Windeln gehören in den Restmüll

(zg) Wertstoffe gehören im Rhein-Neckar-Kreis in die Grüne Tonne plus, wo sie nach Fraktionen aussortiert und recycelt werden. Leider wurden in der letzten Zeit häufig Windeln oder Bioabfälle in den Wertstofftonnen entdeckt. Der Geschäftsführer der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreis mbH, Alfred Ehrhard, weist daher daraufhin, dass benutzte Windeln auf alle Fälle aus hygienischen Gründen in die Restmülltonne gehören, wo sie in einer Müllverbrennungsanlage thermisch beseitigt werden. Leere Windelkartons- oder Folien, in denen die Windeln verpackt sind, gehören hingegen in die Grüne Tonne plus, da sie auch den Grünen Punkt als Wiederverwertungszeichen aufgedruckt haben.

Bioabfälle sind auch Wertstoffe, die im Rhein-Neckar-Kreis kompostiert werden. Allerdings sollten diese in den dafür vorgesehenen BioEnergieTonnen gesammelt werden und nicht in der Grünen Tonne plus.

Die Fehlwürfe in die Grüne Tonne plus – seien es Restmüll oder Biomüll – kosten den Abfallgebührenzahler letztendlich Geld, da die Störstoffe aus den Wertstoffen extra von Hand ausgelesen werden müssen und dadurch der Restmüllanteil erhöht wird. Dieser muss einer thermischen Verwertung zugeführt werden, was wieder mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Das Auslesen ist – besonders im Falle von benutzten Windeln – auch ein sehr unangenehmer und geruchsintensiver Vorgang für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Wertstoffsortieranlage in Sinsheim.

In der Grünen Tonne plus werden alle lizenzierten Verpackungen mit dem Grünen Punkt und alle sonstigen verwertbaren Gegenstände aus Kunststoff, Metall oder Papier erfasst.

Dazu gehören z.B. Alufolie und andere Aluminiumteile, Blumentöpfe aus Kunststoff, Butterpapier, Einweggeschirr und -besteck, Cremedosen und -tuben, Getränkedosen, Folien und Foliensäcke (z.B. für Zwiebeln und Kartoffeln), Netze für Obst und Gemüse, Getränkeverbundverpackungen, Joghurt-, Quark- und Sahnebecher, Kartonagen, Konserven- und Getränkedosen, Knisterfolie, Kronkorken, Kunststoffe, Kaffee- u. Teeverpackungen, Margarinebecher, Safttüten, Nägel und Schrauben, Plastikeimer und -dosen, Schokoladenfolie und –papier, Schraubverschlüsse von Glasflaschen, Spraydosen (leer), Styropor, Teigwarenverpackungen, Tuben, Verbundverpackungen aus verschiedenen Materialien, Wasch- und Putzmittelbehälter, Zigarettenschachteln, Zeitschriften, Zeitungen, Kataloge, Illustrierte und sonstiges Papier.

Zu den Metallen und Kunststoffteilen gehören kleinvolumiger Schrott wie z.B. Eisenrohre, Armaturen, Metalltöpfe oder kleinvolumige Kunststoffteile wie z.B. Rührschüsseln, Kinderspielzeug etc., die in die Grüne Tonne plus passen.

Die Grüne Tonne plus ist seit 20 Jahren ein erfolgreich praktiziertes System der Wertstoffsammlung. Über 76.000 Tonnen an Wertstoffen werden jährlich bei der Wertstoffsortieranlage in Sinsheim angeliefert und nach einzelnen Stofffraktionen sortiert. Papier, Plastik, Metalle – am Ende gehen die einzelnen Fraktionen getrennte Wege zu verschiedenen Recyclingfirmen.

Quelle: AVR

Veröffentlicht am 31. März 2013, 09:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=20152 

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