind hinreichend bekannt“. Dies war es auch, was letztendlich Hans-Jürgen Boysen auf der SVS-Trainerbank bemängelte: „Kiraly war eigentlich beschäftigungslos und dann kannst du gegen die Löwen nicht gewinnen“. Er versuchte im zweiten Durchgang und nach dem Rückstand aus der 54. Minuten mit dem Einwechseln der Offensivkräfte Riemann, Mäkelä und Yun zwar alles, um noch eine Wende herbeiführen, „doch zu diesem Zeitpunkt war die Abspielfehlerquote im Vorwärtsgang zusätzlich zu hoch. Wir haben alles probiert und was den Einsatz angeht, kann man keinen Vorwurf machen“, so Boysen, der sachlich feststellte: „Die Münchner haben soviel Druck ausgeübt, dass wir selbst keinen Druck entwickeln konnten. Nach Hertha BSC waren die Löwen die beste Mannschaft, die bislang im Hardtwald gastierte“.

Oftmals war Daniel Ischdonat zwischen den Pfosten der Fels in der Brandung. Den goldenen Treffer in der 54. Minute konnte aber auch er nicht verhindern. Einen weiten Einwurf von Martin Volz konnte Rob Friend ungehindert weiterleiten und Tomasov war um Sekundenbruchteile schneller als Julian Schauerte. Die Folge: Der Ball landete unter dem Querbalken zum alles entscheidenden 0:1.

Die Gastgeber steckten zwar auch danach den Kopf nicht in den Sand, waren bemüht, sich Torchancen zu erarbeiten, doch etwas Zwingendes kam dabei nicht heraus. Es gab eine Niederlage, die weht tut, die im Gegensatz zu Paderborn jedoch keineswegs unverdient ausfiel.

Hans-Jürgen Boysen: „Jetzt gilt es, die Mannschaft wieder aufzurichten bis zum kommenden Wochenende beim Auswärtsspiel beim VfR Aalen“. Seit dem Auftritt bei Mitaufsteiger SSV Jahn Regensburg wissen ja die Sandhäuser, wie Auswärtssiege gehen und die Mannen von der Ostalb haben anscheinend vom Glanz früherer Tage zwischenzeitlich einiges eingebüßt.

SV Sandhausen: Ischdonat; Schauerte, Pischorn, Olanjengbesi, Achenbach; Danneberg, Fießer; Wooten (73. Yun), Ulm (59. Riemann); Adler (59. Mäkelä), Löning.

TSV 1860 München: Kiraly; Volz (55. Wojtkowiak), Vallori, Bülow, Fathi (82. Schindler); Stahl, Bierofka; Stoppelkamp, Tomasov; Lauth (91. Kamara), Friend.

Tor: 0:1 (54.) Tomasov, Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden), Zuschauer: 6.200. gelbe Karten: Ulm (2/SVS) und Stahl (2), Bierofka (3), Volz (6/alle TSV 1860).

Quelle: SV Sandhausen

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