Antwort auf offenen Brief von Herrn Seidler

Nachfolgender Brief erreichte uns von Katharina Ebbecke:

Sehr geehrter Herr Seidler,

da Sie uns in Ihrem offenen Brief zum wiederholten Male dazu auffordern, uns von unserem Fraktionsvorsitzenden, Herrn Dr. Gerhard Veits, zu distanzieren, erlauben wir uns, Ihnen auf demselben Wege zu antworten.

Die Grüne Fraktion ist seit vielen Jahren eine engagierte, kreative und fachlich gut aufgestellte Kraft im Gemeinderat. Bei vielen Themen konnten wir in den vergangenen Jahren Akzente setzen. Bei einigen waren wir konstruktiver Begleiter. Bei der großen Mehrzahl der Entscheidungen, waren wir selbstverständlicher Teil der beschließenden Mehrheit.

Im Wahlkampf wurde das Thema Parteizugehörigkeit sehr wohl zum Thema gemacht und als zentrales Argument genutzt. Leider zum Teil auch mit Unterstellungen und persönlichen Angriffen. Eine OB-Wahl ist eine Personenwahl, wurde aber im Wahlkampf immer stärker parteipolitisch eingefärbt. Und ganz sicher nicht von unserer Seite. Leider reiht sich Ihr Brief hier nahtlos ein.

Wir haben keine Lust auf eine Verlängerung des Wahlkampfs und sagen Ihnen darum nur Eines: den Wahlkampf haben die Wieslocher Grünen, die Grüne Gemeinderatsfraktion und viele engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam und einig geführt. Wir brauchen uns von niemandem zu distanzieren. Wir sind stolz auf das Ergebnis und blicken deshalb voll Zuversicht nach vorne. Es gibt viel zu tun in Wiesloch!

Wir werden als stärkste Fraktion auch in Zukunft konstruktiv und gestaltend im Gemeinderat engagiert mitarbeiten. Dafür wurden wir gewählt. Dafür haben wir vergangenes Jahr einen starken Auftrag erhalten.

Mit freundlichen Grüßen,
Susanne Merkel-Grau
Britta Eger
Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr
Katharina Ebbecke
Anna-Lena Gefäller

Veröffentlicht am 7. Oktober 2015, 20:32
Kurz-URL: https://www.wiwa-lokal.de/?p=138405 

11 Kommentare für “Antwort auf offenen Brief von Herrn Seidler”

  1. Heiner Beier

    Sehe ich auch so!

  2. Die Martin

    Das ist einer der Gründe warum ich auch die andere Seite nicht wählen mag:

    https://www.wiwa-lokal.de/leserbrief-ttip-initiative-wiesloch/

    Ich weiß nicht, warum dieser Kommentar nicht freigeschaltet wurde, versuch ichs halt nochmal.

  3. Urwieslocher

    Die Ebbecke kapierts NIE! Grüne JA, die Wieslocher Grünen NEIN

    Kai hätte es verdient – und er wäre es sicher auch geworden !!!
    Sein Problem war einfach, dass er, auch im Unterbewusstsein der Wieslocher Einwohner, sofort mit dem ewig querelenden und nervenden Hr. Dr. Veits in Verbindung gebracht wird. Darauf hat Wiesloch einfach keinen BOCK !!!

    Es tut mir so leid für Kai – Wirklich! Er ist ein fairer Sportsmann und ein fähiger Politiker. Ihn trifft keine Schuld bei seiner Niederlage.

    Aber die Ebbeckes und Veits dieser Stadt kann ich Haben wie Bauchweh – das sind unfaire unsportliche Verlierer die jetzt heulen. Allerdings gibt es auch noch, zu Recht, die vielen konservativen dieser Stadt, welche genug von diesem grünen „Gutmenschen-Tum“ haben.

    Die 54% von Elkemann sind echte eigene 54% nach 5 Wochen Bekanntheit in Wiesloch, die 45% für Kai sind die ganzen Handballer, Musiker und die ganzen alternativen Wieslocher Zugezogenen, die eh keinen von beiden kennen. Nennt doch einfach mal die Dinge beim Namen als drumrum zu reden.

    Und eins weiß ich: Hätte Kai die Wahl, ebenso zu Recht, gewonnen, wären die gegnerischen Parteien mit erhobenem Kopf zu Kai gegangen, hätten ihm gratuliert und das Ergebnis einer DEMOKRATISCHEN Wahl gegönnt. IHM, der Person KAI.

    Es tut mir leid, aber welches Bild Sie, liebe Wieslocher Grüne, hier abliefern ist ein Trauerspiel! Wie ein Kind, was seine Spielzeug nicht bekommt, traben Sie schmollend davon! Das entbehrt jedem Respekt und das kostet Sie gerade richtig viele Wählerstimmen!!!

  4. Die schon wieder

    Nachtrag: hier ist übrigens einer der Gründe dafür, dass ich die andere Seite auch nicht wählen mag:
    https://www.wiwa-lokal.de/leserbrief-ttip-initiative-wiesloch/

  5. Die Martin ;)

    Liebe Unterzeichner dieser Antwort auf Herrn Seidlers offenen Brief.
    Ihre Antwort wirkt auf mich wie Standardblabla. Herrn Seidlers Brief wirkt einfach echt und rechtschaffen. Wo ist das Problem, sie wissen doch genau, dass es besser wäre sich von Dr. Veits zu distanzieren und warum. Bitte überzeugen Sie mich wieder von meiner ursprünglichen Meinung, dass grün wählen Sinn macht. Im Moment tut es das für mich nicht. Keine meiner Erwartungen, die ich der Landesregierung gegenüber hatte, wenn Grün am Steuer ist, vor allem im Bildungsbereich, hat sich erfüllt. DIe Querelen im Vorfeld der Umwandlung einer bestimmten Grundschule zur Ganztagsschule haben mich hier in Wiesloch auf lokaler Ebene schwer enttäuscht. Da wurde vor allem von Grünen und SPD, die die Ganztagsschule hauptsächlich wollten über indiskutable Dinge geschachert, wie den Bau einer Mensa oder welche Räume eine Ganztagsschule braucht.

  6. Die Martin ;)

    Ja, genau meine Meinung. Die Wieslocher Grünen haben mich zum ersten Mal in meinem Leben vom Grün wählen abgebracht. Vielleicht sollte man IMMER genauer hinschauen. Lieber Neuwieslocher, einfach ein paar Gemeinderatssitzungen beiwohnen, am besten, zu Themen, über die man selbst etwas weiß…

  7. Neuwieslocher

    Ich habe mein Kreuz schon oft bei den Grünen gesetzt. So war es für mich recht schnell klar, dass ich Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr wählen werde. Jetzt bin ich gerade etwas erleichtert, dass er die Wahl nicht gewonnen hat.
    Auf Gemeindeebene sollte man in Wiesloch wohl genauer hinschauen.

  8. Roland

    Das Problem der Stadt Wiesloch ist durch die „Erklärung zu OB Wahl von Dr. Gerhard Veits“ deutlich geworden und mit dieser „Antwort auf offenen Brief von Herrn Seidler“ nochmals deutlich bestätigt worden.“

    Das wird besonders dadurch deutlich, dass bereits am 4.10.2015, unmittelbar nach der Wahl und noch bevor Dirk Elkemann das Rathaus Wiesloch, sein Dienstzimmer betreten hat, oder überhaupt ein Dienstgeschäft getätigt hat, der Versuch von Schuldzuweisungen erfolgte.

    Der Souverän war bei der OB-Wahl am 4.10.2015 der Wähler und nicht Dr. Gerhard Veits oder ein Parteienbündnis. Es gilt die souveräne Entscheidung der Bürger endlich nicht in Frage zustellen durch irreal und unsinnige Rechenspiele oder Vermutungen usw.
    Im Gemeinderat mögen solche Spielchen bisher funktioniert haben, bei den Bürgern wohl nicht – wie sich aus dem Wahlergebnis schließen lässt.
    Falls

    „Das ist nur aufgrund der konservativen Strukturen in den Stadtteilen gelungen.“ ist, dann ist das der Wunsch einer demokratischen Mehrheit von Wählern gleich, wie diese so abfällig tituliert werden.

  9. majo

    Es ist leider das eingetreten, was wohl die meisten Wieslocher befürchtet haben. Herr Veits macht die OB-Wahl zu seiner eigenen Schlacht und meint, er müsse vor und nach der Wahl polemisieren.
    Mir persönlich tut es für Kai sehr leid, da er als Person bestimmt der richtige OB für Wiesloch gewesen wäre. Aber die Wieslocher haben richtig erkannt: es gibt keinen Kai ohne Hr. Veits gleich mitzuwählen. Schade.

  10. Tom Dreher

    Ein Brief ist eigentlich eine Nachricht vom Absender an den Empfänger und unterliegt dem Briefgeheimnis. Offene Brief sind dann wohl eine Erweiterung – das Briefgeheimnis fällt weg- und die Öffentlichkeit soll daran teilhaben. Teilhaben passiv als Leser oder evt. aktiv, wie der Part auch sein soll.

    Mit meiner ganz persönlichen Meinung möchte ich ein Feedback geben.

    Ich gehöre weder zum inneren Zirkel von Grünen noch von anderen Parteien. Da stelle ich immer wieder fest, dass viele Dinge anders wahrgenommen werden, was oft durch den Standpunkt und die Perspektive begründet sein kann.

    „Die Grüne Fraktion ist seit vielen Jahren eine engagierte, kreative und fachlich gut aufgestellte Kraft im Gemeinderat“
    Ich habe schon mehrere Gemeinderatssitzungen erlebt, in denen alle Mitglieder offensichtlich nach einem eingeübten Szenario agieren. Es bleibt dem Besucher von Sitzungen nicht verborgen, dass jedes Detail bereits auf der Fraktionssitzung eingeübt wurde, bis zum Vortrag der Äußerungen und teilweise wenige Sätze abgelesen werden.

    „Im Wahlkampf wurde das Thema Parteizugehörigkeit …“
    Das habe ich so nur bei den GRÜNEN entnommen, der Begriff im Wahlkampf lautete „angebunden an die Partei“.

    „Und ganz sicher nicht von unserer Seite“
    Es ist ein bekanntes Verhalten bei den Erwischten, dass sie es niemals waren oder es als Bagatelle abtun. Welcher Bürger würde auf Grundlage eines anonymen Briefes andere der Lüge und des Schwindels bezichtigen? Kein Normalbürger würde dies tun, dazu benötig man kein Jurastudium. Von Personen (Unterstützer) die als Beruf Journalist/in nennen, Äußerungen tun, obwohl eine ganz einfache Recherche alles widerlegt hätte. Das ist doch alles sehr sonderbar für mich.

    „Wir haben keine Lust auf eine Verlängerung des Wahlkampfs..“
    Für mich als Wähler war die Wahl am 04.10.2015 um 18:00 Uhr beendet, ich gehe davon aus, dass dies auch den Wahlkampf betrifft. Der Beitrag „Erklärung zu OB Wahl von Dr. Gerhard Veits“ erfolgt in der Textversion (1) bereits um 04.10.2015 19:13 Uhr. Die geänderte Textversion (aktuell zu sehen) erfolgt dann am nächsten Tag.

    Geringen Wahlbeteiligung hat u.a. seine Ursachen in “Politikverdrossenheit”!

  11. gagea

    erbärmlich!
    Ich habe viele Jahre Grün gewählt.
    Aber mit solchen Posts werden die Partei und die Personen indiskutabel.
    Für mich zerbricht eine Welt,

Kommentare sind geschlossen

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