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SVS Spielbericht gegen Hertha

10. November 2012 | Das Neueste, SV Sandhausen

Hertha BSC eine Nummer zu groß / Verdiente Niederlage

Sandhausen (sim). „Wir haben gegen die bislang stärkste Mannschaft auch in dieser Höhe verdient verloren“. Gerd Dais, der Trainer des Zweitligaaufsteigers SV Sandhausen sagte dies mit belegter Stimme und gratulierte seinem Kontrahenten von Hertha BSC, Jos Luhukay zum Sieg: „Unsere Gäste werden bei der Endabrechnung ganz oben stehen und für uns geht es bis zum letzten Spieltag um den Verbleib“. Über die 1:6 (0:2) Niederlage im heimischen Hardtwaldstadion sollte man bei den Gastgebern vor der Rekordkulisse von 8.300, darunter etwa 2.000 Gästeanhänger, nicht zu lange lamentieren, denn die Berliner waren ganz einfach eine Nummer zu groß für den Neuling. Punkte, die beim Absturz ans Tabellenende fehlen, wurden sicherlich in anderen Partien „verschenkt“. Hinzu kam auf Gastgeberseite, dass mit Ischdonat, Achenbach und Fießer unmittelbar vor der Begegnung noch drei Stammkräfte absagen mussten, die bislang in allen Pflichtaufgaben im Einsatz waren. Dies alles will aber Präsident Jürgen Machmeier so nicht alleine stehen lassen: „Klar haben Spieler gefehlt, aber alle die auf dem Platz standen, erheben den Anspruch zweitligatauglich zu sein und werden dementsprechend auch bezahlt“. Er bemängelte ganz besonders das Zweikampfverhalten, „mit dem wir in der zweiten Liga sicherlich nicht bestehen können“. Der unglücklichste Akteur auf dem Feld bis zu seiner roten Karte war Michael Langer. Jetzt hatte er die Bewährungschance durch die Erkrankung von Daniel Ischdonat und dann unterlaufen ihm sofort zwei folgenschwere Patzer: Beim 2:0 durch Niemeyer (34.) ging er wenige Meter vor seinem Kasten zu entschlossen an das Spielgerät, sodass vom Rücken des Berliner der Ball über die Linie flog und den von ihm verschuldeten Foulelfmeter verwandelte Ronny zum entscheidenden 3:0 in der 68. Minute. Die Führung der Gäste, die eigentlich überfällig war, besorgte Ramos (28.) nach einer Kopfballstafette über Schulz und Lustenberger nach Eckstoß. Bereits zuvor brannte es lichterloh im SV-Strafraum nach Aktionen von Rommy (10./20.) und Ramos (18.). „Trotzdem ist es uns weit gehendst gelungen, kompakt zu stehen und die Räume eng zu machen. Schwierigkeiten hatten wird jedoch mit Standardsituationen, wie die beiden Treffer beweisen“, bemängelte Gerd Dais und fügt hinzu: „Nach vorne gab es keine Entlastung, es war Einbahnstrassen Fußball und im technisch taktischen Bereich erteilte uns Hertha eine Lehrstunde“. In Unterzahl kamen die Platzherren nach 75 Minuten zum Ehrentreffer. Riemann zog auf der linken Seite und in seine flache Hereingabe lief der zuvor eingewechselte Andrew Wooten und schob ein. Langers Vertreter Philipp Kühn erlebte in den letzten zehn Minuten ebenfalls die Wirklichkeit der zweiten Liga. Allagui (81.), Ndjeng (89.) und Sahar (90.) sorgten dafür, dass die Hertha mit 6:1 den höchsten Saisonsieg feiern konnte unsd gleichzeitig im elften Spiel in Folge ungeschlagen blieb. Jos Luhukay sah deshalb auch einen mit Leichtfertigkeit heraus gespielten Erfolg, erkannte zudem viele schöne Spielzüge seiner Mannschaft und lobte: „Wir haben läuferisch viel investiert und wurden mit einem erfolgreichen Abend dafür belohnt“. Wie geht es beim Aufsteiger weiter? „Wir dürfen jetzt nicht nach dem Motto Knüppel aus dem Sack reagieren. Noch sind 21 Spiele zu absolvieren und das Saisonziel, einen Platz über dem Strich zu sein, längst nicht in die Ferne gerückt“, betont ein trotzdem angekratzter Trainer Gerd Dais die Situation. SV Sandhausen: Langer; Schauerte, Pirschorn, Morena, Kandziora; Glibo; Klotz (Wooten), Danneberg (67. Kühn), Tüting, Riemann (85. Blacha); Lönig. Hertha BSC Berlin: Kraft; Pekarik, Lustenberger, Brooks, Bastians; Niemeyer, Kluge; Ndjeng, Ronny ((3. Mukhtar), Nico Schulz (76. Sahar); Ramos (73. Allagui). Tore: 0:1 (28.) Ramos, 0:2 (34.) Niemeyer, 0:3 (68./FE) Ronny, 1:3 (75.) Wooten, 1:4 (81.) Allagui, 1:5 (89.) Ndjeng, 1:6 (90.) Sahar. Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach). Zuschauer: 8.300. Rote Karte: Langer (64./Notbremse).

Spielstatistik der Zweitligapartie SVS – Hertha BSC Berlin

Torschüsse                              3 SVS und 24 Hertha BSC

Ballbesitz                              35 % SVS und 65 % Hertha BSC

Zweikämpfe gewonnen          45 % SVS und 55 % Hertha BSC

Ecken                                      0 SSV und 7 Hertha BSC

Abseits                                    1 SVS und 2 Hertha BSC

Fouls                                       9 SVS und 9 Hertha BSC

Torschüsse                      1 Kandziora SVS und 6 Ramos Hertha BSC

Torschussvorlagen           je 1 Klotz und Riemann SVS und Ronny Hertha

Ballkontakte                  65 Schauerte SVS und 135  Lustenberger Hertha

Zweikämpfe gewonnen   62 % Pischorn SVS, 73 % Lustenberger Hertha

Flanken                             2 Kandziora SVS und 2 Schulz Hertha BSC

 

 

Quelle: SVS

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