SV Sandhausen verliert gegen Schalke in der Nachspielzeit

Diekmeiers Treffer reicht nicht. Der SVS hält gegen Schalke lange Zeit mit und kann sich am Ende einer umkämpften Schlussphase nicht belohnen.

Ajdini rückt für Soukou ins Team

Mit einer Änderung gegenüber dem Auswärtssieg in Nürnberg geht Trainer Alois Schwartz in die Partie gegen den FC Schalke 04. Für Cebio Soukou, der mit Knieproblemen ausfällt, rückt Bashkim Ajdini in die Startelf.

SVS in gewohnter Grundformation

Die taktische Ausrichtung bleibt in der gewohnten Form: Vor Patrick Drewes im Tor bilden (von rechts) Dennis Diekmeier, Dario Dumic, Aleksandr Zhirov und Chima Okoroji die Abwehrkette. Das defensive Mittelfeld besetzt neben Tom Trybull Erik Zenga, Janik Bachmann übernimmt den offensiveren Part. Ajdini auf rechts und Nils Seufert auf links greifen über die Außenpositionen an, Pascal Testroet stürmt im Zentrum.

Schalke bestimmt zu Beginn das Spiel, Testroet akrobatisch

Sandhausen stört in den Anfangsminuten früh, den Schalkern bleibt oft nur der lange Ball in die Spitze. Einen hohen Steilpass ins Zentrum des SVS fängt Keeper Drewes locker vor dem eingelaufenen Churlinov ab.
Die erste Chance für den SVS hat Testroet: Nach einer Flanke von Diekmeier setzt der Stürmer zum Seitfallzieher aus 16 Metern an, verzieht aber deutlich.

Die Gäste machen Druck

Churlinov setzt sich im Dribbling auf der Außenbahn durch und bringt den Ball flach in die Mitte, wo alle Akteure vorbeirutschen. Dann folgt eine Chance im Dreierpack für Schalke (18.): Einen Flachpass kann Terodde nicht verwandeln, die Nachschüsse von Bülter und Zalazar können die Schwarz-Weißen blocken. Im Gegenzug sorgt der SVS für Entlastung: Über Ajdini geht es in die Offensive, den Steilpass verpasst Testroet nur knapp. Danach ist wieder Schalke dran: Zalazar tritt einen Freistoß aus 25 Metern direkt auf das Tor von Drewes (25.), dieser kann ins Toraus klären. Die anschließende Ecke kommt gefährlich, gleich zwei Schalker verfehlen aber den Kopfball.

SVS-Offensive vor der Pause

Schalke fehlt nach 35 Minuten die Konsequenz im Spielnach vorne – auch, weil die SVS-Abwehr kaum Spielraum lässt und selbst Akzente setzt. Diekmeier bedient Testroet im Strafraum, der Kopfball landet aber über dem Tor (39.). Die Gastgeber laufen nun wieder früher an und setzen Schalke unter Druck. Nach einem kurzen Freistoß im Mittelfeld wird Dumic im Strafraum bedient: Er kommt beim Kopfball zu Fall. Schiedsrichter Zwayer sieht kein Vergehen und pfeift zur Pause.

Schalke macht Druck und hat das Spiel über weite Strecken im Griff, ein Tor gelingt den Gästen jedoch nicht. Daran hat auch SVS-Torwart Drewes einen großen Anteil. Die Schwarz-Weiße Offensive zum Ende der Halbzeit macht Mut, die Gäste aus dem Ruhrpott zu ärgern.

Kinsombi kommt für Seufert

Nach der Pause wird Seufert durch Christian Kinsombi ersetzt. Schalke geht ohne Wechsel in Halbzeit zwei. Die Gäste setzen sich direkt in der Hälfte des SVS fest, eine Ecke von Zalazar wird nicht abschließend geklärt. Einen scharfen Pass vors Tor des SVS kann Drewes gerade noch vor dem bereitstehenden Terodde zur Seite abwehren. Der Ball bleibt gefährlich, der Nachschuss von Bülter wird geblockt. Im Gegenzug kommt Bachmann im Sechzehner zum Kopfball, doch auch hier fehlt der Druck beim Abschluss.

Großchance für Kinsombi

Nach 57 Minuten fast die Führung für den SVS: Zenga bedient Kinsombi, dessen Schuss aus zehn Metern verfehlt das Schalker Tor nur um weniger Zentimeter. Die Gäste aus Gelsenkirchen machen weiterhin das Spiel, doch die Schwarz-Weißen bleiben gefährlich und können regelmäßig Nadelstiche setzen. Einen Freistoß von Okoroji und einen Distanzschuss von Testroet kann Schalke-Keeper Fraisl parieren. Die Schalker tun sich nun schwerer im Spiel nach vorne, die SVS-Abwehr steht gut.

Doppelwechsel bei Schalke und die Führung

Schalkes Trainer Büskens reagiert: Ouwejan ersetzt Chalhanoglu, Idrizi kommt für Zalazar (67.). Doch die nächste Chance haben die Männer vom Hardtwald. Bei einem Konter behauptet Testroet den Ball und schickt Kinsombi, der viel Platz hat, den aber nicht gewinnbringend platzieren kann, Fraisl kann parieren. Dann geht es schnell. Churlinov kommt aus 16 Metern halblinks zum Abschluss, der Ball landet am rechten Innenpfosten. Den Abpraller verwandelt Terodde im Fallen zum 1:0 (71.). Auch nach der Führung bleibt die Partie umkämpft.

Diekmeier bringt SVS zurück ins Spiel

Auch der SVS wechselt dreifach: Alexander Esswein kommt für Trybull, Testroet wird von Alou Kuol abgelöst und Ajdini verlässt für Maurice Deville das Feld (78.).
Im Anschluss bringt Sandhausens erster Eckball nach 82 Minuten keine Gefahr im Strafraum der Schalker, dafür aber die Flanke im Anschluss: Esswein bedient Zhirov. Dieser verlängert und Diekmeier vollstreckt zum 1:1-Ausgleich. Das Spiel ist wieder offen.

Offener Schlagabtausch in der Schlussphase

Beide Teams klappen nun ihre Visiere nach oben und werfen alles nach vorne. Terodde taucht frei vor Drewes auf, als er eine Kopfballverlängerung aus 18 Metern per Volley in Richtung Tor befördert. Der Ball geht am Tor vorbei. Drei Minuten werden nachgespielt. Als alle schon mit einer Punkteteilung rechnen, nutzt Schalkes Terodde nur wenige Meter vorm SVS-Tor die Hereingabe von Idrizi und drückt den Ball zum 2:1 für die Gäste über die Linie.
Der SVS versucht noch einmal alles, ohne zu weiteren Torchancen zu kommen. Nach einem zu harten Einsteigen von Kuol gegen Ouwejan stellt Schiedsrichter Zwayer Kuol mit Rot vom Platz. Kurz nach dem Platzverweis ist Schluss im BWT-Stadion am Hardtwald.

Weiter geht es für den SV Sandhausen am kommenden Freitag, den 6. Mai, um 18:30 Uhr mit dem Gastspiel beim SC Paderborn.

SV Sandhausen: Drewes – Okoroji, Zhirov, Dumic, Diekmeier – Zenga, Trybull (79. Esswein), Bachmann, Seufert (46. Kinsombi), Ajdini (79. Deville) – Testroet (79. Kuol)

FC Schalke 04: Fraisl – Calhanoglu (68. Ouwejan), Kaminski, Itakura, Vindheim – Latza (77. Pálsson), Flick, Zalazar (68. Idrizi), Churlinov (94. Aydin) – Bülter, Terodde

Tore: 0:1 Terodde (71.), 1:1 Diekmeier (83.), 1:2 Terodde (90.+2)

Zuschauer: 12.355

Schiedsrichter: Felix Zwayer

Gelbe Karten: Wiedwald – Churlinov, Latza

Rote Karte: Kuol

 

Veröffentlicht am 30. April 2022, 16:00
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