Lars Castellucci im Jump Walldorf „Junge Menschen für Politik begeistern“

Unter dem Motto „Vom Interesse zum Engagement“ lud Lars Castellucci (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages, am 05. Dezember alle Jugendlichen ins Jump Walldorf ein.

(bb) Sein Ziel ist es, „junge Menschen für Politik zu begeistern“, Interesse an der Politik zu wecken und den Weg dorthin aufzuzeigen.
Ca. 40  Jugendliche und etwas Ältere kamen der Einladung gerne nach.
Vorab wurden alle Gäste begrüßt von Wolfgang Antes, dem Geschäftsführer der Jugendstiftung Baden-Württemberg. Er hoffte, dass an diesem Abend die Fragen, was politische Beteiligung und politisches Engagement ist und wie sich Interessierte einbringen können, zur Zufriedenheit beantwortet werden können.

Lars Castellucci begrüßte ebenfalls alle Besucherinnen und Besucher und stellte die Teilnehmer der Diskussionsrunde vor: Elisabeth Krämer, jüngste SPD-Gemeinderätin aus Walldorf, Julia Clemens, ehemalige Schülersprecherin am Wirtschaftsgymnasium Wiesloch, Lisa-Marie Werner, Jugendleiterin in der evangelischen Kirchengemeinde Leimen sowie Andreas Kenner, Jugendpolitischer Sprecher der SPD im Landtag Baden-Württemberg.

v. l.: L.-M. Werner, A. Kenner, Lars Castellucci, J. Clemens, E. Krämer

v. l.: L.-M. Werner, A. Kenner, Lars Castellucci, J. Clemens, E. Krämer

Danach überreichte Lars Castellucci dem neuen SPD-Mitglied  Muhammed  Semiz das rote Parteibuch. Muhammed ist 17 Jahre alt und macht eine Ausbildung als Bäckereifachverkäufer.

Die aktuelle „17. Shell-Jugendstudie“ hatten Elisabeth Krämer, Niklas Pröll, Besitzer im Wieslocher SPD-Ortsverband und dort überwiegend für Social Media zuständig, sowie Paul Sander, Vorsitzender der Jusos Rhein-Neckar, im Vorfeld analysiert und stellten einige Punkte hervor. Interessant war zum Beispiel zu erfahren, dass 41 % der Jugendlichen Interesse für Politik zeigen, 30 % Politik „in“ finden, sich aber nur 4 % politisch engagieren. 73 % finden das System der Demokratie gut; gleichzeitig meinen 69 % der Jugendlichen,  dass sich die Politiker nicht darum kümmern, was die Leute denken. Viele haben ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, ca. 2/3 möchten aber selbst keine Eltern werden.

Für Stefan Schwartze, der jugendpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, der ursprünglich zur Diskussion eingeladen war, kam Andreas Kenner aus Kirchheim unter Teck, Mitglied im Landtag Baden-Württemberg, dort der Jugendpolitische Sprecher für Jugend/Senioren/Familie, „also quasi für alle“, wie er schmunzelnd bemerkte. Er hatte extra eine Einladung in Stuttgart abgesagt, um die Einladung von Lars Castellucci nach Walldorf anzunehmen. Er unterhielt die Runde mit feinem Humor unterhaltsam in schwäbisch. Wie er ausführte, lassen sich die Jugendlichen heute mehr Zeit, „sie gucken sich an, was los ist“.  Er wünschte sich, dass sich mehr Jugendliche für eine Ausbildung statt Abitur und Studium entscheiden.
Julia Clemens, die wegen der Abiturvorbereitungen ihren Schülersprecher-Posten in diesem Jahr abgegeben hat, fände es sinnvoll, einen Politik-Infotag an den Schulen anzubieten, damit sich die Jugendlichen bereits früh mit dem Thema Politik und Mitgestalten beschäftigten könnten.
Elisabeth Krämer, jüngste SPD-Gemeinderätin in Walldorf, wünscht sich mehr Jugendliche in den Parteien und im Gemeinderat. Sie ist damals überraschend vom letzten Listenplatz direkt in den Gemeinderat gewählt worden. Vorab wurde sie angesprochen, ob sie nicht Lust hätte, sich politisch zu engagieren und zu kandidieren.
Auch Lisa-Marie Werner hat die Erfahrung gemacht, dass es leichter ist, wenn die Jugendlichen direkt angesprochen werden von jemandem, der schon dabei ist.

In der Diskussions- und Fragerunde, an der sich viele Gäste engagiert beteiligten, führte Lars Castellucci aus, dass er gerne von Vereinen oder Institutionen eingeladen würde, um diese über Politik allgemein und die Möglichkeit des Engagement jedes Einzelnen zu informieren, ohne sie gleich zum Parteieintritt zu überreden.

Lars Castellucci bedankte sich zum Schluss nochmals bei allen Teilnehmern und den interessierten Gästen für ihr Kommen und ihre Diskussionsbeiträge. Er entließ in den Abend mit dem Satz: „Wenn es besser werden soll, müssen mehr mitmachen!“

Text und Fotos: BBinz

 

 

Veröffentlicht am 9. Dezember 2016, 12:00
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