Auf Entdeckungsreise im Steinbruch Nußloch
31 Kinder erkunden beim Ferienspaß die besondere Natur und Geschichte des Steinbruchs
Einen abwechslungsreichen und zugleich lehrreichen Vormittag erlebten 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Ferienspaßes im Steinbruch Nußloch. Gemeinsam mit Bürgermeister Ludwig Sauer, Schatthausens Ortsvorsteher Patrick Schulz und Naturparkrangerin Melanie Meier vom Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald ging es auf eine spannende Entdeckungstour durch ein Gelände, das normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.
Zum Auftakt begrüßten Bürgermeister Sauer und Ortsvorsteher Schulz die jungen Forscherinnen und Forscher. Anschließend erklärte Melanie Meier, was die Gruppe während der Exkursion erwartete. Schnell gelang es der erfahrenen Naturparkrangerin, die Kinder für die außergewöhnliche Flora und Fauna des Steinbruchs zu begeistern.
Bevor die Gruppe zur eigentlichen Erkundung aufbrach, ging es zunächst um die Geschichte des Steinbruchs und die unterschiedlichen Gesteinsschichten. Dabei zeigte sich, dass die Kinder bereits erstaunlich viel Vorwissen mitbrachten und zahlreiche Fragen beantworten konnten.
Nach einer kleinen Stärkung mit Brezeln und kalten Getränken setzte die Gruppe ihre Entdeckungstour fort. Entlang des Weges lagen mehrere kleinere, künstlich angelegte Tümpel. In einem davon konnten die Kinder gleich mehrere Gelbbauchunken beobachten. Auch die seltene Blauflügelige Ödlandschrecke wurde auf dem weiteren Weg entlang des ehemaligen Förderbands entdeckt.
Neben der Natur gab es auch viel über die Vergangenheit des Steinbruchs zu erfahren. Überreste ehemaliger Gebäude und alter Infrastruktur erinnern noch heute an die Zeiten, in denen im Steinbruch gearbeitet und Gestein abgebaut wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, was nach dem Ende des Abbaus mit einer solchen Landschaft geschieht. Anhand einer Streuobstwiese und von Ackerflächen erklärte Melanie Meier den Kindern anschaulich den Unterschied zwischen Renaturierung und Rekultivierung.
Besonders beeindruckend war für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausflug zum türkisblauen Schlagengrundsee. Die ungewöhnliche Landschaft und die intensive Farbe des Wassers sorgten für einen weiteren Höhepunkt der Tour.
Zum Abschluss wartete noch ein ganz besonderes Erlebnis: Mit Hammer und Schutzbrille durften die Kinder selbst Hand anlegen und Gestein bearbeiten. So konnten sie unmittelbar erfahren, wie sich das Material anfühlt und wie unterschiedlich Gesteine aufgebaut sein können.
Viel zu schnell verging der abwechslungsreiche Vormittag. Mit zahlreichen neuen Eindrücken, spannenden Beobachtungen und vermutlich auch dem einen oder anderen selbst bearbeiteten Stein machte sich die Gruppe schließlich auf den Rückweg zum Gelände der Volksschauspiele Nußloch. Dort warteten bereits die Eltern auf ihre jungen Entdecker.
Der Ferienspaß im Steinbruch zeigte damit eindrucksvoll, wie sich Natur, Geologie und die Geschichte eines besonderen Ortes miteinander verbinden lassen – und wie viel es direkt vor der eigenen Haustür zu entdecken gibt.
Foto: Stadt Wiesloch














