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„Aus für den Ärztlichen Bereitschafts-Dienststandort Wiesloch“

29. Oktober 2012 | > Walldorf, > Wiesloch, Das Neueste, Gewerbe

Bürgerinitiative für die Verbesserung der ambulanten medizinischen Versorgung im Südlichen Rhein-Neckar-Kreis

(zg) Der südliche Rhein-Neckar-Kreis (RNK) mit fast 100.000 Einwohnern hat außerhalb der Öffnungszeiten der ortsansässigen Arztpraxen bereits jetzt deutliche Defizite in der wohnortnahen medizinischen Versorgung, da der kassenärztliche Bereitschaftsdienst im Kegelbahnweg in Wiesloch oft die benötigte chirurgische und internistische Versorgung nicht leisten kann.

In den anderen Gebieten des RNK (Schwetzingen, Sinsheim, Eberbach und Weinheim) stehen wohnortnah die Kliniken der Gesundheitseinrichtungen Rhein Neckar (GRN) für die Versorgung von  Schnitt- oder Platzwunden, den Ausschluss einer Fraktur oder eines Herzinfarktes zur Verfügung.

In Wiesloch werden aktuell viele Patienten, welche eine chirurgische oder eine internistische Notfallversorgung benötigen, in die Krankenhäuser in Heidelberg, Schwetzingen oder Sinsheim verwiesen.

Dies bedeutet, dass viele Notfall-Patienten für eine adäquate ambulante Versorgung 15 bis 20 Kilometer zurücklegen müssen.
Das ist für den bevölkerungsdichtesten Teil des RNK und für eine Hauptquelle der Gewerbesteuer so nur schwer tolerierbar.

Jetzt zeichnet sich aber auch noch ab, dass im Zuge der Neuordnung der ärztlichen Bereitschaftsdienste in Baden-Württemberg die Ärztliche Bereitschaftsdienstzentrale in Wiesloch im Kegelbahnweg ab 2014 wegfallen soll.

Daher sind die Bürger des südlichen Rhein-Neckar-Kreis (Dielheim, Nußloch, Rauenberg, Malsch, Mühlhausen, St.Leon-Rot, Walldorf, Wiesloch) ohne jegliche wohnortnahe notfallmedizinische Versorgung, wenn man den seit 2010 neu stationierten Notarztwagen des Rettungsdienstes außer Acht lässt.

Dieser Zustand ist so nicht tragbar!

Der Verein Gesundheitsraum Wiesloch-Walldorf (GeWieWa) stellt sich daher an die Spitze einer Bürgerinitiative, welche Folgendes fordert:

1. Eine Ambulanz vor Ort in Wiesloch, die internistische und chirurgische Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen behandeln kann.

2. Eine ausreichende wohnortnahe ambulante Versorgung durch den ärztlichen Bereitschaftsdienstes, vor allem für Hausbesuche.

Dazu werden wir ab 1.November in den Geschäften der Wieslocher Werbegemeinschaft Unterschriftenlisten für die Bürger auflegen, welche diesen Zustand für untragbar halten.

Quelle: GeWieWa – Verein Gesundheitsraum Wiesloch-Walldorf

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