Waldkindergarten besucht Rathaus – Viele Fragen an den Bürgermeister

Die zwölf Kinder im Alter zwischen drei und fünf Jahren haben zu ihrem Besuch im Walldorfer Rathaus eine ganze Menge Fragen mitgebracht.
„Mögen Sie Pferde?“, will Marla von Bürgermeister Matthias Renschler wissen. „Das sind schöne Tiere“, sagt er und erzählt von seiner Nichte, die „großer Pferde-Fan“ ist.
Hat der Bürgermeister selbst Kinder und kann er schwimmen? Darauf möchte Anton Antworten hören. In beiden Fällen ist es ein „Ja“. Matthias Renschler ist Vater einer Tochter und eines Sohns, „schwimmen kann ich auch“.
Dass mitten im Rathaus ein großer Baum wächst, fasziniert die Kinder sichtlich. „Ist das ein Apfelbaum?“, fragt Arthur. Ist es nicht, sondern ein chinesischer Feigenbaum, wie auf rathausinterne Nachfrage zu erfahren ist.

Die Kinder sind aus dem Waldkindergarten der Zipfelmützen im Dannheckerwald ins Rathaus gekommen, wo der Bürgermeister sie, ihre Erzieherinnen Eva Meister, Katharina Minack und Lisa Dohmgoergen sowie Kindergartenleiter Peter Hug gerne im Ratssaal empfängt.
Neben Fragen haben sie auch echte Probleme dabei, die sie beschäftigen. „Ich finde es komisch, dass die Bürgersteige abgeschnitten sind und die Straßen durchgehen. Und dass manchmal die Mülleimer draufstehen“, erklärt Theo. Das stört ihn nämlich beim Fahrradfahren, weil er dann oft absteigen muss.
Das mit den Straßen lasse sich nicht ändern, sagt der Bürgermeister, die brauche man, damit die Autos fahren können. Aber ihre Mülltonne sollten die Leute natürlich schnell wegräumen, wenn sie geleert worden ist. Dann wäre schon mal Platz für Kinder auf dem Fahrrad.
„Warum ist die Schaukel am Drachenspielplatz weg?“, wundert sich ein anderes Kind. Das lässt sich relativ einfach erklären: Die alte Schaukel war beschädigt und muss durch eine neue ersetzt werden. Das soll nach Auskunft aus dem Bauamt in Kürze geschehen.
Und da die Kinder für ihre Ausflüge oft wie heute auch den kostenlosen Bus nutzen, würden sie sich an einigen Stellen in Walldorf weitere Bushaltestellen wünschen. Das ist gar nicht so leicht, weiß der Bürgermeister, die Stadt möchte aber mit einer neuen Stadtbuslinie in unterversorgten Bereichen für Abhilfe sorgen.

Was macht der Bürgermeister eigentlich den ganzen Tag? Eine ganze Menge, berichtet Matthias Renschler. Er bekommt viel Post und viele Anrufe, muss Anfragen beantworten und sich manchmal auch um Beschwerden kümmern. Oft ist er in Besprechungen, in denen darüber geredet wird, was in Walldorf gemacht werden kann. Beschlossen wird das dann im Gemeinderat, dessen Vorsitzender er ist. „Fast jeden Abend habe ich etwas, auch am Wochenende findet viel statt“, sagt der Bürgermeister. „Das ist schön, man kann auf Feste und Konzerte gehen“, hat die viele Arbeit aber auch ihre angenehmen Seiten.
Renschler zeigt den Kindern die Flaggen im Ratssaal, die aus den Ländern der Partnerstädte Walldorfs stammen, und er nimmt sie mit in sein Büro, wo es unter anderem die Amtskette zu bestaunen gibt. Ein Rundgang durch Teile des Rathauses schließt sich an, ehe jedes Kind mit einer Brezel für den Besuch belohnt wird und sich alle mit einem vielstimmigen „Danke“ verabschieden.
„Mir hat’s richtig Spaß gemacht“, sagt auch der Bürgermeister. Und: „Kinder haben oft gute Ideen. Die Erwachsenen müssen nur zuhören.“

 

Text und Foto: Stadt Walldorf

 

 

Veröffentlicht am 19. November 2022, 08:00
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