Bleiben Sie informiert  /  Mittwoch, 28. Januar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Wiesloch und Walldorf

Bildungspolitik mit vielen Baustellen

8. Januar 2013 | Das Neueste, Politik

Überrascht vom Rücktritt von Kultusministerin Warminski-Leithäuser zeigte sich der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT), Joachim Möhrle. Auch wenn die Umsetzung der vom Handwerk seit vielen Jahren geforderten Gemeinschaftsschule in den vergangenen Monaten holprig angelaufen sei, so habe die Ministerin doch einiges in Bewegung gesetzt. Wahr sei allerdings auch: „Die Bildungspolitik im Land bleibt unter ihren Möglichkeiten.“ Es gebe zu viele Baustellen, vielfach fehle der rote Faden.

Warminski-Leithäuser habe mit der Bildungsreform eine Mammutaufgabe angepackt, betonte Möhrle. Dafür verdiene sie Respekt und nicht den rüden Umgangston, der sich zum Schluss unter einigen ihrer Kritiker breit gemacht habe. Die Ministerin habe einen guten Draht zum Handwerk gepflegt und es seien auch einige Versprechen eingelöst worden, bescheinigte er der scheidenden Ministerin. Detaillierte Konzepte, wie sie auch vom Handwerkstag immer wieder eingefordert wurden, sei sie jedoch schuldig geblieben. Dazu gehöre unter anderem die Stärkung der beruflichen Orientierung in allen Schularten, das Zurückfahren beruflicher Vollzeitschulen oder auch ein verlässlicher Berufsschulunterricht. Die duale Ausbildung sei insgesamt ins Hintertreffen geraten: „Dies muss sich schleunigst ändern.“ Sorgen bereite ihm die Entwicklung der neuen Gemeinschaftsschule, von der sich das Handwerk mehr qualifizierte Bewerber erhofft. Es sei Aufgabe des Kultusministeriums, die breite Vielfalt der Schülerschaft zu sichern, die diese Schulart brauche, um die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllen zu können.

Mitten im Rennen die Pferde zu wechseln berge ein hohes Risiko, meinte Möhrle. Mit der gerade erst gestarteten Bildungsplanreform habe ein Nachfolger aber die große Chance, rasch eigene Akzente zu setzen. Dem vom Handwerkstag geforderten neuen Schulfach Berufsorientierung habe die bisherige Kultusministerin eher kritisch gegenübergestanden: „Dies sollte der Nachfolger überdenken.“

Der Handwerkstag bekräftigte sein Angebot, im Sinne einer dualen Berufsvorbereitung an neuen Konzepten mitzuwirken. Auf einen Nachfolger warteten große Baustellen und Aufgaben, die nicht von heute auf morgen abgearbeitet werden könnten. Möhrle forderte deshalb den Nachfolger im Amt auf, die Ärmel hochzukrempeln und die Aufgaben mit Mut und Überzeugungskraft anzupacken: „Eine Krise kann ja auch ein produktiver Zustand sein.“

Quelle: Baden-Württembergischer Handwerkstag

Das könnte Sie auch interessieren…

Wahlscheinantrag bequem per Internet oder QR Code

Wahlscheinantrag zur Landtagswahl 2026 bequem online oder per QR-Code Für die Landtagswahl am 8. März 2026 können Wahlscheine voraussichtlich ab dem 2. Februar 2026 beantragt werden. Neben der persönlichen oder schriftlichen Beantragung (Telefax, E-Mail) ist dies auch...

Auffahrunfall auf der B3 sorgt für Verkehrsbeeinträchtigungen

Auf der B3 zwischen den Ausfahrten Nußloch und Leimen/St. Ilgen ereignete sich am Morgen ein Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Ein Mann wurde dabei leicht verletzt. Nach ersten Ermittlungen fuhren ein 38-, ein 61- und ein 41-jähriger Mann hintereinander...

Gebäudebrand in Doppelhaushälfte – Bewohner leicht verletzt

In der Weberstraße kam es am Vormittag gegen 11.40 Uhr zu einem Brand in einer Doppelhaushälfte. Der Bewohner des Hauses konnte das Gebäude eigenständig verlassen, bevor sich die Flammen weiter ausbreiteten. Er erlitt leichte Verletzungen in Form von Verbrennungen...

Hier könnte Ihr Link stehen

Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archiv