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Prof. Wacker zu Gast in Walldorf

16. November 2012 | > Walldorf, Das Neueste, Gesellschaft, Gewerbe, Photo Gallery

(mdg) Am 13. November stellte der Frauenarzt Professor Dr. Wacker, gemeinsam mit seiner Frau Renate seinen ersten Roman in Walldorf vor. Das Buch trägt den Titel „Isaaks Schwestern“ und behandelt das Thema der Genitalverstümmelung bei Frauen in Burkina Faso. Der Abend  wurde von einem Vertreter des Rotary Club Schwetzingen-Walldorf eröffnet. Gemeinsam mit der Stadtbücherei Walldorf und der Buchhandlung Helga Föll organisierte Rotary Club diese besondere Lesung.

Prof. Dr. Jürgen Wacker ist seit 1999 Chefarzt der Frauenklinik in Bruchsal, war aber auch in Burkina Faso mehrere Jahre als Frauenarzt tätig. Bis heute veranstaltet er dort Workshops zur operativen Behandlung der Verletzungen, die in Folge der Frauenbeschneidung in Afrika entstehen.

Der Autor präsentiert im Roman ein detailliertes Bild von den Lebensumständen in Afrika, dem Alltag in den Kliniken und von dem Land und den Menschen selbst. Man hat  viel über medizinische Versorgung in Burkina Faso erfahren, denn Prof. Wacker fasst in dem Buch seine Erfahrungen als Arzt dort zusammen. Obwohl der Roman mit der grausamen Verstümmelung eines Mädchens beginnt, kann man durch und durch im Buch Prof. Wackers Liebe zu Afrika erkennen. Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten und zeigt das Leben einer jungen Frau Namens Aissatou, die Hebamme werden möchte. Sie ist selbst Mutter zweier Töchter, eine davon wird von der Großmutter, ohne Absprache mit Aissatou, beschnitten.

Der Roman ist ein  Aufruf zum Schutz der sexuellen Unversehrtheit der Kinder und Liebeserklärung an Afrika in einem. Renate Wacker unterstützte mit ihrer Stimme ihren Mann bei der Lesung.

Im Jahre 2005 gründete Prof. Wacker den Verein „Menschen für Frauen“, das ein Behandlungszentrum für Frauen in Quagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, ermöglicht hat. Dank der Spenden werden dort regelmäßig Ärzte geschult und Hebammen ausgebildet.Der Erlös aus dem Verkauf von „Isaaks Schwestern“ kommt auch dem Projekt zugute. An diesem Abend konnte man in der Stadtbücherei auch etwas  für diese Organisation spenden. Die Stadtbücherei freute sich über die zahlreichen Besucher. Nach der Lesung blieb noch etwas Zeit für einige Fragen aus dem Publikum.

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