Nachwuchs bei den Roten Pandas im Zoo Heidelberg
Große Untersuchung beim kleinen Panda
Die ersten Lebenswochen verbrachte das Jungtier überwiegend schlafend in der Wurfkiste. Bei der Untersuchung kontrollierte Tierärztin Dr. Barbara Bach unter anderem den allgemeinen Gesundheitszustand, hörte Herz und Lunge ab und überprüfte Ernährungszustand und Gebiss. Zusätzlich bekam der kleine Panda einen Transponder-Chip zur eindeutigen Identifizierung.
„Das Jungtier macht einen sehr guten Eindruck. Es ist fit, gut genährt und entwickelt sich altersgerecht“, berichtet Dr. Bach. Besonders erfreulich sei, dass der Nachwuchs inzwischen deutlich aktiver werde und von seiner Mutter gut versorgt werde.
W E R B U N G
Auf der Waage brachte der junge Rote Panda 1,2 Kilogramm auf die Waage. Ausgewachsene Tiere wiegen normalerweise zwischen drei und sechs Kilogramm, wobei die Männchen meist etwas größer und schwerer werden als die Weibchen.
Noch wird der Nachwuchs hauptsächlich von seiner Mutter versorgt. Bereits in den kommenden Monaten wird er jedoch zunehmend feste Nahrung aufnehmen. Wie bei den Panda-Jungtieren der vergangenen Jahre dürfte dabei Bambus ganz oben auf dem Speiseplan stehen. Rote Pandas ernähren sich hauptsächlich von Bambus und dessen Blättern, fressen aber auch Früchte, Wurzeln und Kleintiere.
Noch hält sich der kleine Panda überwiegend in seiner Wurfkiste auf. Bald dürfte er jedoch immer neugieriger werden und seine Umgebung erkunden. Erste Kletterversuche und Ausflüge in die Außenanlage stehen bevor. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher den Nachwuchs dann bei seinen ersten Erkundungstouren beobachten.
Der Rote Panda, auch Katzenbär genannt, ist in seinem natürlichen Lebensraum stark bedroht. Die IUCN führt die Art als „stark gefährdet“. Weltweit gibt es Schätzungen zufolge weniger als 10.000 ausgewachsene Tiere. Abholzung und die zunehmende Nutzung ihrer Lebensräume setzen den Beständen weiter zu.
Der Zoo Heidelberg beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Dieses koordiniert die Zucht in europäischen Zoos und soll dazu beitragen, eine stabile Population der bedrohten Tiere in menschlicher Obhut zu erhalten.
Foto: Eines der ersten Fotos des Jungtiers im Alter von wenigen Wochen. (Foto: Zoo Heidelberg)
















