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Erinnerungen für außergewöhnliche Ausstellung

20. Juli 2026 | > Wiesloch, Allgemeines, Leitartikel

Ausstellung

Wiesloch sucht Erinnerungsstücke für Ausstellung zur Geschichte der Gastarbeiter

Für eine außergewöhnliche Ausstellung zur Einwanderungsgeschichte sucht die Stadt Wiesloch historische Dokumente, Fotos und persönliche Erinnerungsstücke aus der ersten Generation der sogenannten Gastarbeiter. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das 1971 gegründete Wiesloch-Walldorfer Gastarbeiterparlament – ein bundesweit einzigartiges Gremium, das ausländischen Arbeitskräften erstmals eine politische und gesellschaftliche Stimme auf kommunaler Ebene gab.

Die Ausstellung mit dem Titel „Gastarbeiter“ als Pioniere des gesellschaftlichen Wandels – Vom Ankommen zum Mitgestalten am Beispiel des Wiesloch-Walldorfer Gastarbeiterparlaments von 1971 wird ab Oktober 2026 im Wieslocher Rathaus gezeigt. Schirmherr des Projekts ist Bürgermeister Ludwig Sauer.

Das von einem breit aufgestellten Kuratorium vorbereitete Ausstellungsprojekt möchte die Lebensgeschichten der ersten Gastarbeitergeneration bewahren und ihren Beitrag zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Region würdigen. Gleichzeitig soll die Ausstellung verdeutlichen, welche Bedeutung die Arbeitsmigration für den Erfolg Deutschlands hatte und bis heute hat.

Damit die Ausstellung möglichst authentisch wird, bittet das Kuratorium die Bevölkerung aus Wiesloch, Walldorf und der gesamten Region um Unterstützung. Gesucht werden unter anderem Fotografien, Briefe, Arbeitsverträge, Ausweise, Lohnunterlagen, Vereinsdokumente, Familienfotos, Zeitungsartikel sowie persönliche Alltagsgegenstände. Besonders willkommen sind auch Zeitzeugenberichte und persönliche Erinnerungen, die den ausgestellten Objekten eine individuelle Geschichte verleihen.

Alle Leihgaben werden nach Angaben der Stadt sorgfältig dokumentiert und nach Ende der Ausstellung unversehrt an die Eigentümer zurückgegeben.

Wer Erinnerungsstücke beisteuern oder seine Geschichte erzählen möchte, kann sich an Stadtarchivar Martin Sommer wenden. Darüber hinaus freut sich das Kuratorium über finanzielle Unterstützung für die wissenschaftliche Recherche, die Ausstellungsgestaltung sowie das Begleitprogramm mit Vorträgen und Filmvorführungen. Die Eröffnung der Ausstellung und weitere Veranstaltungstermine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Foto: Screenshot aus der Landesschau von 1971 mit freundlicher Genehmigung des SWR, Foto mit KI verbessert

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