Königlicher Besuch bei der TSG-Wiesloch – Neujahrstreffen 2019

2018 – Sportlich ein erfolgreiches Jahr / Finanziell ein schwieriges Jahr

Letzten Sonntag am 20.01. lud die TSG-Wiesloch zum Neujahrstreffen.

Manfred Walter Vorsitzender der Turn- und Sportgemeinschaft 1885 Wiesloch e.V. (Kurzform TSG Wiesloch) begrüßte die Gäste des Neujahrstreffens im Vereinsheim – der TSG-Gaststätte.

Viele interessante Themen standen 2018 im Mittelpunkt, so Walter, 162 Sportler/innen wurden geehrt, darunter Kreismeister, Deutsche Meister und sogar Weltmeister.
 
„Die TSG Wiesloch trägt auch in Zukunft mit ihrer Arbeit wesentlich zur Verbesserung des sozialen Klimas und zur Erhöhung des Freizeitwertes und der Lebensqualität in und um Wiesloch bei.“ erklärte Walter.
 
Er bedankte sich bei allen Übungsleitern, Helfern, Partnern und Freunden des Vereins für die Verbundenheit zur TSG Wiesloch und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
 
Viele Partner seien erforderlich um einen Verein erfolgreich und langfristig am Leben zu halten, ob Mitglieder, Sponsoren, Firmen, Schulen, auch andere Vereine sowie natürlich die Stadt Wiesloch.
 
„Man kann nicht nur immer vom Ehrenamt sprechen, es muss auch eine politische Unterstützung erfolgen. Allein im Jugendbereich leisteten wir 2018 über 11.000 Übungsstunden für fast 1.300 Kinder und Jugendliche. Sportlich war 2018 für die TSG Wiesloch ein besonders erfolgreiches Jahr – Weltmeister, Europameister, deutsche Meister, Pokalsieger, Badische Bezirks- und Kreismeisterschaften wurden errungen. Einfach fantastisch!“ so Walter.
 
TSG Wiesloch, stark in der Jugendarbeit

TSG Wiesloch, stark in der Jugendarbeit

 
Finanziell war es ein schwieriges Jahr für den Wieslocher Traditionsverein. Die kompletten Rückstellungen des Vereins mussten aufgebraucht werden. Zum einen standen Ausgaben für Reparaturen und Instandhaltungen. Zu Anderen steigt der Verwaltungaufwand für Vereine, auch insbesondere durch die neue EU-Datenschutzgrundverordnung und andere Vorgaben.
 
Der Verein sah sich gezwungen die Vereinsbeiträge zum 1.1.2019 zu erhöhen.
 
Ist durch den Neubau der Gemeinschaftsschule in Wiesloch ein Sportstättenproblem vorprogrammiert?
 
„Ich bitte Sie, Herr Bürgermeister Sauer, weiter mit Ihrem Team und dem Gemeinderat, zu einer tragbaren Lösung zu kommen, denn mit unserer ehrenamtlichen Arbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung junger Menschen.“ so der Appell des Vereinssprechers an die Stadt.
 
Die TSG ist schon immer weltoffen, sie zeigt das Wiesloch im Gegensatz zu der Sichtweise einiger politisch motivierter Gruppen oder Personen, zwischen den Menschen keine Spaltung herrscht sondern ein faires sportliches Miteinander.
 
Sport verbindet Menschen und unterscheidet nicht in Herkunft, Nationalität oder Hautfarbe. Bei den fast 3.000 Mitgliedern des TSG Wiesloch haben viele einen sogenannten Migrationshintergrund. Aus über 15 verschiedenen Ländern kommen die Vereinsmitglieder – von Brasilien, China über die Türkei bis zu Zypern.
 
Bei der Sportart Cricket liegt der Ausländeranteil bei 100% – in der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik sind es 44,4%, im Kinderturnen 23,1% und beim Basketball 21,5%. Beim Handball liegt der Ausländeranteil lediglich bei 4,3%.
 
Ein leibhaftiger König – König Bansah aus Ghana

Am 6. März 1957 erhielt Ghana als erstes Land Afrikas die Unabhängigkeit von Großbritannien. Seither erlebte das Land  verschiedene Phasen der Demokratie und militärischer Putsche. Seit 1993 besteht die bisher als stabil bewertete vierte Republik in der Form einer Präsidialrepublik im Commonwealth mit einem Einkammerparlament. Das Parlament und der Präsident werden für eine Amtszeit von jeweils vier Jahren direkt vom Volk gewählt. 

Die Menschen Ghanas gehören verschiedenen Stämmen mit unterschiedlichen Traditionen und Sprachen sowie Dialekten an. Die Hauptstämme stellen die Akan mit 44% Bevölkerungsanteil, die Mole-Dagomba (16%), die Ewe (13%) und die Ga (8%). Es gibt insgesamt 50 Stämme und 70 verschiedene Sprachen, Dialekte  mit eingerechnet.

Ghana ist wie die meisten afrikanischen Ländern reich an Bodenschätzen – was seit Hunderten von Jahren die Begierde des rohstoffarmen Westeuropas, heutzutage auch USA, Indien und Chinas weckt. Die Armut ist dennoch geblieben, werden die Preise doch auf dem von den mächtigen Wirtschaftsnationen beherrschten Weltmarkt festgelegt. Das gilt auch für die angebauten Lebensmittel, wie z.B. Kaffee, Kakao, Palmöl, Nüsse, Früchte. Die EU macht es insbesondere den afrikanischen Bauern schwer, so wird der Kontinent beispielsweise mit Milchpulver überschwemmt, mit Verkaufspreisen bei denen der lokale Milchbauer nicht mehr mithalten kann.

Afrika ist der wichtigste Absatzmarkt für Trockenmilch aus der EU. Überschüssige Milch wird zu Milchpulver verarbeitet,

In Afrika gibt es etwa 250 Könige, wobei der Begriff „könig“ doch sehr weit gefasst ist, denn eine absolute Monarchie gibt es nur noch in Swasiland.

Die heutigen Könige Afrikas verfügen über keine formelle politische und judikative Macht, sie sind lediglich spirituelle Führer.

Bansah lebt seit 1970 in Ludwigshafen am Rhein, er wurde nach dem erfolgreichen Besuch des Technikums als 22jähriger von seinem Großvater im Rahmen eines internationalen Studentenaustauschs nach Ludwigshafen am Rhein geschickt. dort sollte er eine Lehre als Landmaschinen-Mechaniker absolvieren.

Nach dem Tod seines Großvaters im Jahr 1987 kamen sein von der Thronfolge her anstehender Vater und auch sein Bruder Fridolin nicht in Betracht, da beide Linkshänder sind und beim Volk der Ewe die linke Hand als unrein gilt. – steht bei Wikipedia geschrieben.

Seit Titel lautet: „Ngoryifia King of Hohoe Gbi Traditional Ghana Spiritual and Honorable King of the Ewes“

Afrikanischer Regent mit Pfälzer Dialekt„, titelte die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online berichtete unlängst: „Bansah schenkt seinem Volk ein Gefängnis„.

„In Wiesloch war er vor einigen Jahren schon mal, 2014 nahm er an der vierten Weltmeisterschaft im Mensch ärgere Dich nicht in Wiesloch teil“ wie auch der Stern berichtet.

Bei seinem Besuch beim TSG Wiesloch erzählte er sen Zuhörern über sein Leben und über seine Projekte für die er insbesondere Geld sammelt.

Er erzählte den Wieslocher warum man afrikanische Kinder mit dicken Bäuche sieht – dies liegt an dem verunreinigten Wasser das die aus Not trinken müssen. Es sind Würmer die sich in den Bäuchen der Kinder befinden. Daher zählen zu den dringlichsten Projekten die Wasser- und Gesundheitsversorgung.

Aber auch in anderen Bereichen tut er gutes. So liess er durch Unterstützung von Spendengeldern ein Frauengefängnis bauen. Zuvor gab es nur Zellen in denen die Geschlechter gemischt untergebracht wurden. Dies führte zu oft zu sexuellen Übergriffen auf die inhaltierten Frauen und Mädchen.

Fotos des TSG Wiesloch Neujahrstreffens 2019:

Text und Fotos: Robert Pastor
Veröffentlicht am 27. Januar 2019, 06:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=260680 

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