Erneuerter Kunstrasen an der Parkstraße steht wieder für Training und Spielbetrieb zur Verfügung

Erneuerter Kunstrasen an der Parkstraße steht wieder für Training und Spielbetrieb zur Verfügung Oberbürgermeister Dirk Elkemann überreichte zur Inbetriebnahme des neuen Kunstrasenspielfeldes dem Vereinsvorsitzenden Dirk Hofer vom VfB Wiesloch und Vereinsvorstand Özdemir Öztürk vom 1. FC Wiesloch je einen Trainingsfußball). Foto: Stadt Wiesloch

Als sich zu Beginn des letztjährigen Sommers auf dem sehr intensiv genutzten Kunstrasenplatz an der Parkstraße erste Verklumpungen bei dem Füllmaterial zeigten, schwante den Verantwortlichen bei der Stadt nichts Gutes. In den darauffolgenden Hitzewochen zeigte sich, dass der Abbauprozess beim Kunststoffgranulat sich weiter beschleunigte und eine grundlegende Sanierung des Platzes erforderlich werden würde. Der Gemeinderat entschied sich im Herbst des vergangenen Jahres für eine vorzeitige Erneuerung des inzwischen acht Jahre alten Kunstrasenbelages. Gleichzeitig wurde beim Land ein Zuschussantrag für eine Sanierung der Anlage nach der Sportstättenförderung eingereicht.

Der Platz selbst konnte im vergangenen Jahr von den Vereinen und Schulen nur noch eingeschränkt genutzt werden. In diesem Frühjahr musste der alte Platz dann aus Sicherheitsgründen komplett geschlossen werden. Die Vereine mussten auf den Rasen im Stadion, was im Winter nur bedingt möglich war, und auf die Plätze in den Stadtteilen für Training und Spielbetrieb ausweichen. Noch im Winter 2019 wurde der Auftrag für die Erneuerung des Spielfeldes erteilt und der Zeitplan für den Austausch wurde mit den Vereinen abgestimmt.

Im Frühjahr erreichten dann die ersten Meldungen über die Problematik von Kunststofffüllstoffen wegen eines möglichen Austrags in die Umwelt die Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung. Ein Nachtragsangebot für den alternativen Füllstoff Korkgranulat wurde eingeholt, aber die ausführende Firma bestand auf der Lieferung des bereits bestellten und produzierten Füllmaterials.  Unter diesen Rahmenbedingungen entschied sich die Verwaltung unter Einbeziehung des Gemeinderates für das ursprünglich favorisierte und bestellte EPDM-Granulat. Gegenüber dem Vorgängerrasen wurde dieses Mal deutlich weniger Kunststofffüllmaterial eingebaut und durch die gekräuselte Faserstruktur des Rasens wird dieses auch wesentlich besser gegen eine Verfrachtung nach außerhalb des Spielfeldes geschützt. Die Mitarbeiter des Sport- und Spielplatzteams wurden für das Thema eines möglichen Austrags von Mikroplastik in die Umwelt bereits sensibilisiert.

Eine Besonderheit des neuen Spielfeldes sind die in verschiedenen Farben eingearbeiteten Markierungen für ein Großspielfeld mit 98 mal 63 Metern und unterschiedlicher Größen für Juniorenmannschaften aller Altersgruppen beiderlei Geschlechts. So können jeweils gleichzeitig zwei Mannschaften verschiedener Altersgruppen auf dem Platz trainieren und es muss dazu nicht jedes Mal wie bisher zuerst ausgemessen und anschließend die Markierungshütchen aufgestellt werden.

Die beiden Wieslocher Fußballvereine sind sehr froh darüber, dass ihnen nunmehr wieder eine ganzjährig und uneingeschränkt nutzbare Spiel- und Trainingsstätte zur Verfügung steht, die sie sich zwar teilen müssen und die deshalb jeden Abend von 17 bis 22 Uhr ununterbrochen in Betrieb ist. Vormittags steht der Platz den Wieslocher Schulen zur Verfügung und an den Wochenenden finden die Rundenspiele der Mannschaften auf dem Platz statt. Um eine solche Nutzungsintensität unterzubringen, müsste man vergleichsweise drei bis vier Naturrasenplätze zur Verfügung stellen. Deshalb ist ein Kunstrasenspielfeld auch eine wirtschaftliche und ökologische Alternative zum Naturrasen, zumal bei einer Flächenknappheit in einem Verdichtungsraum wie dem unsrigen. Vor allem die jugendlichen Spielerinnen und Spieler bevorzugen inzwischen wegen der spielerischen Qualitäten sogar den Rasen aus der Retorte gegenüber einem Naturrasen. Die Kosten für die Erneuerung des Spielfeldes belaufen sich auf rund 260.000 Euro, wovon 73.000 Euro aus Landeszuschüssen über die Sportstättenförderung finanziert werden.

Veröffentlicht am 11. September 2019, 10:00
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