Der hohe Preis der billigen Nahrung

„Wir wollen den Dialog stärken“

Die Biologin Renate Wolf bekam für den Vortrag ‚Der hohe Preis der billigen Nahrung‘ viel Aufmerksamkeit. Etliche heimische Bauern beteiligten sich an der Diskussion im Pfälzer Hof.

Der Dialog zwischen Naturschutz und Landwirtschaft ist wichtig, um Gräben zu überwinden und etwas für den Erhalt der Artenvielfalt zu erreichen.

Denn Insekten dienen als Nahrung für viele andere Tiere, darunter Vögel und Fledermäuse. Dass ihr Sterben auch für unsere Ernährung (und die Landwirtschaft) ein Problem ist, machte die Biologin aus Sandhausen deutlich. Denn Insekten erfüllen wichtige Aufgaben. Sie verhindern die massenhafte Vermehrung von Schädlingen. Sie sorgen für die Zersetzung organischen Materials, das als Nährstoff wieder verfügbar wird. Und durch die Bestäubung haben sie eine wichtige Funktion bei der Lebensmittelproduktion. Maßgeblich habe der Strukturwandel in der Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden zum Insektensterben beigetragen, machte Wolf, die sich als ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuerin für Walldorf engagiert, deutlich.

Unser auf stetes Wachstum ausgelegtes Wirtschaftssystem funktioniere bei der Landwirtschaft nicht. Die Flächen seien begrenzt, die Fruchtbarkeit der Böden dürfe nicht verloren gehen. Bei der Umstellung auf Bio müssten die Landwirte finanziell und durch Beratung unterstützt werden.

Als Vorsitzender des NABU Walldorf-Sandhausen suchte Wolfgang Högerich den Kontakt zu den Landwirten: „Wir sind an der Basis, wir wollen den Dialog stärken. Bitte kommen Sie auf uns zu!“

Veröffentlicht am 29. März 2019, 06:00
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=264034 

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