Informierten zum Thema Unternehmensnachfolge: (v.li.) Wirtschaftsförderin Susanne Nisius, Albert Tietz (Firma Jakob Schober), Bürgermeister Matthias Renschler, Christian Schwöbel (IHK). Dr. Thomas Lindner (Innowerft) und Benedikt Krauter (Wirtschaftsförderer der Stadt Wiesloch).
Die Übergabe früh und sorgfältig vorbereiten
Es sei eine große unternehmerische und persönliche Aufgabe, ein Unternehmen in neue Hände zu übergeben. Das betonte Bürgermeister Matthias Renschler in seiner Begrüßung beim gut besuchten Informationsabend zum Thema Unternehmensnachfolge in der Astoria-Halle. Es gehe um Verantwortung, um die Weitergabe von Erfahrung und um die Zukunft eines Lebenswerks, so der Bürgermeister weiter. Ob innerhalb der Familie, durch Mitarbeitende oder durch eine externe Nachfolge: Je früher und sorgfältiger der Wechsel vorbereitet werde, desto besser seien die Voraussetzungen für sein Gelingen.
Im Zeitraum von 2025 bis 2029 streben in Deutschland jährlich im Durchschnitt circa drei Prozent der mittelständischen Unternehmen eine Unternehmensnachfolge an. Die aktuelle Unternehmensbefragung der Stadt Walldorf hatte aufgezeigt, dass das Thema auch viele Walldorfer Unternehmen beschäftigt. Knapp die Hälfte der Betriebe, die in den nächsten drei Jahren an einen Nachfolger übergeben werden sollen, hat diese Nachfolge noch nicht geregelt, das sind immerhin fast zehn Prozent. Dieses Ergebnis war mit ein Anlass für die Veranstaltung, zu der die Stadt Walldorf gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar (IHK) eingeladen hatte. Gut 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und im Anschluss mit den Referenten und untereinander ins Gespräch zu kommen.
Christian Schwöbel, Bereichsleiter Unternehmensgründung und -förderung der IHK Rhein-Neckar, gab detaillierte Informationen und Impulse zur Gestaltung des Übergangs. Er stellte insbesondere das Moderatoren-Angebot „Unternehmensnachfolge“ der IHK Rhein-Neckar vor, das sich sowohl an Firmenübergeber als auch an potenzielle Übernehmer richtet. Außerdem lud er zum Nachfolge-Forum ein, das am Donnerstag, 19. November, in Mannheim stattfinden wird. Die Veranstaltung biete Expertenwissen und weitere wertvolle Tipps zu Planung, Finanzierung und Übergabe eines Unternehmens.
Danach folgte ein Praxisbeispiel aus Walldorf. Albert Tietz von der Jakob Schober Gruppe erlaubte einen sehr persönlichen Einblick, wie der Prozess im Betrieb gestaltet wurde und welche Hürden zu überwinden sind. Das Programm wurde durch einen Beitrag zum Thema „Gründergeist trifft Nachfolge“ von Dr. Thomas Lindner, Geschäftsführer der Innowerft, ergänzt, der die Perspektive der Übernehmenden beleuchtete und insbesondere hervorhob, dass Unternehmen dann attraktiv für Nachfolgende seien, wenn sie Wachstum aufweisen.
Text und Foto: Stadt Walldorf














