Eine 82-jährige Frau aus Rauenberg wurde in der Nacht auf Montag Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Unbekannte Täter brachten die Seniorin mit einer erfundenen Geschichte dazu, Bargeld und Schmuck zu übergeben.
Zunächst meldete sich eine Frau telefonisch und gab sich als Enkelin der 82-Jährigen aus. Sie behauptete, ihre Mutter habe in Spanien einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun im Gefängnis. Anschließend übernahm ein Mann das Gespräch, der sich als spanischer Staatsanwalt ausgab.
Der Betrüger forderte eine Kaution in Höhe von 20.000 Euro, damit das angebliche Familienmitglied freigelassen werde. Die Seniorin sammelte daraufhin ihre gesamte Barschaft im fast vierstelligen Bereich sowie Schmuckstücke zusammen.
Während des gesamten Gesprächs blieb die Frau am Telefon. Ein Komplize erschien wenig später an ihrer Wohnadresse und nahm Geld und Schmuck entgegen. Danach brachen die Täter den Kontakt ab.
Die Kriminalpolizei Heidelberg hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt erneut vor solchen Betrugsmaschen. Die Polizei rät, bei angeblichen Notfällen von Angehörigen misstrauisch zu sein, keine Wertgegenstände an Unbekannte zu übergeben und im Zweifel Familienmitglieder oder die Polizei direkt zu kontaktieren.














