Zehn Jahre Walldorfer Bürgerwingert – Herbsten an einem Sommertag

Die Sonne meinte es am 14. September mit den Walldorfer Rebstockpatinnen und –paten fast zu gut. Sie schien mit voller Kraft und sorgte nochmals für hochsommerliche Temperaturen, als es mittags zum Herbsten in den Walldorfer Bürgerwingert am Wieslocher Bussierhäusel ging.

Die Weinlese 2019 war auch ein kleines Jubiläum, denn vor zehn Jahren, im Mai 2009, wurden die 420 Grauburgunderrebstöcke auf einer Fläche von rund 10,2 Ar gepflanzt. Der schönste Termin im Jahr ist für die Rebstockpatinnen und –paten das Herbsten. Vom Treffpunkt am Weinpavillon der Winzer von Baden eG ging es auch diesmal gemeinsam in den Wingert, wo ein Mitarbeiter der Firma Dorobek die Gruppe schon mit Eimern und Traubenbütten erwartete. Angesichts der Hitze war es ganz passend, dass in diesem Jahr nicht an allen 420 Rebstöcken gelesen werden konnte, da der Bürgerwingert für ein Selektionsprogramm ausgewählt wurde und auch einige Trockenschäden berücksichtigt werden mussten.

Wie Kellermeister Jürgen Knopf am Nachmittag meldete, hatten die vielen fleißigen Hände 295 Kilogramm Trauben gelesen mit einem Oechslegrad von 94. Nach getaner Arbeit kredenzten Michaela Erbrecht und Samanta Reis, beide Auszubildende des Wieslocher „Palatin“, zur Erfrischung noch „Vino Palatino“, einen Spätburgunder rosé aus dem benachbarten Projektweinberg des Palatin, den dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hegen und pflegen. Für einen stärkenden Imbiss sorgte das Team der Winzerrast.

Rainer Kircher, seiner Heimatstadt Wiesloch mit Herz und Seele verbunden und ausgewiesener Kenner des Wingerts, hatte es sich nicht nehmen lassen, bei der Weinlese mitzuwirken. Er gab noch einen kleinen Rückblick auf die Entstehung des Bürgerwingerts und erinnerte daran, dass auch Walldorf einst ein Weindorf war, wovon noch Gewannnamen wie „Im Rebgarten“ zeugten. Einen Zeitungsartikel, in dem auf die fünf Walldorfer „W’s“, darunter auch der Wein, eingegangen wurde, hatte er natürlich dabei. Zitiert wird der einstige katholische Pfarrer Adam Stumpf, der sein Gedicht von 1734 über Walldorf mit der Feststellung beschließt: „Walldorffer seynd glückelige Leith!“

Das konnte auch Michaela Windisch von der Stadt Walldorf bestätigen, die das Herbsten mitorganisiert und betreut hatte und allen Beteiligten herzlich für ihren Einsatz dankte.

Am Bussierhäusel herrschte beim Herbsten beste Stimmung

Text: Stadt Walldorf
Foto: Pfeifer

 

Veröffentlicht am 21. September 2019, 13:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=274276 

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