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Leserbrief: Wo ist das Wiesloch, wie es früher einmal war?

25. Mai 2019 | > Wiesloch, Das Neueste, Leserbriefe, Photo Gallery

(zg) Wo ist das Wiesloch, wie es früher einmal war? – Dieser Satz viel mir ein als ich vor einigen Tagen in der Wieslocher Innenstadt unterwegs war und mein Auto ausnahmsweise in der Adenauer Tiefgarage abgestellt hatte. Die Beleuchtung war schaurig und überall lagen Zigarettenstummel und Unrat. Der Parkscheinautomat hatte auch schon bessere Tage gesehen und Richtung Ausgang stieg mir der beißende Geruch von Urin in die Nase. Dafür soll man tatsächlich Parkgebühren zahlen?

Marktstraße Zigarettenkippen

Marktstraße Zigarettenkippen

Mein Weg führte mich durch die auffallend leere Fußgängerzone Richtung Rathaus. Die Pflastersteine waren übersät mit weiteren Zigarettenstummeln und jeder Menge anderem Müll. Bei den rar gesäten Abfalleimern jedoch kein Wunder. Selbiges spiegelte sich in der Marktstraße höhe Bierbörse wieder.

Schmierereien in der Innenstadt

Schmierereien in der Innenstadt

Auch Unkraut findet man zu Hauf zwischen den Pflastersteinen unserer historischen Innenstadt. Wiesloch war mal sauber und lud zum Flanieren ein. War etwas beschmiert oder beschädigt, dann wurde es innerhalb weniger Wochen entfernt. Stört es keinen oder entfernt es nur niemand mehr?

Unkraut vor dem alten Rathaus

Unkraut vor dem alten Rathaus

Der heutige Zustand von Wiesloch liegt meiner Meinung nach an mehr als nur am großen Leerstand einiger Geschäfte. Zum Beispiel an der Abwesenheit diverser Säuberungsmaschinen der Stadt. Man muss schon sehr viel Glück haben um einmal einer Straßenkehrmaschine zu begegnen. Um Besucher anzulocken sollte sich die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes mehr herausputzen.

Schmierereien  auch am Rathausgebäude

Unkraut und Schmierereien auch am Rathausgebäude

Ein anderes Beispiel. An einigen Fußgängerwegen außerhalb der Innenstadt wurden verteilt Abfalleimer mit Hundekotbeuteln aufgestellt. Positiv fällt auf, dass diese regelmäßig wiederbefüllt werden. Nun suchen sich Hunde bekanntlich eher selten den nächsten Abfalleimer aus um dort ihr Geschäft zu verrichten. Viele Hundehalter sammeln die Hinterlassenschaften ihres Hundes dann zwar gewissenhaft auf, lassen den Beutel letztendlich aber doch irgendwann irgendwo fallen. Warum, fragen Sie sich vielleicht? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie 1-2 gefüllte Hundekotbeutel die gesamte Gassistrecke oder mehrere Straßen weit tragen müssten, um diese richtig entsorgen zu können? Sehr unangenehm und zuwinken möchte man damit auch niemandem.

In der Hauptstraße von Wiesloch findet man solche Beutel erst gar nicht. Wieso eigentlich? Sind Hunde in der Stadt eher unerwünscht, oder obliegt man dem Glauben, dass Hunde in der Stadt zu einem schüchternen Darm neigen? Folglich stößt man auch auf unansehnliche Hundehaufen in der Stadt. Ob dies an den fehlenden Beutel liegt oder daran, dass Wiesloch es sich mit einigen Hundehaltern verscherzt hat und dies vielleicht eine Art der Provokation ist, kann ich nicht beurteilen.

Dieser schlechte Zustand betrifft keineswegs nur die Innenstadt von Wiesloch. Bewegt man sich etwas außerhalb sieht es teilweise noch schlimmer aus. Wie etwa am Bachverlauf des Leimbachs hinter dem Neubaukomplex bei der ehemaligen Post. Der verbreiterte Radweg, die angelegte Insel und die Bepflanzungen sind meiner Meinung nach wirklich sehr gelungen. Doch leider hielt die Freude darüber nicht lange an, denn die Grünflächen sind meistens mit Hundekot und Müll bestückt und die Abfalleimer quellen regelmäßig über.

Daher mein Appell: Wiesloch halte dich sauber und werde bitte wie du früher einmal warst!

Anmerkung der Redaktion: Dieser Leserbrief wurde der Redaktion zugesendet, der Autor ist der Redaktion namentlich bekannt.

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