Neue Bewohner im Zoo Heidelberg: Sechs junge Keas sorgen für neugierige Einblicke
Der Zoo Heidelberg freut sich über tierischen Zuwachs: Seit Anfang Juli lebt wieder eine Gruppe Keas im Zoo. Die sechs jungen Papageien ermöglichen Besucherinnen und Besuchern spannende Beobachtungen des besonderen Sozialverhaltens dieser außergewöhnlich intelligenten Vögel.
Die drei männlichen und drei weiblichen Keas stammen aus dem Zoo Erfurt, wo sie zwischen 2023 und 2025 geschlüpft sind. Ihre neue Voliere befindet sich gegenüber des Safarizelts an der Löwenanlage. Dort können die Tiere bereits von Gästen beobachtet werden.
Keas gehören zu den Papageien und sind an ihrem überwiegend olivgrünen Gefieder sowie den leuchtend orangefarbenen Unterseiten ihrer Flügel gut zu erkennen. Die Vögel stammen ursprünglich von der Südinsel Neuseelands und bewohnen dort vor allem Berg- und Waldregionen. Bei ihrer Nahrung sind Keas wenig wählerisch: Neben Früchten, Sämereien, Trieben und Nektar fressen sie auch Insektenlarven und Aas.
Die Art gilt als stark gefährdet. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden Keas in der Kategorie „Endangered“ geführt. Zu den größten Bedrohungen zählen eingeschleppte Fressfeinde sowie der zunehmende Verlust ihres natürlichen Lebensraums.
Die junge Gruppe ist für den Zoo Heidelberg auch aus wissenschaftlicher Sicht von besonderem Interesse. „Über das Sozialverhalten von Keas, die in einer größeren Geschwistergruppe unterschiedlicher Altersstufen aufwachsen, ist recht wenig bekannt. Gemeinsam mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm wollen wir diese Dynamiken genauer beobachten und untersuchen“, erklärt Vogelkurator Joshua Förg.
Keas sind für ihre außergewöhnliche Intelligenz und ihre große Neugier bekannt. Die Papageien beschäftigen sich intensiv mit ihrer Umgebung, untersuchen Gegenstände genau und nutzen ihren kräftigen Schnabel zum Spielen und Erkunden. Dabei zeigen sie ein ausgeprägtes Lernverhalten und tauschen sich innerhalb ihrer Gruppe aus.
Wer die neuen Bewohner kennenlernen möchte, kann die sechs jungen Keas bereits jetzt in ihrer Voliere erleben. Mit etwas Geduld lassen sich die Vögel beim Baden, Spielen, Erkunden ihrer Umgebung oder beim Umgang mit den angebotenen Beschäftigungsmöglichkeiten beobachten.
Foto: Keas leben ausschließlich in Neuseeland. (Foto: Petra Medan / Zoo Heidelberg)















