Wohntrend: darum ist Vinylboden so beliebt

Bei der Renovierung von Wohnungen und Häusern hat sich längst ein neuer Trend eingestellt: Vinyl. Es löst nicht nur das klassische Laminat ab, sondern kann auch im Feuchtraum verwendet werden. Vinyl ist ein elastischer Bodenbelag, wärmedämmend und leicht zu pflegen. In Sachen Dekor gibt es eine lange Reihe an Angeboten. Von Fliesenoptik bis hin zu warmen Holztönen ist alles vorhanden.

Was sind Vinylböden?

Vinylböden zählen zu den PVC-Belägen und sind aus Kunststoff gefertigt. Durch einen mehrschichtigen Aufbau bleibt das Material robust und ist trotzdem elastischer und weicher als Fliesen oder Laminat. Das ist schon bei den ersten Schritten zu merken. Darüber hinaus erreicht der Belag eine gute Schalldämpfung. Sowohl der Trittschall als auch der allgemeine Raumschall können reduziert werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Arten der Vinylböden:

  • Vinyl
  • Massiv-Vinyl oder Voll-Vinyl
  • Hartvinyl

Die Beläge sind zwischen 5 und 10 mm stark und können schwimmend verlegt werden. Bei der einfachen Variante unterscheidet sich der Aufbau kaum vom Laminat. Robustes Hartvinyl wiederum basiert auf einem Stein-Kunststoff-Gemisch und ist damit noch widerstandsfähiger. Massiv-Vinyl ist zum Verkleben geeignet oder auch selbstklebend erhältlich. Die Zusammensetzung ist frei von Phtalat und Weichmacher, sodass das Material keine Gefahr für die Gesundheit darstellt.

Unzählige Designs verfügbar

Als weiteres Merkmal kann das vielseitige Design genannt werden. Die unterschiedlichen Dekore, Farben und Muster decken eine sehr große Palette ab. Von der warmen Holzoptik in Buche, Ahorn oder Kastanie bis hin zum Naturstein-Dekor bedient der Vinylboden viele Wünsche. Ein Vorteil: auf den ersten Blick lässt sich der Boden nicht von einer echten Holzdiele oder einer Fliese unterscheiden. Eine gute Übersicht dieser Vielfalt geben die Vinylböden von toom Baumarkt. Sie sind teilweise auf der Oberfläche strukturiert, um griffiger und rutschfest zu werden, beispielsweise für den Feuchtraum. Zudem erklärt der Toom Baumarkt genau, wie der Untergrund vorbereitet werden muss.

Einfache Reinigung und Pflege garantiert

Vinyl ist durch seine einfache Pflege und leichte Reinigung beliebt geworden. Im Gegensatz zu echtem Holzboden muss das Material nicht geölt, poliert oder regelmäßig aufgearbeitet werden. Feuchtes Wischen und regelmäßiges Saugen genügen zur Reinigung. Zudem zeigt sich die Oberfläche sehr strapazierfähig. Selbst schwere Möbel hinterlassen kaum Druckstellen. Nur bei sehr spitzen oder scharfen Gegenständen können Kratzer im Fußboden entstehen.

Die Oberfläche ist relativ glatt und damit hygienisch. Bakterien und Milben wird nur wenig Angriffsfläche geboten. Ein feuchtes Wischen genügt und der Boden ist wieder sauber. Zudem ist Vinyl teilweise für den Feuchtraum geeignet, da die Nässe nicht schnell in das Material eindringt. Milde Reinigungsmittel genügen bereits, wobei keine speziellen Produkte verwendet werden müssen. Auch Apotheken, Klinken und Hotels setzen auf Vinyl durch die hohen Hygieneansprüche. Weitere Vor- und Nachteile sind:

Vorteile

Nachteile

·         Geräuscharm

·         einfach zu verlegen

·         fußwarmes Gefühl

·         geringe Aufbauhöhe

·         für Renovierung geeignet

·         für Fußbodenheizung

·         kann im Feuchtraum verwendet werden

·         Ebener Untergrund nötig

·         nicht für jeden Altbelag

·         spitze Steine hinterlassen Kratzer

·         verklebtes Vinyl ist schwer zu entfernen

Wie verlegt man Vinylböden?

Vinylböden sind schnell und einfach verlegt und benötigen nur etwas handwerkliches Geschick. Selbst schwere Werkzeuge können eingespart werden. Das Kürzen der Dielen erfolgt nicht über eine Säge, sondern das Anritzen mit einem Cuttermesser genügt. Anschließend wird das Material mit der Hand abgeknickt. Wichtig beim Verlegen ist ein trockener, sauberer und ebener Untergrund. Unebenheiten können durch die geringe Aufbauhöhe kaum ausgeglichen werden. Außerdem drücken spitze Steinchen oder kleine Dellen im Boden durch und beschädigen das Vinyl.

In Räumen mit Fußbodenheizung wird das Verkleben empfohlen. Dadurch leitet das Material die Wärme besser, wenn er fest mit dem Untergrund verbunden ist. Das Heizen wird effektiver und der Boden fühl sich stets fußwarm an. Vinyl eignet sich für nahezu alle Räume im Haushalt:

  • Kinderzimmer
  • Flur
  • Wohnzimmer
  • Schlafzimmer
  • Küche

Die Küche sollte mit verklebtem Vinyl ausgestattet werden, vor allem in den Bereichen der Küchenzeile. Sie ist zu schwer für einen schwimmend verlegten Untergrund. In anderen Feuchträumen, wie beispielsweise im Bad, ist ebenso das vollflächige Verkleben notwendig. Dehnungsfugen sind zusätzlich mit Silikon zu versiegeln. Schließlich darf keine Feuchtigkeit unter den Boden gelangen, da sonst Schimmel entsteht. Schwimmend verlegtes Vinyl lässt sich nicht abdichten.

In der Sauna oder in der Nähe eines Ofens ist ein Vinylboden ungeeignet. Das Material ist weder für hohe Hitze noch für extreme Feuchtigkeit ausgelegt und geht in diesem Fall kaputt. Das gleiche gilt für den Wintergarten, da hier im Sommer mit großen Glasfronten auch extreme Temperaturen herrschen.

Bilder: pixabay.com (karriezhu, stevepb)

Veröffentlicht am 27. April 2020, 15:03
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=290429 

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