Bleiben Sie informiert  /  Donnerstag, 26. März 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Wiesloch und Walldorf

Serie Waldnaturschutz des Kreisforstamts

24. August 2023 | Leitartikel, Photo Gallery

Esel im Walldorfer Stadtwald helfen beim Artenschutz
Weidetiere, insbesondere Esel, sieht man in unseren Wäldern eigentlich nicht. Die Weidetierhaltung im Wald ist nämlich schon seit über 100 Jahren verboten. Doch derzeit gibt es eine Ausnahme im Walldorfer Wald. Dort stehen zwei Esel inmitten eines Kiefernwaldes – um sie geht es im heutigen Teil der Reihe „Naturschutzprojekte im Wald“ des Kreisforstamts.
Die beiden Tiere sind Teil des Waldweideprojektes der Stadt Walldorf. Auf etwa 5 Hektar Fläche wird diese historische Form der Waldnutzung heute noch praktiziert. Der Sinn dahinter: seltenen Tieren und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum schaffen, damit sie sich dort wieder ansiedeln und langfristig etablieren können. Früher hielten die Menschen ihre Tiere im Wald. Dort hatten sie viel Platz und konnten kostenlos fressen. Dabei reichte das Nahrungsangebot von Gräsern über Kräuter, Früchte bis hin zu Knospen und Rinde. Sogar Laub- und Nadelstreu wurde im Winter zur Fütterung genutzt oder aufgesammelt, um damit die Äcker zu düngen und die Ställe einzustreuen. Auf diese Weise entstanden im Wald „arme“ Standorte, die häufig durch Nährstoffarmut, eine fehlende Krautvegetation und lichte Strukturen gekennzeichnet waren. Nach dem Verbot der Waldweide und der Aufgabe der Waldstreunutzung wurden diese besonderen Lebensräume seltener und mit ihnen die darauf angewiesenen Arten.
Mit Hilfe der beiden Esel sollen sich im eingezäunten Waldstück die Bedingungen von früher wieder dauerhaft einstellen. Dabei stellen sie eine günstige Alternative zur händischen oder motorisierten Pflege dar, die kostenintensiver und deutlich aufwendiger ist. Die Tiere halten die Vegetation kurz, wälzen sich auf dem Boden, scharren mit den Hufen und beeinflussen so die Umwelt. Vor allem licht- und wärmebedürftige Arten profitieren davon. In der Vogelwelt gelten Ziegenmelker und Heidelerche als Arten, die solche dynamischen, rohbodenreichen und lichten Übergangsbereiche zwischen Wald- und Offenland als Lebensraum benötigen. Wärme- und lichtliebende Pflanzen, wie zum Beispiel der gelbe Enzian, können sich so ebenfalls auf den „armen“ Standorten ansiedeln. 
Bis voraussichtlich Ende September sind die Tiere je nach Nahrungsangebot noch auf der Waldweide zu finden. Wer sie dort besuchen möchte, kann zum Beispiel mit dem Auto beim Parkplatz der Bürgerbegegnungsstätte Reilingen parken und von dort zu Fuß zur Waldweide laufen. Die genauen Koordinaten des Waldstücks sind 49°18’23.6″N 8°36’22.3″E.

Quelle: Landratsamt RNK

Das könnte Sie auch interessieren…

Nacht der Ausbildung bot breites Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten

   Mehrere Polizeiwagen vor dem Rathaus, rund ein Dutzend Polizistinnen und Polizisten, die in Uniform auf dem Gelände stehen, und ein Bürgermeister, der im Atrium des Verwaltungsgebäudes auf einem Körperumriss auf dem Boden liegt – was wie der Beginn eines...

Angst vor der Nachzahlung?

Angst vor der Nachzahlung: Wo kann ich meine Nebenkostenabrechnung nachprüfen lassen? Aktuell bekommen viele Mieter ihre Nebenkostenabrechnungen überreicht und diese Zeit des Jahres kann gerade nach einem Winter mit hohen Energiepreisen zu Nervenflattern führen. Wie...

23. Weinfestival im Palatin Wiesloch

23. Weinfestival im Palatin Wiesloch – Ein Fest für Wein- und Kunstliebhaber Am Sonntag, den 19. April 2026, lädt das 23. Weinfestival im Palatin Wiesloch von 11 bis 18 Uhr parallel zum Frühlingsmarkt auf dem Wieslocher Festplatz alle Weinliebhaberinnen und -liebhaber...

Hier könnte Ihr Link stehen

Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv