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SVS – Duisburg der nächste Gegner

25. Oktober 2012 | Das Neueste, SV Sandhausen

MSV Duisburg: Vom Gründungsmitglied zum Schlusslicht

Duisburg (sim). Die ganze Spannweite des deutschen Profifußballs verkörpert der samstägliche Gegner des SV Sandhausen, der MSV Duisburg. Die „Zebras“, wie sie aufgrund ihrer Spielkleidung genannt werden, gehörten zu den 16 Gründungsmitglieder bei der Premierensaison 1963/64 der Bundesliga, um mit „Riegel-Rudi“ Gutendorf auf Anhieb auch deutscher Vizemeister zu werden. Das sind nahezu 50 Jahre her und in der Zwischenzeit hat sich vieles geändert in dem Duisburg Stadtteil Meiderich. Der MSV wurde 1902 nämlich als Meidericher Spielverein gegründet und das ist auch der Grund für die ersten drei Buchstaben. Erst 1967 erfolgte die Namensänderung auf den MSV Duisburg. Der (fast) Nachbar FC Schalke 04 ist bei seiner Bezeichnung geblieben und nicht Gelsenkirchen mit aufgenommen. In all den Jahrzehnten sind die Mannen von der Wedau insgesamt sechs Mal aus der Eliteklasse abgestiegen und fünf Mal auch wieder aufgestiegen. Der jetzige Zweitligaaufenthalt geht schon seit der Saison 2008/09 und eine Rückkehr ist derzeit nahezu im Lichtjahre entfernt. Jetzt müssen die Meidericher erst einmal versuchen, wie schon einmal in den Neunziger Jahre geschehen, nicht aus dem Profibereich zu verschwinden.

Viermal stand der MSV Duisburg auch im deutschen Pokalfinale, um allerdings immer zweiter Sieger zu bleiben. Das letzte Mal 2011 gegen „Reviernachbar“ FC Schalke 04 im Berliner Olympiastadion. International war der MSV zweimal vertreten.
Die Zebratrikots streiften schon viele Nationalspieler über. Unter anderem „Boss“ Rahn zum Bundesligaauftakt 1963, Werner „Eia“ Krämer oder Bernhard Dietz, um nur drei zu nennen. Der 4.650 Mitglieder große Verein, bei dem mehrere Sportarten ausgeübt werden können, besitzt seit 2007 ein neues Stadion direkt bei der Sportschule Wedau mit einer guten Infrastruktur und einem großen Parkangebot. Das ursprüngliche Wedaustadion wurde zuletzt in die „Schauinsland-Reise-Arena“ umgetauft.
Sportlich hinkt der Verein seit geraumer Zeit etwas hinterher. Schon in der abgelaufenen Saison wurde der Klassenverbleib erst am letzten Spieltag erreicht und in der Serie 2012/13 war der Start eine ganze Katastrophe. Sofort wurde gegen die beiden Aufsteiger VfR Aalen und SSV Jahn Regensburg verloren und erst beim neunten Spieltag gab es einen „Dreier“ in Cottbus zu feiern. Zu Hause reichte es bislang nur zu zwei Unentschieden. In Zahlen drückt sich das mit dem letzten Platz bei 6:21Toren und fünf errungenen Punkten aus. Bereits endet August musste der frühere Bundesligakeeper Oliver Reck die Trainerbank räumen. Für ihn wurde der 41-jährige Kosta Runjaic von Darmstadt 98 losgeeist. Er unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2014. Alle zehn Begegnungen haben bislang Torhüter Felix Wiedwald, der aus Düsseldorf gekommene Ranisav Jovanovic, Goran Sukalo, Sören Brandy und Branimir Bajic mitgemacht. „Die meisten sind erfahrene Leute, sodass man Duisburg noch längst nicht abschreiben darf“, mahnt Gerd Dais, der Trainer des SV Sandhausen Mannschaft und Zuschauer vor dem „Zebraauftritt“ im Hardtwaldstadion.

Quelle : SV Sandhausen

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