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Grüne besuchen die Villa Reitzenstein

28. Oktober 2012 | Das Neueste, Photo Gallery, Politik

Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr lud zur Fahrt nach Stuttgart ein

Auf Einladung des grünen Landtagsabgeordneten Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr besuchten rund 35 Freunde und Sympathisanten der Grünen die Villa Reitzenstein, dem Amtssitz von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und zugleich Sitz der Landesregierung und des Staatsministeriums. Darüber hinaus besuchte die Gruppe im Anschluss noch der Landtag von Baden-Württemberg.

Die Villa Reitzenstein ist ein lebendiger Ort, an dem sich Geschichte und Gegenwart Stuttgarts und Baden-Württembergs in eindrucksvoller Weise bündeln. Zu Beginn der Führung gestattete zur Überraschung aller, Staatsministerin Silke Krebs der Gruppe einen kurzen Besuch ab. Bei Kaffee und Kuchen erfuhren die Teilnehmer, dass Helene von Reitzenstein zwischen 1910 und 1913 das prachtvolle Gebäude erbauen ließ. Nur neun Jahre wohnte die Baronin in dieser Traumvilla, dann zog sie nach Bayern und veräußerte die Villa zu einem Schnäppchenpreis an die noch junge württembergische Staatsregierung. Diese befand, dass dies der richtige Ort zum Regieren wäre und von 1925 bis Frühjahr 1933 war es der Sitz des Staatspräsidenten. Dann wurde bis 1945 die demokratische Arbeit abrupt von den Nazis beendet. Nach Kriegsende war sie zuerst Sitz des von den Amerikanern eingerichteten Länderrates und ab 1948 Sitz der Württemberg-Badischen, ab 1952 der Baden-Württembergischen Regierung. Heute zählt das Staatsministerium zweihundert Mitarbeiter, sechzig davon sitzen in der Villa Reitzenstein und im angrenzenden Erweiterungsbau aus den 70er Jahren. Der Ministerpräsident hat sein Büro im ersten Stock gleich neben dem Kabinettssaal. Die Minister rücken in der Regel einmal die Woche zur Kabinettssitzung an. Die Räume in der Villa Reitzenstein sind weitgehend original erhalten, zu besichtigen sind unter anderem der Kabinettssaal, der Gobelinsaal, der als ehemaliges Speisezimmer der Baronin auch heute noch für Fest- und Arbeitsessen genutzt wird, der Runde Saal, in dem Staatsoberhäupter empfangen und Verdienstorden verliehen werden, sowie die Bibliothek mit ihren wertvollen Holzintarsien und Bücherbeständen. Zum Abschluss konnte die Gruppe die Portraits aller bisherigen Ministerpräsidenten bestaunen, wobei die Bilder von Ministerpräsident Oettinger und Mappus noch fehlen.

Am späten Nachmittag fuhr die Gruppe mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Landtag. Die Teilnehmer erfuhren, wie eine „normale“ Arbeitswoche der Abgeordneten in Stuttgart aussieht, zwischen Fraktions-, Ausschuss- und Landtagssitzungen, Treffen mit Vereinen, Initiativen und Arbeitskreisen. Höhepunkt war sicherlich die Besichtigung des Plenarsaals, bei dem die Teilnehmer auf dem Stuhl des Ministerpräsidenten oder des Landtagspräsidenten „Probesitzen“ durften. Beim anschließenden Besuch im „Haus der Abgeordneten“ gewährte Kai Schmidt-Eisenlohr nochmals intensive Einblicke in die Arbeit der Grünen Fraktion und ließ die langsam müde werdenden Teilnehmer im Fraktionssitzungsaal auf bequemen, „grünen“ Stühlen Platz nehmen.

Bei einem gemütlichen Abendessen fand der Besuch in Stuttgart seinen Ausklang. „Ich bin mir sicher, dass es für die Teilnehmer aus meinem Wahlkreis ein sehr interessanter Ausflug mit vielen unterschiedlichen Eindrücken war. Da die Villa Reitzenstein und der Landtag in den nächsten Jahren aufwendig renoviert und saniert werden, war dies sicherlich für lange Zeit die letzte Gelegenheit für einen Besuch.“, resümierte der Grüne Landtagsabgeordnete zum Schluss.

Quelle: Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr

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