Stadt Wiesloch begrüßt zum Neujahrsempfang

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Nach einem ereignisreichen ersten Amtsjahr von Seiten des Wieslocher Oberbürgermeisters Dirk Elkemann ließ die Einladung zum Neujahrsempfang der Stadt Wiesloch nicht lange auf sich warten. Am Freitag, den 27.01.2016, im Minnesängersaal des Palatins, sollte man gemeinsam das vergangene Jahr Revue passieren lassen und sich dabei auf ein neues Jahr einstimmen.

(LL) Um kurz vor 18:oo Uhr hat sich die Feuerwehr bereits mit ihren Fahrzeugen in der „Ringstraße“ in  Position gesetzt und begrüßt die Neuankömmlinge am Eingang herzlich. Nachdem man seine Jacke abgegeben hat, sich die ersten Menschengruppen herzlich begrüßt haben und von allen Seiten ein lautes „Hallo“ zu hören ist, hört man bereits einen lauten Gong, der die Veranstaltung ankündigt. In diesem Jahr, so hieß es auf der Einladung, soll es sich um eine Stehveranstaltung handeln, um mehr Platz für gute Gespräche zu haben. Je näher man jedoch dem Minnesängersaal kommt, desto eher fragt man sich, wie die vielen Menschen, die am heutigen Tag erschienen sind, denn alle in diesen Raum passen sollen. Ein weiterer Gong ruft zur Eile auf, gleich geht es los.

Die Menschen strömen in das Innere des Raumes, wo die Bigband der Musikschule Südliche Bergstraße bereits auf ihren Einsatz wartet. Am Ende gab es dann doch keine Platzprobleme und man konnte sich gemütlich an einen der Stehtische bewegen und sich jeweils in seiner kleinen Gruppe unterhalten. Mit „A night like this“ von der Bigband der Musikhochschule unter Leitung von Björn Strangmann wird der Abend schwungvoll eingeleitet. Die Stimmung ist gut, es wird laut applaudiert. Als Oberbürgermeister Dirk Elkemann nach vorne tritt, wird es wieder leise.

Mit einer netten Anekdote beginnt unser Oberbürgermeister, über die „MS Wiesloch“ und seine Abenteuerreise mit ihr zu erzählen. Sein erstes Amtsjahr beschreibt Dirk Elkemann als ein „aufregendes, manchmal anstrengendes, aber gleichfalls glückliches erstes Jahr“. Eine „Flaute“, wie er es selbst bezeichnete, zeigte sich in der Haushaltskasse wieder. Am Tag der Beratung für das Jahr 2016 erfuhr man, dass die Stadt insgesamt 4,8 Millionen Euro Gewerbesteuer zurückerstatten muss. Ein Jahr später konnte direkt beim ersten Anlauf die Haushaltskasse beschlossen und genehmigt werden. Trotz schlechter Finanzlage, so berichtet Elkemann, gibt es jedoch viele Projekte, auf die die Stadt Wiesloch stolz sein kann. Um nur eine kleine Auswahl davon zu nennen: „Dannheimer“, Umstellung auf LED auf den dunklen Straßen, Spatenstich für ein Pflege- und Seniorenheim in Frauenweiler, das Projekt „Leimbachpark im Industriegebiet“ und das Gelände der ehemaligen „Wallpappe“ als ein zukünftiges Wohngebiet.  

Einen großen Dank sprach Dirk Elkemann an all diejenigen aus, die ehrenamtliches Engagement gegenüber Menschen und Tieren in unserer Stadt gezeigt haben. Aber auch Vereine und Organisationen sollten an diesem Abend nicht unerwähnt gelassen werden. Denn dieser gesellschaftliche Zusammenhang, so Elkemann, den man in Wiesloch findet, lässt eine große Dynamik aufkommen, die ihn gespannt auf das Jahr 2017 machen.

Das vorliegende Jahr wird alles andere als langweilig. An oberster Stelle erwähnt Elkemann die Erarbeitung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes. Dabei soll gemeinsam eine Planung für die nächsten Jahren mit den Bürgern und dem Gemeinderat konzipiert werden. Ein weiteres, wichtiges Projekt im kommenden Jahr wird die Beschäftigung mit den Schulen und Kindergärten in der Stadt sein. Die Einweihung der Schiller-Turnhallen ist eines von mehreren Projekten, die 2017 auf dem Programm stehen.

Zum Abschluss der Rede von unserem Oberbürgermeister wünscht Elkemann allen Anwesenden ein gesundes Jahr 2017 und dass „wir gemeinsam auch stürmische Zeiten gut überstehen und mit unserer MS Wiesloch unser Schiff auf Kurs halten“.

Neben der musikalischen Umrahmung wurde als einziger Programmpunkt Moritz Freiherr Knigge auf die Bühne geladen. Er referierte zu dem Thema „Was macht einen wertschätzenden Menschen aus?“ Der Familienname „Knigge“ steht heute und bereits vor 200 Jahren als ein Synonym für Etikette und gutes Benehmen. Herr Knigge, wie man ihn bitte ansprechen soll, ist erstaunt darüber, dass sein Name tatsächlich in den deutschen Sprachgebrauch übergegangen ist. So behauptet er bereits, dass es schon innerhalb Deutschlands keine Regeln gibt, wie man beispielsweise Servietten zu falten hat. Seiner Meinung kann ein Mensch gute Manieren haben, dem „Knigge“ aber vollkommen widersprechen. So beschreibt Herr Knigge fünf Neigungen von uns Menschen auf, die den ein oder anderen im Publikum schmunzeln lässt. Herr Knigge brachte dabei viele nette Denkanstöße und veranschaulichte an lebensechten Beispielen von Alltagssituationen, die jeder einmal schon erlebt hat, dass man nicht als erstes mit dem Finger auf andere Menschen zeigen sollte. Mit diesen Impulsen schickte Herr Knigge das Publikum in das offene Gespräch miteinander – der offizielle Teil war beendet.

Bei Wein und Gebäck entstanden viele nette Unterhaltungen und die ein oder andere neue Bekanntschaft wurde gemacht. In der Foto-Box und am Info-Stand wurde die neue Kampagne „Echt Wiesloch“ ins Leben gerufen und man konnte selbst Teil davon werden. Die Kampagne soll einer breiten Öffentlichkeit die Vielfalt der Einkaufsstadt Wiesloch präsentieren und die Menschen animieren, lokal zu konsumieren.

Mit einem letzten Abschlussimpuls verabschiedete sich Moritz Freiherr Knigge und gab dem ein oder anderen Denkstoff für zu Hause mit. Bürger und Bürgerinnen verabschiedeten sich von 2016 und die Besatzung der MS Wiesloch legt den Kurs geradewegs auf ein erfolgreiches Jahr 2017.

Veröffentlicht am 30. Januar 2017, 06:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=201813 

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