Bleiben Sie informiert  /  Sonntag, 05. April 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Wiesloch und Walldorf

MISSBRAUCH UND SEXUALISIERTE GEWALT

26. Februar 2024 | Das Neueste, ev. Gemeinde Walldorf

EVANGELISCHE KIRCHE IM FOKUS

Eine Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Walldorf am Sonntag, 10.03.2024, um 19 Uhr

Seit drei Jahren hat eine Gruppe von Wissenschaftlern aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Strukturen und Bedingungen, die den Missbrauch von Macht und sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche und der Diakonie möglich machen, untersucht. Das Ergebnis dieser Studie („ForuM-Studie“) wurde an 25. Januar von der Forschungsgruppe vorgestellt und der EKD übergeben. Was befürchtet wurde, ist eingetreten: Das Ausmaß an sexualisierter Gewalt ist höher als in evangelischen Kreisen bisher angenommen
wurde. Es wird vermutet, dass durch die Studie nur die „Spitze des Eisbergs“ ermittelt werden konnte. Schon jetzt ist klar: Die Forschungen müssen fortgesetzt werden.

Für Betroffene hatten und haben ihre Erfahrungen weitreichende Folgen. Sie berichten davon, dass sie in der evangelischen Kirche oft alleingelassen und ihre Rufe nicht gehört oder ignoriert wurden. In den Landeskirchen und in ihren Gemeinden ist mit der Tatsache sexualisierter Gewalt sehr spät, oft undurchsichtig und unsystematisch umgegangen worden. Es entsteht der Eindruck, dass auch die Aufarbeitung nur schleppend vorangeht.
Unklare Zuständigkeiten, häufige Grenzen- und Distanzlosigkeit im Umgang miteinander, ein übergroßer Wunsch nach Harmonie und Zusammengehörigkeit werden benannt. Möglicherweise blockiert ein verbreitetes Selbstbild unter evangelischen Christen eine saubere Aufarbeitung: „Meine Kirche ist theologisch und moralisch fortschrittlich im Vergleich zur katholischen Kirche und nicht durch Zölibat und veraltete Sexualethik beschädigt. So etwas kann bei uns nicht passieren.“ Und so wirken die Ergebnisse der Studie auf viele kirchennahe aber auch kirchenferne Evangelische wie ein Schock.

Unter Leitung von Professor Dr. Harald Dressing war das Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim zusammen mit der Universität Heidelberg Teil des Forschungsverbunds und beteiligt am „Teilprojekt E“ der ForuM-Studie, welches sich dem Umgang der Landeskirchen mit den Vorwürfen sexualisierter Gewalt befasst.
Professor Dressing war sofort bereit, über die Ergebnisse der Studie zu berichten und sich den interessierten Besucherinnen und Besuchern von Punktsieben zur Verfügung zu stellen. Er ist unser Gast am Sonntag, den 10. März 2024 um 19.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Walldorf.

Weitere Informationen unter: www.punktsieben.org

Das könnte Sie auch interessieren…

Kollision von drei Pkw

Am gestrigen Nachmittag gegen 13:45 Uhr kam es auf der Autobahn A5 in Fahrtrichtung Heidelberg auf Höhe Sankt Leon-Rot zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Ein 36-jähriger Fahrer eines Renault Masters wechselte vom mittleren auf den rechten...

„Auf dem Weg in die richtige Richtung“ – Umweltförderprogramme der Stadt Walldorf

Photovoltaikanlagen zieren immer mehr Dächer der Walldorfer Wohngebäude – inzwischen ist es jedes Zweite.   Photovoltaikanlagen decken 80 Prozent des privaten Strombedarfs Die Stadt Walldorf hat im Jahr 2025 über ihre Umweltförderprogramme rund 2,2 Millionen Euro...

Walldorf: Naturnahe Flächen werden wiederbelebt

  Mehr Artenvielfalt für die Stadt Im März haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs gemeinsam mit dem Fachdienst Tiefbau und Öffentlicher Raum zwei naturnahe Flächen im Stadtgebiet umfassend aufgewertet. Ziel der Maßnahmen ist es, die ökologische Qualität der...

Hier könnte Ihr Link stehen

Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv