Bleiben Sie informiert  /  Donnerstag, 05. März 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Wiesloch und Walldorf

Geplante Mindestlohnerhöhung trifft 840.000 Jobs in Baden-Württemberg

15. Juli 2025 | Das Neueste, Finanzwelt, Gewerbe

840 000 Beschäftigte unterhalb neuer Lohnschwelle

Laut dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg werden durch die geplante Erhöhung des Mindestlohns auf 13,90 Euro pro Stunde zum 1. Januar 2026 schätzungsweise rund 840 000 Beschäftigungsverhältnisse im Südwesten betroffen sein. Das entspricht etwa 15 % der rund 5,6 Millionen Jobs in Baden-Württemberg, die im April 2024 unterhalb dieser neuen Grenze lagen.

Lohnsumme steigt um geschätzte 46 Millionen Euro

Würden alle betroffenen Jobs künftig mit dem neuen Mindestlohn vergütet, ergäbe sich ein geschätzter Anstieg der Verdienstsumme um rund 6 %. Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssten insgesamt etwa 46 Millionen Euro zusätzlich aufbringen. Grundlage dieser Berechnungen sind Daten der Verdiensterhebung vom April 2024. Dabei wurde angenommen, dass in den betroffenen Beschäftigungsverhältnissen mindestens der zuletzt gültige Mindestlohn gezahlt wurde. Zwischenzeitliche Lohnentwicklungen wurden nicht berücksichtigt, die genannten Werte sind daher als Obergrenze zu verstehen.

Besonders viele Betroffene im Gastgewerbe

Besonders stark betroffen von der Mindestlohnerhöhung ist das Gastgewerbe: Hier erhalten 60 % der Beschäftigten derzeit weniger als 13,90 Euro pro Stunde. Auch in der Branche »Kunst, Unterhaltung und Erholung« liegt der Anteil bei etwa 45 %.

Rund 56 % der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse würden von der Erhöhung profitieren. Frauen sind mit rund 18 % häufiger betroffen als Männer mit etwa 12 %. Im Dienstleistungssektor verdienen etwa 18 % der Beschäftigten derzeit weniger als 13,90 Euro, im Produzierenden Gewerbe sind es dagegen nur 7 %.

Ein Artikel bei uns zeigt anhand des Rhein-Neckar-Kreises, wie stark der Effekt einer Mindestlohnerhöhung regional ausfallen kann.

Weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant

Nach dem Beschluss der Mindestlohnkommission soll zum 1. Januar 2027 eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro folgen. Dadurch wären in Baden-Württemberg schätzungsweise bis zu 1,04 Millionen Beschäftigungsverhältnisse betroffen, also etwa 19 % aller Jobs im Land. Die Lohnsumme könnte sich dadurch um weitere rund 48 Millionen Euro erhöhen.

Text und Foto: Statistisches Landesamt

Das könnte Sie auch interessieren…

FDP Wiesloch-Südliche Bergstraße: Infostand zur Landtagswahl

FDP Wiesloch auf dem Wochenmarkt: Infostand am 6. März Die Freien Demokraten setzen sich dafür ein, dass Baden-Württemberg nach der Landtagswahl am 8. März wieder „Zurück auf Vorwärts“ kommt. Bürgerinnen und Bürger können ihre Fragen dazu direkt mit den Vertreterinnen...

Verkehrsunfall bei St. Ilgen – Zwei Fahrerinnen leicht verletzt

Im Rhein-Neckar-Kreis kam es am Mittwoch gegen 13 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der K 4156 im Leimener Stadtteil St. Ilgen. Eine 56-jährige Audi-Fahrerin war von St. Ilgen in Richtung Sandhausen unterwegs, als sie auf Höhe des Waldfriedhofs aus bislang ungeklärter...

Einbruch in Schulgebäude – Polizei sucht Zeugen

In Sandhausen sind Unbekannte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in das Gebäude einer Schule in der Albert-Schweitzer-Straße eingebrochen. Zwischen 17:30 Uhr und 6:00 Uhr öffneten die Täter nach bisherigen Erkenntnissen auf bislang unbekannte Weise ein Fenster des...

Hier könnte Ihr Link stehen

Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv