Und plötzlich ist der Zwinger leer
Das Tom-Tatze-Tierheim trauert um seinen Langzeitschützling Henry
Manche Tiere finden nie ein eigenes geeignetes Zuhause. So war es auch mit Henry. Zehn Jahre lang lebte der Foxhound Mischling im Tom-Tatze-Tierheim. Einmal vermittelt kam der er wegen eines Beißvorfalls wieder zurück. Seine Vergangenheit hatte Spuren hinterlassen Er war kein einfacher Hund, sondern einer, den man verstehen musste. Die Mitarbeiter im Tom-Tatze-Tierheim und seine ehrenamtlichen Gassigeher konnten das. Sie lernten seine Eigenheiten kennen und schätzen. Acht Jahre lang gehörten gemeinsame Spaziergänge, sein fröhliches Begrüßungsgebell und sein Planschen im Wasser zum Tierheimalltag. Seine weiteren Eigenarten gehörten einfach zu ihm. Jetzt ist Opa Henry gestorben und plötzlich ist sein Zwinger leer. Mit 14 Jahren ließ seine Kraft nach. Die Spaziergänge wurden kleiner. Stattdessen genoss er seine Zeit auf der Couch im Büro mit seinen Menschen.
Die ganze Tierheimfamilie ist traurig. Der Tierheimalltag geht zwar weiter, doch an vielen kleine Momenten wird deutlich, wie sehr „Opa Henry“ ihnen fehlt. Die Erinnerungen an ihn bleiben – und sie verbinden.
Erinnerungen stehen auch im Mittelpunkt des Tags der Regenbogenbrücke, zu dem das Tom-Tatze-Tierheim am 28. August um 18:00 einlädt. Willkommen sind alle Menschen, die ein geliebtes Haustier verloren haben oder die interessiert sind am Leben und Sterben der Schützlinge im Tom-Tatze-Tierheim. Neben bewegenden Geschichten bleibt dabei auch Raum für ein Lächeln, denn die gemeinsamen Erinnerungen an seinen treuen Weggefährten sind oft ebenso schön wie tröstlich. Also nur Mut und kommen sie vorbei.
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Foto: Birgit Schneidewind
















