Festabend zum zehnjährigen Bestehen des Hospizes Agape

Der Festabend zum zehnjährigen Bestehen des Hospizes Agape am 15. Juni stand ganz im Zeichen der Dankbarkeit – des Danks an die vielen Menschen, die sich um diese „Insel der Geborgenheit, der Liebe und der Wärme“, so Stifter Dietmar Hopp, verdient gemacht haben.

Stefan Weisbrod, Reilinger Bürgermeister und ehrenamtlicher Geschäftsführer des Hospizes, hieß die Gäste gemeinsam mit Hospizleiterin Christine Ruppert denn auch zu „einem Abend großer Dankbarkeit für eine äußerst segensreiche Einrichtung, die offensichtlich auf wunderbare Art und Weise in unserer Region bei und inmitten der Menschen angekommen ist“, willkommen. Der Abend in der Astoria-Halle sei eine Gratulation für „diese kostbare Einrichtung Hospiz Agape“ zu ihrem 10. Geburtstag und danken wolle man damit „den vielen beseelten Akteuren, die sich in den vergangenen Jahren zu einer lebendigen und hochmotivierten und intakten Hospizfamilie“ entwickelt hätten.
Für Weisbrod gab es viele Gäste namentlich zu begrüßen, allen voran die Stifter Anneli und Dietmar Hopp, die „mit dem Hospiz reichlich Segen zu den Menschen in der Region gebracht und im wahrsten Sinne des Wortes eine großartige Segensgeschichte geschrieben haben“. Besonderen Respekt zollte Weisbrod den Damen und Herren der ersten Stunde, die „enorme Pionier- und eine gigantische Aufbauarbeit zu leisten hatten“, und damit grüßte er für die kommunalen Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH vor allem Walldorfs Alt-Bürgermeister Heinz Merklinger mit Ehefrau Hedwig sowie Wieslochs früheren Oberbürgermeister Franz Schaidhammer mit dessen Frau Patricia  und deren Nachfolger im Amt, Bürgermeisterin Christiane Staab und Oberbürgermeister Dirk Elkemann. Die Reihe der Ehrengäste war lang und zeigte, wie viele Menschen sich für das Hospiz engagieren, wozu vor allem das hauptamtliche Hospiz-Team mit der heutigen Leiterin Christine Ruppert gehört sowie die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Mit einem besonderen Willkommen grüßte Weisbrod das „superfleißige und nimmermüde Team“ des Fördervereins um dessen Vorsitzenden Hans Klemm und dessen Ehefrau Gudrun.

Ohne die Stifter Anneli und Dietmar Hopp (mit Blumen) gäbe es das Hospiz Agape nicht. Ihnen galt der besondere Dank von Stefan Weisbrod, Oberbürgermeister Dirk Elkemann, Josef Eisend, Peter Aenis, Christine Ruppert und Bürgermeisterin Christiane Staab  (v.l.n.r.)

Ein Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung über Pläne für ein Hospiz habe ihn darauf aufmerksam gemacht, berichtete Dietmar Hopp. Nachdem seiner Frau Anneli „der Bereich Soziales schon immer eine Herzensangelegenheit“ gewesen sei, habe er Kontakt zu Heinz Merklinger aufgenommen. Merklinger habe sie beide vollends überzeugt, so dass feststand, das Hospiz komplett zu finanzieren. In Zusammenarbeit mit den damaligen Rathaus-Chefs Heinz Merklinger und Franz Schaidhammer sei mit dem Alten Bierkeller in Wieslochs Heidelberger Straße der ideale Standort für ein Hospiz gefunden worden. „Die Finanzierung für den Erwerb, den Umbau und die Erweiterung des in die Jahre gekommenen Gebäudes übernahm die Hopp-Stiftung“, berichtete Heinz Merklinger. Neben Walldorf und Wiesloch brachten sich auch das Psychiatrische Zentrum Nordbaden und die Ökumenische Hospizhilfe ein. Es wurde mit einem Jahresdefizit in sechsstelliger Höhe gerechnet, doch dank des engagierten Fördervereins mit Hans Klemm an der Spitze hätte die Spenden seither immer dafür gesorgt, dass Wiesloch und Walldorf noch kein Defizit ausgleichen mussten, so Merklinger und Schaidhammer. Dietmar Hopp machte in seiner Ansprache deutlich, dass er „die Region auch künftig wohlwollend begleiten und mit ihr verbunden bleiben“ werde. Das Tätigkeitsfeld seiner Stiftung umfasse „das ganze menschliche Leben“, erklärte er – vom Screening der Neugeborenen über die Jugendförderzentren, die Förderung von Hochschulen, Universitäten und Kliniken bis zum Bereich der Alters- und Pflegeheime und des Hospizes. Etwa 650 Millionen Euro habe die Dietmar-Hopp-Stiftung bereits zur Verfügung stellen können. Hopps Dank galt an diesem Abend ganz besonders dem Hospiz-Personal, das „eine schwere Aufgabe mit Bravour“ meistere.

„Ich war im Vorhof des Paradieses“

In den zehn Jahren seines Bestehens wurden über 1200 Gäste im Hospiz auf ihrem letzten Lebensweg begleitet. „Unser Leitbild, der Zeit mehr Leben zu geben, war immer gegenwärtig“, so Hospiz-Leiterin Christine Ruppert. Das wird auch deutlich in Auszügen aus dem Gästebuch: „Ich war im Vorhof des Paradieses“ ist hier zum Beispiel nachzulesen.

Jens Spanberger, Bürgermeister von Mühlhausen, übergab in seiner Funktion als einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins eine Spende über 20.000 Euro, dank derer acht Niederflurbetten angeschafft werden können.

In die Reihe der Ehrenmitglieder des Fördervereins, zu der seit 2013 Anneli und Dietmar Hopp gehören, wurden am Festabend Heinz Merklinger und Franz Schaidhammer aufgenommen.

Hans Klemm (Mitte) überreichte die Urkunden über die Ehrenmitgliedschaft an Franz Schaidhammer (li.) und Heinz Merklinger

Peter Schäfer, weiterer stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, überreichte den anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden Dankesurkunden, denn „es ist nicht selbstverständlich, dass sich Gemeinden so im sozialen Bereich engagieren“, erklärten Hans Klemm und Peter Schäfer.

Musikalisch umrahmte das SAP-Sinfonieorchester unter Leitung von Johanna Weitkamp den Festabend. Nicht nur an diesem Abend, sondern mit bisher 35 Benefizkonzerten hat das Orchester das Hospiz bereits unterstützt, um „der Zeit mehr Leben zu geben“. Der Chor „Human Nation“ aus St. Leon-Rot mit seinem musikalischen Leiter Konrad Knopf interpretierte Gospels, Swing und Besinnliches. Ein musikalisches Grußwort überbrachte Kabarettist Arnim Töpel und Roland Bless, Mitbegründer der Band „Pur“, präsentierte gleich „zwei Lieder zum Geburtstag“. Einmal zum 10-Jährigen von Hospiz Agape sowie zum 68-Jährigen von Josef Eisend, dem Vorsitzenden der Ökumenischen Hospizhilfe und „Mann der ersten Stunde“ des Hospizes.

Durch den Abend führte die frühere Direktorin des Walldorfer Gymnasiums, Marianne Falkner. Zum Schluss trug der Schriftsteller Alexander Rajcsanyi sein eigens für das Hospiz Agape verfasste Gedicht vor, das als Postkarte im Saal für jeden auslag. Ehrenamtlich bedienten Mitglieder des Vereins Wieslocher Frauen die Gäste. Auch ihnen war ein herzliches Dankeschön sicher. 

Hans Klemm als Rosenkavalier: Zur Feier des Tages überreichte er den Hospiz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zum Dank Rosen

Text: Stadt Walldorf
Fotos: Pfeifer

 

Veröffentlicht am 29. Juni 2018, 13:00
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